Ausstellernews Fakuma 2023

G├ťNTHER Heisskanaltechnik GmbH
Ihr Hei├čkanal und Kaltkanal Spezialist

Firmenportr├Ąt >>>

G├ťNTHER auf der Fakuma 2023  - den Anwendern zuh├Âren und auf ihre Bed├╝rfnisse reagieren

Vom 17. bis 21. Oktober 2023 fand der Branchentreff der Kunststoffindustrie, die FAKUMA, in Friedrichshafen statt. 39.343 Fachbesucher und zufriedene Aussteller war das Res├╝mee des Messeveranstalters. Die Messeinhalte fu├čten insgesamt auf den Themens├Ąulen Digitalisierung, Automatisierung, Flexibilit├Ąt, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Auch der Technologief├╝hrer G├ťNTHER Heisskanaltechnik bediente diese Themenfelder. Mit der innovativen Heizungstechnologie BlueFlow®, die wesentlich schlanker, leistungsst├Ąrker und energieeffizienter ist, ist G├ťNTHER als Treiber der Energieeffizienz in der Kunststoffverarbeitung anerkannt.  Die BlueFlow®-Hei├čkanald├╝se kann aufgrund ihrer kompakten Bauweise schnell thermisch reagieren. Dies beg├╝nstigt eine problemlose Verarbeitung technischer sowie hochtemperaturbest├Ąndiger Kunststoffe. Auch wirkt sich der generelle Einsatz der Hei├čkanaltechnik auf die Nachhaltigkeit in der Spritzgussverarbeitung aus, da ein Hei├čkanalsystem Ressourcen schont und die Qualit├Ąt des endg├╝ltigen Kunststoffproduktes verbessert. Wenn man etliche Tonnen an Ang├╝sse einsparen kann, ist dies allein schon eine signifikante Einsparung, wie sich jeder ausrechnen kann. Perfekte Formteile reduzieren zudem die Ausschussrate auf ein Minimum.

G├╝nther Ein gelungener Auftritt auf der FAKUMA
Ein gelungener Auftritt von G├ťNTHER auf der FAKUMA

Prozesssicherheit beim Werkzeugwechsel
Man kennt das Problem - nach langer Zeit kommt ein Werkzeug wieder zum Einsatz und man schlie├čt das Werkzeug im Glauben an, dass alles stimmt. ├ärgerlich wenn zwischenzeitlich die Dr├Ąhte von Heizlast und Thermof├╝hler ge├Ąndert wurden und die Dokumentation nicht entsprechend angepasst wurde. So kann es bei der Inbetriebnahme zu einem Kurzschluss kommen. H├Ąufig ist dann der Thermof├╝hler nicht mehr nutzbar. Als Folge muss das komplette Werkzeug demontiert, die schadhaften Teile ausgetauscht und das Werkzeug wieder montiert werden. Ein unn├Âtiger und teurer Zeitverlust. Sind dann noch die Ersatzteile nicht vorr├Ątig und m├╝ssen bestellt werden, gehen schnell einige Tage f├╝r die Reparatur ins Land, in denen das Werkzeug eigentlich Teile produzieren sollte.

Der von G├ťNTHER Hei├čkanaltechnik auf der FAKUMA erstmals vorgestellte ÔÇ×blueMaster® check“ ist ein wertvolles Hilfsmittel f├╝r den Formen- und Werkzeugbau sowie f├╝r Spritzgie├čbetriebe. Die Messelektronik ist einem klassischen Industrie-Steckergeh├Ąuse verbaut, inkl. einer besonders sparsamen Sendetechnik via Bluetooth low energy sowie einem Akku. Die Messelektronik ermittelt mit einer geringen Messspannung zuverl├Ąssig, ob es sich um ein Thermoelement oder eine Heizlast handelt und gibt dar├╝ber hinaus bei Thermoelementen auch Auskunft ├╝ber die Polarit├Ąt. Der blueMaster® check pr├╝ft dabei s├Ąmtliche Kontakte gegeneinander. Die Diagnoseergebnisse werden in einer App auf einem beliebigen Endger├Ąt (Android, iOS) sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt. Anschlie├čend k├Ânnen diese gespeichert, exportiert und f├╝r Dokumentationszwecke archiviert werden.

