Kunststoff Lexikon

Elastomer-Spritzgießen

Das Spritzgießen von Elastomeren erfolgt auf Schneckenspritzgießmaschinen. Elastomere können in Form von rieselfähigen Pulvern oder bandförmig von einer speziellen Schnecke, die wenig Scherung in die plastifizierte Masse einbringt, eingezogen werden. Der Zylinder wird meist mit einer Flüssigkeit temperiert, um Überhitzungen zu vermeiden. Die Verarbeitungstemperatur liegt bei ca. 70°C, um ein Vulkanisieren im Zylinder zu unterbinden. Von den genannten Besonderheiten abgesehen, verläuft der Spritzgießvorgang prinzipiell ähnlich dem beim Thermoplastspritzgießen. Die Schnecke knetet und mischt die Formmasse, die dadurch homogen aufbereitet wird. Dadurch lässt sich z.B. gegenüber dem Pressen, bei dem durch die Wärmezufuhr von außen eine inhomogene Temperaturverteilung entsteht, eine Qualitätsverbesserung der hergestellten Formteile erzielen. Der Vorgang verläuft auch relativ schnell. Beim Strömen in der Düse und in den Angusskanälen entsteht Reibungswärme. Dies verkürzt die Vulkanisierzeit. Dadurch wird der Spritzgießprozess besonders wirtschaftlich. Einige mechanische Eigenschaften können bis zu 30% höher liegen als bei gepressten Elastomeren. Die hohe Materialviskosität macht relativ große Angussquerschnitte erforderlich. Sehr wirtschaftlich arbeiten so genannte Kaltläuferwerkzeuge. Dabei wird der Angusskanal im Werkzeug gekühlt. Man kann immer wieder durch die nicht vulkanisierende Masse im Kanal hindurchspritzen. Man verwendet beim Elastomerspritzgießen oft Spritzgießmaschinen mit mehreren Schließeinheiten für mehrere Werkzeuge und unterschiedlicher Teile, da die Vulkanisierzeit erheblich größer ist als die Aufbereitungszeit in der Spritzeinheit. Das macht das Elastomerspritzgießen besonders wirtschaftlich.

Der grundlegende Unterschied zwischen der Verarbeitung von Elastomeren (z.B. Naturkautschuk) und Thermoplasten (z.B. Polyproplylen) auf Spritzgießmaschinen zeigt die Temperaturverteilung in der Maschine. Bei Thermoplasten ist die Schnecke relativ heiß um Material zu schmelzen. Das Werkzeug hingegen ist relativ kalt um das gerade entstandene Formteil abzukühlen. Die Formstabilität ist durch das Unterschreiten der Erweichungstemperatur gegeben. Bei Elastomeren ist die Schnecke relativ kalt. Das Werkzeug jedoch heißer um die Vulkanisation (Vernetzung/Formgebung) zu ermöglichen. Eine Ausnahme bilden die thermoplastischen Elastomere.

Quelle: Wikipedia

 



Partner-Websites:        Kunststoff-Guide                   Kunststoff- Deutschland                   Industrie-Schweiz                   Schweizer-Verpackung

Erema Banner
Folgen Sie Kunststoff-Schweiz auf google+
Folgen Sie Kunststoff-Schweiz auf Twitter
Folgen Sie Kunststoff-Schweiz auf Facebook
Treten Sie der Gruppe Kunststoff Schweiz auf XING bei

 

 

Prestamo_Banner

     

Plasmatreat GmbH

 

 



 

 

 

 

 

Kunststoff-Schweiz - Das Kunststoff-Portal für die Schweizer Kunststoff-Industrie

 

Startseite

 

Branchen-Infos

Firmenporträts
Produkte-Nachrichten
Kunststoff-Guide
News-Corner
Messekalender
Fachartikel

 

Messe-Spezials

Fakuma Spezial
K Messe Spezial
Swiss Plastics Spezial

 

Marktplatz

Stellenmarkt
Maschinenbörse
Rohstoffbörse

 

Kunststoff Know-how

Kunststoff-Wissen
Kunststoff-Lexikon
Kunststoff-Wörterbuch
Werkstoffgruppen
Liste Kurzzeichen
Kunststoff-Geschichte

 

Service

Aus-/Weiterbildung
Science Guide
Verbände
Mediadaten
Besucherstatistik
Über Kunststoff-Schweiz
Links
Impressum / Kontakt





Kunststoff-Schweiz - das Internetportal für die Schweizer Kunststoff-Industrie

Der Titel der Seite wird von NetObjects Fusion generiert