Produkte-Nachricht

HAUG BIEL AG
Elektrostatik bei frisch gespritzten Kunststoffteilen

Die Probleme mit der Elektrostatik beginnen mit dem Entformen des Spritzgussteils, treten beim Transport und in Sammelbehältern auf und reichen bis zur späteren Endbestimmung. Lesen Sie hier, wie die Probleme bei den verschiedenen Prozessschritten Ionisationssysteme gelöst werden können.

Beim Entformen

Problem:
Während des Entformens bleiben die Teile durch ihre elektrostatische Ladung am Spritzgusswerkzeug oder dem Auswerfer kleben. Sie fallen nicht aus dem Werkzeug heraus, das Werkzeug schließt erneut und quetscht das Teil ein. Dabei wird das Teil zerstört und eventuell das Werkzeug beschädigt. Besonders anfällig für diese Art Problem sind leichte, kleine Teile aus isolierendem Kunststoff.

Lösung: Eine Luftschleuse, über dem Spritzgusswerkzeug bzw. seitlich angebracht, schickt einen ionisierten Druckluftstoß über die Teile während das Werkzeug geöffnet und die Teile ausgestoßen werden.

Haug - Elektrostatik Kunststoffteile Bild 1

 
Bei der Entnahme mittels eines Handlingsystems

Problem:
Soll das Teil in einer definierten Position auf ein Transportband abgelegt, einer Verpackung oder einem weiteren Verarbeitungsschritt zugeführt werden, wird es von einem Greifer oder Sauger aus dem Werkzeug genommen. Diese Greifer oder Sauger sitzen am Ende eines Roboterarms, dem Handlingsystem. Haben die Spritzgussteile kaum Eigengewicht, bleiben sie an diesem Greifer hängen und können irgendwo undefiniert hinfallen.

Lösung: Wenn das Werkzeug öffnet, sieht man nur eine Seite des Teiles, die andere steckt noch in der Form. Die sichtbare Seite kann zuerst entladen werden. Dafür genügt ein leichter Stromi onisierter Blasluft von ca. 0,3 bis 2 bar Druck, je nach Entfernung zwischen  dem Luftaustritt und dem Teil bzw. den Teilen. Das Handlingsystem entnimmt die Teile. Nun tritt die verbliebene Ladung der vorher noch verdeckten Seite zu Tage. Hierzu wird eine weitere Luftschleuse irgendwo quer zum Transportweg des Handlings angebracht. Die Teile werden, mit der noch geladenen Seite der Luftschleuse zugewandt, vorbeigeführt und sind anschließend komplett entladen.

Haug - Elektrostatik Kunststoffteile Bild 4


Nach dem Entformen, dem Auswerfen

Problem:
Werden die geladenen Teile von den Auswerfern aus dem Werkzeug herausgeschoben und schaffen es auch dort herauszukommen, ist die Gefahr noch nicht vorbei. Sie können an allen anderen Maschinenteilen unter dem Werkzeug, auf ihrem Fallweg zum Transportband oder in einem Sammelbehälter kleben bleiben. Nach kurzer Zeit ist der Innenbereich der Maschine voll mit klebenden Teilen.

Lösung: Eine Luftschleuse über dem Spritzgusswerkzeug schickt einen ionisierten Druckluftstoß zwischen die offenen Werkzeughälften, nach dem die Teile herausgefallen sind.

Haug - Elektrostatik Kunststoffteile Bild 2


Auf dem Transportband

Problem:
Das Transportband sollte dafür sorgen, dass die Teile unbeschadet aus der Maschine heraus den Sammelbehältern zugeführt werden. Bleiben sie durch Ladung am Transportband hängen, fahren sie endlos auf dem Band. Die Elektostatik und damit die Klebkraft, die die Teile am Band hält, lässt im Laufe der Zeit nach. Dann fallen die Teile meist auf den Boden.

Lösung: Eine Luftschleuse wird dort über dem Band angebracht, wo die Teile in die Sammelboxen fallen sollen. Der austretende Luftstrahl sollte tangential am Band vorbeiblasen. Ein Teil der Luft sollte auf das Band treffen, der andere in den Sammelbehälter strömen. Der Luftdruck sollte stärker eingestellt werden, wenn die Teile vom Band gelöst werden müssen

Haug - Elektrostatik Kunststoffteile Bild 3


Im Sammelbehälter

Problem: Jedes einzelne Teil bringt etwas Ladung mit in den Sammelbehälter, die zunächst nicht stört. Aber viele hundert oder tausend Teile, deren Ladung sich praktisch zu einem Kondensator summiert hat, "strahlen" ein starkes Feld aus. Die Teile bleiben an der Innenwand des Behälters kleben. Sie ziehen zusätzlich in der Raumluft vagabundierende Stäube, Partikel an. Kommt jemand dieser "geladenen" Kiste zu nahe, dient er als Blitzableiter.

Lösung: Eine Luftschleuse bläst einen leichten Strom ionisierter Blasluft in den Sammelbehälter. Um das Ladungsniveau im Behälter niedrig zu halten, kann mit geringem Luftdruck gearbeitet werden. Die Höhe des Luftdruckes ist so einzustellen, dass man am Boden des Sammelbehälters noch einen leichten Hauch der strömenden, ionisierten Blasluft bemerkt.


Bei der Weiterverarbeitung

Problem:
Durch Elektrostatik werden Partikel angezogen, die somit die Oberfläche kontaminieren.  Beim Bedrucken, Lackieren, Beschichten, Metallisieren oder der Verwendung in sensiblen Systemen führt diese Verunreinigung zu Oberflächenfehlern oder zu Störungen.

Lösung: Die Oberfläche der Teile komplett mit ionisierter Blasluft entladen. Anschließend unbedingt vor Verschmutzung schützen.


Firmenprofil
HAUG entwickelt und produziert Ionisationssysteme zur Beseitigung und Erzeugung elektrostatischer Aufladungen. Unsere jahrzehntelange Erfahrung, bewährte Geräte  auf dem  Gebiet der Ionisationstechnik und gut geschulte Anwendungstechniker garantieren Ihnen maßgeschneiderte Problemlösungen.

HAUG-Tradition heißt: mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrung, Kompetenz und Präzision. Seit der Gründung im Jahre 1957 entwickelte sich HAUG zu einem der weltweit größten und erfolgreichsten Hersteller auf dem Gebiet der Ionisationstechnik.

Haug Biel - Produktionsstätte in Biel
Produktionsstätte in Biel

Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens setzten 1980 die Eröffnung einer neuen Produktionsstätte in Biel (Schweiz), die Erweiterung und Modernisierung des Stammhauses in Leinfelden-Echterdingen 1993 und nicht zuletzt 1997 die Expansion nach Kanada.

Eigene Verkaufsniederlassungen in Deutschland und ein weltweites, Vertriebsnetz gewährleisten die permanente Verfügbarkeit von HAUG-Produkten und einen hervorragenden Kundenservice.

HAUG BIEL AG - LogoHaug Biel AG
J. Renfer-Strasse 60
2504 Biel

Tel. 032 344 96 96 
Fax 032 344 96 97

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