Das Akku-System des blueMaster® check garantiert eine optimale Laufleistung ├╝ber einen kompletten Arbeitstag. Aufgeladen wird es ├╝ber ein handels├╝bliches USB-Netzteil. Die Sendeleistung reicht aus, um die Messergebnisse ├╝ber eine Entfernung von bis zu zehn Metern an ein Endger├Ąt zu ├╝bertragen.

G├╝nther blueMaster compact
Neben einer zus├Ątzlichen Variante des Regelger├Ątes ÔÇ×blueMaster® compact“ mit Display (im Vordergrund) stellte G├ťNTHER den ÔÇ×blueMaster® check“ (Hintergrund), ein wertvolles Hilfsmittel f├╝r den Formen- und Werkzeugbau sowie f├╝r Spritzgie├čbetriebe, vor.

Nahe am Kunden, die Sorgen und N├Âte erkennen
Auf der K-Messe im letzten Jahr hatte der Technologief├╝hrer im Bereich Hei├čkanal- und Kaltkanaltechnik, G├ťNTHER Heisskanaltechnik, neue Regeltechnik vorgestellt, die sowohl optimale Regelungseigenschaften, eine umfassende Konnektivit├Ąt und dank der dazu passenden App eine intuitive Bedienung aufweist. Nun wurde eine zus├Ątzliche Variante der neuen blueMaster® compact Temperatur-Regelger├Ąte mit integriertem Display vorgestellt. Gesch├Ąftsf├╝hrer Dr. Stefan Sommer: ÔÇ×Hier war einmal mehr unsere Stellung als Probleml├Âser gefragt. Hierzu ist es wichtig, nahe am Kunden zu sein und diesen stets bei seinen allt├Ąglichen Herausforderungen zu begleiten. Also seine N├Âte zu erkennen und so gezielt Entwicklungen anzusto├čen, die ihm Erleichterung, Prozessstabilit├Ąt und Effizienzsteigerung bietet. Daraus resultierte auch die Entscheidung die Temperatur-Regelger├Ąte der blueMaster® compact Variante nun auch mit einem Display auszustatten – bewusst f├╝r die Anwender, die im Betrieb kein Smartphone oder Tablet nutzen.“

Gleiches gilt auch f├╝r die nun auf der Fakuma pr├Ąsentierten Hei├čkanald├╝sen der Typen 8/10/12 SMT und NMT von 50 mm bis 200 mm mit konventioneller Heizung. Die positionssichere Heizungsfixierung erm├Âglicht eine exakte Temperaturf├╝hrung und platzsparendes Design.

G├╝nther Reger Betrieb auf dem Stand
Reger Betrieb auf dem Stand von G├ťNTHER.

Zukunftssicher

Die Gesch├Ąftsf├╝hrer Dr. Stefan Sommer und Siegrid Sommer waren mit der Fakuma 2023 zufrieden: ÔÇ×Es zeigte sich einmal mehr, dass die Technologieentwicklung in der Kunststoffindustrie ungebremst in Richtung Material- und Energieeffizienz geht. Sowohl die innovative Heizungstechnologie BlueFlow®, als auch Produktneuheiten wie der blueMaster® check fanden ein reges Interesse.“ Trotz des aktuell wirtschaftlich schwierigen Umfelds waren viele Besucher auf dem Stand und lie├čen keinen Zweifel an der Zukunftsf├Ąhigkeit des Werkstoffs Kunststoff aufkommen. ÔÇ×Die Herausforderungen, vor denen die Kunststoffindustrie steht, sind komplex“, sagte Siegrid Sommer . ÔÇ×Probleme wie Energie sparen, Ressourcen schonen, Automatisierung und Digitalisierung vorantreiben, sind die Trendtreiber der Gegenwart. Kosten senken und Ressourcen sparen – damit muss sich wohl jedes Unternehmen befassen, waren aber schon immer das Hauptaugenmerk von G├ťNTHER Heisskanaltechnik. Hochwertige und langlebige Hightech-L├Âsungen, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommen und dort unverzichtbar sind, waren auch schon vor vierzig Jahren gefragt. Unsere Produkte und L├Âsungen sollen Spritzgie├čern sowie Werkzeug- und Formenbauern neue M├Âglichkeiten er├Âffnen, mit h├Âherer Qualit├Ąt und Prozesssicherheit, schneller und kosteng├╝nstiger zu produzieren – auch in Zukunft.“


Biobasierte Kunststoffe im Fokus

Umfangreicher Erfahrungsschatz in der Verarbeitung von Biopolymeren.

Nachhaltigkeit ist mehr als nur Recycling. Nachhaltigkeit beginnt schon bei der Auswahl des Werkstoffes. Kunststoffe zum Beispiel werden aus ├ľl gewonnen, also einer endlichen Ressource deren Nutzung zudem hei├č diskutiert wird, weshalb Alternativen mit Blick auf eine nachhaltige Kunststoffwirtschaft an Bedeutung gewinnen. Biokunststoffe und biobasierte Werkstoffe er├Âffnen nicht nur technisch interessante Perspektiven, sondern unterst├╝tzen Unternehmen auch in ihren Strategien zur Nachhaltigkeit.

G├ťNTHER hauseigenes Technikum
Im Rahmen von mehreren Materialversuche testete G├ťNTHER Heisskanaltechnik im hauseigenen Technikum unterschiedliche Bio-Polymeren auf ihre Verarbeitbarkeit.

Lignocellulosisch in die Zukunft
Zun├Ąchst als Alternative zu petroleumbasierten Kunststoffen entwickelt, w├Ąchst der Anteil der Biokunststoffe laut European Bioplastics e.V. stetig, da sie in zahlreichen M├Ąrkten f├╝r immer mehr und anspruchsvollere Produkte verwendet werden. Deshalb erwartet man eine Ausweitung der Produktionskapazit├Ąten auf etwa 6,3 Mio. t im Jahr 2027. Dies ist auch zur├╝ckzuf├╝hren auf die starke Entwicklung von Polymeren wie Polyhydroxyalkanoate (PHA), Polymilchs├Ąure (PLA), biobasierten PAs (Polyamiden) sowie einem stetigen Wachstum von biobasiertem Polypropylen (PP).

Derzeit wird noch Rohmaterial der ersten Generation verwendet, aber es laufen Anstrengungen, auf die zweite Generation zu wechseln. Sogenannte Erste-Generation-Rohstoffe sind St├Ąrke, Zucker oder Zellulose. F├╝r die zweite Generation k├Ânnten die Ausgangsmaterialien aber auch lignocellulosisch sein, also etwa Zucker aus Bagasse, Stroh oder Biomasse. Es existieren auch Konzepte zur direkten Umwandlung von CO2 oder CH4 in gr├╝ne Bausteine, um den landwirtschaftlichen Schritt komplett zu ├╝berspringen. So wird die Anbaufl├Ąche f├╝r nachwachsende Rohstoffe zur Herstellung von Biokunststoffen auf 0,8 Mio. Hektar gesch├Ątzt und macht damit nur etwas mehr als 0,01 Prozent der weltweiten Agrarfl├Ąche aus, die bei ca. 5 Mrd. Hektar liegt. Bezogen auf die verf├╝gbare landwirtschaftliche Fl├Ąche ist dieser Anteil noch minimal und wird keine Konkurrenz zwischen den nachwachsenden Rohstoffen f├╝r Nahrungs- und Futtermittel und der Produktion von Biokunststoffen befeuern. Leider sind Biokunststoffe heute im Marktvergleich noch teilweise sehr hochpreisig, was zur Folge hat, dass bis zu einem Viertel der Fertigungskosten auf die Materialkosten entfallen. Dieser Umstand l├Ąsst viele Verarbeiter nach wirtschaftlichen L├Âsungen bei der Verarbeitung suchen. Die Hei├čkanaltechnik ist hier zu nennen, denn Hei├čkanalsysteme erm├Âglichen beim Spritzgie├čen ein Reduzieren der Zykluszeiten und sparen insbesondere Material und damit Kosten.

Verarbeitungsempfehlungen im Hei├čkanalsysteme
Noch ist der Erfahrungsschatz mit den zum Teil anspruchsvoll zu verarbeitenden, thermosensiblen Bio-Materialien gering, weshalb Verarbeitungsempfehlungen rar sind. Der Technologief├╝hrer im Bereich Hei├čkanal - und Kaltkanaltechnik G├ťNTHER Heisskanaltechnik, f├╝hrte daher Materialversuche mit unterschiedlichen Bio-Polymeren im hauseigenen Technikum durch. F├╝r die Durchf├╝hrung der Versuche wurden Standard-D├╝sen in verschiedenen Ausf├╝hrungen eingesetzt. So kamen offene und Nadelverschlussd├╝sen mit unterschiedlichen Querschnitten sowohl mit konventioneller als auch mit Dickschichtbeheizung zum Tragen. F├╝r die Versuche wurden unterschiedliche Probek├Ârper mit Volumina zwischen 1 und 8 cm┬│ gespritzt. Bewertet wurde die generelle Verarbeitbarkeit, das Formf├╝llverhalten anhand von F├╝llstudien, die Qualit├Ąt des Anspritzpunktes und das Verhalten nach einer simulierten Prozessunterbrechung. Die Ergebnisse der Materialversuche zeigten, dass Bio-Polymere der unterschiedlichen Hersteller sich erfolgreich mit den Hei├čkanal-Systemen verarbeiten lassen. Die verschiedenen PLA-Compounds lie├čen sich in einem weiten Prozessfenster in einem stabilen Prozess gut verarbeiten. J├Ârg Essinger, Leiter Anwendungstechnik bei G├ťNTHER, sagte nach dem Projekt: ÔÇ×Es zeigt sich einmal mehr, dass sich die BlueFlow©-D├╝se gerade bei thermoempfindlichen Materialen bew├Ąhrt. Die BlueFlow©-D├╝sentechnologie erm├Âglicht eine sehr viel pr├Ązisere und stabilere Temperaturf├╝hrung als g├Ąngige Heizer. So ist beispielsweise eine hohe Leistungskonzentration im vorderen D├╝senbereich realisierbar, was auch einen positiven Effekt auf die Prozessstabilit├Ąt und die Formteilgenaugkeit hat. Sie bietet damit die beste Voraussetzung f├╝r die Verarbeitung zum Beispiel von Polylactid (PLA)“.

G├ťNTHER Versuchswerkzeug
Das Versuchswerkzeug ist so aufgebaut, dass auswerferseitig Wechseleins├Ątze mit verschiedenen Ausf├╝hrungen von Probek├Ârpern eingesetzt werden k├Ânnen.

Prozesssicher mit Hei├čkanal verarbeiten
Auch Materialversuche mit den PHA-Typen von BIO-FED, einem Tochterunternehmen der AKRO-PLASTIC GmbH, wurden im Technikum durchgef├╝hrt. Diese sind thermisch noch empfindlicher und die Scherbelastung ist kritischer zu bewerten. F├╝r die Durchf├╝hrung wurde ein Zweifach-Versuchswerkzeug von G├ťNTHER eingesetzt. Das Werkzeug war so aufgebaut, dass auswerferseitig Wechseleins├Ątze mit verschiedenen Ausf├╝hrungen von Probek├Ârpern eingesetzt werden konnten. F├╝r die Versuche mit der offenen Hei├čkanald├╝se wurde eine ÔÇ×Scheibe“ als Probek├Ârper und f├╝r die Nadelverschlussd├╝se ein ÔÇ×Zugstab“-Probek├Ârper gew├Ąhlt. Die D├╝senseite kann wahlweise mit offenen D├╝sen mit Spitze oder mit Nadelverschlussd├╝sen ausgef├╝hrt werden.

F├╝r die Versuche mit offenem Hei├čkanal kamen zwei 6SHF80-D├╝sen von G├ťNTHER zum Einsatz, bei denen die W├Ąrme ├╝ber die W├Ąrmeleitspitze aus einem gut w├Ąrmeleitenden Metall in den Anspritzpunkt geleitet wird. Hierdurch wird ein weitestgehend gleichm├Ą├čiges ├ľffnungsverhalten der Anspritzpunkte in Verbindung mit einer guten Qualit├Ąt des Anspritzpunktes erzielt. F├╝r die Versuche wurde der Probek├Ârper ÔÇ×Scheibe“ mit einem Anspritzpunkt-Durchmesser von 1,2mm gew├Ąhlt; die Hei├čkanald├╝se wurde mit dem Nennma├č 80 mm in den Vorkammereinsatz eingesetzt. Verarbeitet wurden die Bio-Polymere der Typen M-Vera GP 1045 und GP 1012 bei einer Verarbeitungstemperatur von 150┬░C (Spritzaggregat und Hei├čkanal) und einer Werkzeugtemperatur von 40┬░C.

Der Verarbeitungsprozess verlief stabil ohne Druckschwankungen. Danach wurde die Hei├čkanal-D├╝sentemperatur schrittweise auf 135┬░C reduziert, ohne dass es zu Prozessschwankungen kam. Nach einer simulierten Prozessunterbrechung von 15 Minuten war das Wiederanfahren ohne Einschr├Ąnkungen m├Âglich. Als gut zu bewerten war auch die Anspritzpunkt-Qualit├Ąt der D├╝se mit Spitze.

Bei dem Materialtyp GP 1012 wirken Naturfasern als Nukleierungsmittel. Um diesen Effekt zu testen, wurde bei beiden Materialtypen die K├╝hlzeit auf ein Minimum reduziert und das Auswerfverhalten verglichen. Die Probek├Ârper aus GP 1012 konnten nach einer K├╝hlzeit > 3 Sekunden entformt werden, ohne dass die Artikel eine Deformation zeigten. Bei einer K├╝hlzeit ÔëĄ 3 Sekunden ist eine leichte Deformation erkennbar. Beim Entformen der Probek├Ârper aus GP 1045 ist eine K├╝hlzeit von > 8 Sekunden erforderlich, um die Teile ohne Verzug zu entformen. Um die Prozessf├Ąhigkeit ├╝ber einen etwas l├Ąngeren Zeitraum zu pr├╝fen, wurden anschlie├čend beide Materialtypen jeweils ├╝ber 1 Stunde mit den optimierten Parametern verarbeitet. Die Auswerte-Graphiken zeigen hier einen konstanten Prozess ├╝ber diesen Zeitraum.

G├ťNTHER Probek├Ârper
Die ÔÇ×Stab“-Probek├Ârper mit den beiden Bio-Polymere-Typen M-Vera GP 1045 und GP 1012 hatte eine Wanddicke von 2 mm und eine Flie├čwegl├Ąnge von ca. 90 mm.

Pr├Ąziser im ├ľffnungsverhalten
F├╝r den Versuch mit dem Nadelverschluss-System wurden zwei Hei├čkanal-D├╝sen vom Typ 8NHT2-80LA eingesetzt. Bei einem Nadelverschluss-System ist das ├ľffnungsverhalten noch pr├Ąziser und die Qualit├Ąt des Anspritzpunktes in Bezug auf Optik und Haptik am besten. Der Anspritzpunkt betrug hierbei 2 mm. Im Einsatz waren Verschlussnadeln vom Typ 3NHP, die mit einer maximalen Nadelschlie├čkraft von 800 N ├╝ber ein pneumatisch bet├Ątigtes Einzelnadelventil bewegt werden. Der gew├Ąhlte ÔÇ×Stab“-Probek├Ârper hatte eine Wanddicke von 2 mm und eine Flie├čwegl├Ąnge von ca. 90 mm. Beide Bio-Polymere-Typen M-Vera GP 1045 und GP 1012 haben sich bei einer Hei├čkanal-Temperatur von 150┬░C und einer Werkzeugtemperatur von 40┬░C in einem stabilen Prozess verarbeiten lassen. Es konnten bei gleicher D├╝sentemperatur eine gleichm├Ą├čige F├╝llung der Kavit├Ąten beobachtet werden. Die maximale Nachdruckzeit, bei der die Nadeln noch sicher schlie├čen, liegt bei 18 Sekunden. Sobald die Nachdruckzeit ├╝ber diese 18 Sekunden hinausgeht, muss mit einem ├ťberladen des Artikels im Bereich des Anspritzpunktes und einem nicht mehr korrekten Schlie├čen der Nadel gerechnet werden. Wird am Ende der Nachdruckphase die Nadel geschlossen, so muss ein Teil der vor der Nadel befindlichen Schmelze in die Kavit├Ąt verdr├Ąngt werden, damit die Nadel den Anspritzpunkt korrekt verschlie├čen kann. Je st├Ąrker die Kunststoffschmelze bereits kristallisiert ist, umso schwieriger wird es, diesen Kunststoff noch zu verdr├Ąngen. Es kann dann zu einem ├ťberladen des Angussbereiches kommen oder es verbleibt ein kleiner Zapfen auf dem Artikel, weil die Nadel den Anspritzpunkt nicht mehr komplett verschlie├čen kann.

Nach einer simulierten Prozessunterbrechung von 15 Minuten konnte bei beiden Material-Typen der Prozess ohne Einschr├Ąnkungen wieder gestartet werden. Die ersten Teile zeigten eine leichte Verf├Ąrbung. Der Vergleich in Bezug auf die K├╝hlzeit zeigte, dass das Bio-Polymer GP 1045 und auch das Bio-Polymer GP 1012 nach einer K├╝hlzeit von 3 Sekunden problemlos entformt werden konnte. Allerdings sind bis zu einer K├╝hlzeit von 6 Sekunden Eindr├╝cke/Verformung durch die Auswerferstifte erkennbar. Deshalb empfiehlt es sich, um Artikel mit einer Wanddicke ca. 3 mm ohne Verformung bzw. Eindr├╝cke entformen zu k├Ânnen, eine K├╝hlzeit von > 6 Sekunden. Dar├╝ber hinaus ist es empfehlenswert, eine angussnahe Temperierung, die separat betrieben werden kann, vorzusehen. Der Spritzdruckverlauf der Nadelverschlussd├╝se bei der Verarbeitung des Materials M-Vera GP 1012 zeigte keine Auff├Ąlligkeiten. Auch die Dokumentation der Prozessf├Ąhigkeit mit einer Laufzeit von 1 Stunde zeigt einen stabilen Prozess.

Biobasierte Materialien im Alltag
Im Juli 2021 wurde das EU-weite Verbot von Einweggeschirr aus Plastik eingef├╝hrt, was dazu f├╝hrte, dass ein Hersteller dieser Produkte sein Portfolio umstellen musste und nun Artikel aus einem biobasierten PP (Durasens Pure L40 Food) mit Holzzusatz fertigte. Das Besteck aus diesem biobasierten Material ist f├╝r den mehrmaligen Gebrauch (bis zu 125 Sp├╝lg├Ąnge im Geschirrsp├╝ler) geeignet. Hergestellt wird dieses Besteck in einem Werkzeug mit einem 24fach- und einem 48fach-Nadelverschluss-Hei├čkanal-System. Um das Schussvolumen von ca. 5cm┬│/D├╝se zu verarbeiten, kommen die Nadelverschlussd├╝sen Typ 6NHF50LA-1,4 (mit BlueFlow®-Heizung) mit einem Anspritzpunkt-Durchmesser von 1,4mm und dem zweigeteilten Schaft f├╝r eine gute thermische Trennung zwischen temperiertem Werkzeug und Hei├čkanal zum Einsatz. Die Verarbeitungstemperatur f├╝r diese Materialtype liegt zwischen 160 und 200┬░C. Bei einer Werkzeugtemperatur von 70┬░C konnten die Nadeln nach einer Nachdruckzeit von 20 Sekunden noch sicher schlie├čen.  

Kaffeekapseln sind nicht nur praktisch zu handhaben, sondern sie punkten mit einem exzellenten Aroma und besonders dichter Crema. Da es sich bei diesen Kapseln um ein Einwegprodukt mit hohen St├╝ckzahlen handelt, bietet sich auch hier der Einsatz von biobasiertem Polymer an. Auch hier bewiesen G├ťNTHER-D├╝sen ihre Leistungsf├Ąhigkeit bei der Verarbeitung der PLA-Biopolymere. Bei dieser Anwendung werden die Kapseln mit einem 48fach-Werkzeug mit Nadelverschlusstechnik gefertigt. Hierbei werden die Artikel ├╝ber Hei├čkanal-D├╝sen vom Typ 6NMT80LA-1,2 direkt angespritzt. Das Schussvolumen/D├╝se betrug 0,6cm┬│ und wurde mit einer Einspritzzeit von 0,2s bei einer Verarbeitungstemperatur von 190...200┬░C (Werkzeugtemperatur ca. 25┬░C) eingespritzt. Die Zykluszeit lag bei etwa 5 Sekunden.

G├ťNTHER Kaffee-Kapseln
Auch Produkte des t├Ąglichen Lebens wie etwa Kaffee-Kapseln werden bereits aus Biopolymeren hergestellt.

Diese Beispiele zeigen, dass der Erfahrungsschatz mit den anspruchsvoll zu verarbeitenden, thermosensiblen Bio-Materialien bei G├ťNTHER Heisskanaltechnik mittlerweile umfangreich ist. Durch den permanenten Willen zur Optimierung und zur Entwicklung neuer Produkte unter Einbeziehung von neuen Fertigungsm├Âglichkeiten hat der Frankenberger Spezialist wieder neue Standards gesetzt, auch in der Verarbeitung von Biokunststoffen sowie biobasierten Werkstoffen und unterst├╝tzt so die Unternehmen in ihren Nachhaltigkeit-Strategien.


Firmenportr├Ąt

Produkte >>>

Branchen >>>

Ihre Vorteile >>>

Produkt-News >>>


Seit 40 Jahren in der Hei├čkanaltechnik – erfolgreich in die Zukunft
G├ťNTHER Heisskanaltechnik ist ein international erfolgreiches Unternehmen. Was unsere rund 240 Mitarbeiter antreibt, sind die Herausforderungen und individuellen Bed├╝rfnisse unserer Kunden. Unseren Kunden stehen kompetente Ansprechpartner sowohl fachlich beratend als auch im Service zur Seite – an unserem Unternehmenssitz ebenso wie in unseren nationalen und internationalen Vertriebsb├╝ros.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Firmemsitz

Ob f├╝r die effektive Verarbeitung von Thermoplasten oder den pr├Ązisen Kaltkanalspritzguss: Wir entwickeln und produzieren mit viel Leidenschaft und ├╝ber 35-j├Ąhrigem Know-how innovative L├Âsungen rund um Hei├čkanaltechnik und Kaltkanaltechnik. F├╝r maximale Prozesssicherheit, mehr Gestaltungsfreiheit bei der Produktion, beste Qualit├Ąt der Formteile und h├Âchste Wirtschaftlichkeit. ├ťbrigens: So komplex Ihre Anforderungen rund um Hei├čkanal oder Kaltkanal auch sind, die Bedienung unserer Systeme ist stets einfach.

 


Produkte

G├ťNTHER Hei├čkanalsysteme & Kaltkanalsysteme – die ganze Bandbreite innovativer Technik f├╝r Spritzguss und LSR-Verarbeitung
Erleben Sie zukunftsweisende Technologien in Sachen Hei├čkanal und Kaltkanal. Ob Hei├čkanalsysteme f├╝r pr├Ązise Formteile aus Kunststoff oder Kaltkanalsysteme f├╝r die Silikon-Verarbeitung: Mit unserem Pioniergeist und jahrzehntelanger Erfahrung arbeiten wir permanent an der Weiterentwicklung neuester Fertigungs- technologien, innovativer und anwenderfreundlicher Produkte, modularer Standardsysteme und individueller Speziallo╠łsungen f├╝r unterschiedlichste Anwendungen.

Hei├čkanaltechnik & Kaltkanaltechnik – f├╝r jede Anforderung die passende Spritzguss-L├Âsung
Unser umfangreiches Produktsortiment sorgt f├╝r h├Âchste Pr├Ązision und  Qualit├Ąt, sichere und schnellere Prozesse, weniger Ausfallzeiten und  Wartung. Profitieren Sie von leistungsstarken Hei├čkanald├╝sen f├╝r den Kunststoffspritzguss, ausgefeilten Nadelverschlusssystemen, Hei├čkanalverteilern, Kaltkanald├╝sen zur LSR-Verarbeitung sowie Anschlusselementen und vielem mehr. Abgestimmte Regel- und Steuertechnik, elektrische Verbindungen und das passende Zubeh├Âr sorgen f├╝r einen reibungslosen Betrieb.


Produkt├╝bersicht
ÔÇó Hei├čkanalsysteme >>>
ÔÇó Kaltkanalsysteme >>>
ÔÇó Regel-/Steuertechnik >>>
ÔÇó Elektrische Verbindungen >>>
ÔÇó Zubeh├Âr >>>
 

Hei├čkanalsysteme - Infos >>>
Schnell, pr├Ązise, flexibel: F├╝r hochwertigste  Kunststoff-Verarbeitung entwickeln wir ma├čgeschneiderte Hei├čkanalsysteme f├╝r jede Anwendung. Mit modernster Produktionstechnik, perfekter  Angussqualit├Ąt und h├Âchster Prozesssicherheit.

Innovative Hei├čkanaltechnik f├╝r mehr Wirtschaftlichkeit und Qualit├Ąt beim Spritzgie├čen
Optimieren Sie Ihre Fertigungsprozesse und senken Sie gleichzeitig Ihre Produktionskosten mit leistungsstarken Hei├čkanalsystemen.

G├ťNTHER ist Technologief├╝hrer in der Hei├čkanaltechnik. Wir stehen f├╝r 35-j├Ąhrige Expertise, maximale Prozesssicherheit, perfekte Angussqualit├Ąt und h├Âchste Pr├Ązision – genau nach Ma├č f├╝r Ihre Anwendungen!

G├╝nther Heisskanaltechnik - Heisskanalsysteme


Kaltkanalsysteme - Infos >>>
G├ťNTHER bietet hervorragende L├Âsungen in der Kaltkanaltechnik –  komplette Kalte Seiten, die als Normalie zugekauft werden und sich  effizient in entsprechenden Werkzeugen integrieren lassen.

ColdFlow
Wir konfigurieren Kaltkanalsysteme zur Verarbeitung des anorganischen Zweikomponenten-Elastomerwerk- stoffs LSR (Liquid Silicone Rubber) mit derselben Leidenschaft, mit der wir Hei├čkanalsysteme konstruieren und fertigen. Einfache Bauweise, modularer D├╝senaufbau und sehr gute thermische Trennung zwischen D├╝se und Kavit├Ąt sind dabei die entscheidenden Voraussetzungen unserer hervorragenden Kaltkanalsysteml├Âsungen, die wir stetig f├╝r Sie weiterentwickeln.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Kaltkanalsysteme


Steuer-und Regeltechnik - Infos >>>

Smarte Steuerung und benutzerfreundliche Hei├čkanalregelger├Ąte
G├ťNTHER Hei├čkanalregler und Steuertechnik sind exakt auf die Bed├╝rfnisse der Anwender zugeschnitten. Mit innovativen Technologien l├Âsen wir auch in diesem Bereich die Herausforderungen von Morgen: mehr Energieeffizienz, mehr Produktivit├Ąt und mehr Qualit├Ąt.

Durch die intelligente Vernetzung von Maschinen und Produkten optimieren wir diese Prozesse. Die smarten und hochpr├Ązisen Hei├čkanalregelger├Ąte unserer blueMaster-Reihe stellen die zukunftsweisende Plattform f├╝r den digitalen Fortschritt dar und er├Âffnen den Nutzern neue M├Âglichkeiten in Richtung Industrie 4.0.

Der blueMaster compact
Der blueMaster compact wird ├╝ber das Smartphone per App gesteuert, dadurch kann das Temperaturregelger├Ąt an der Spritzgussmaschine frei platziert werden. Das innovative Hei├čkanalregelger├Ąt optimiert automatisch die Temperaturregelung, verf├╝gt ├╝ber eine Aufheizfunktion und eine grafische Temperaturanzeige, die die Dateninterpretation erleichtert. Die intuitive Men├╝f├╝hrung erm├Âglicht es selbst unerfahrenen Benutzern, ein Hei├čkanalsystem einzurichten. Angeboten wird der blueMaster compact in drei Varianten.
Ôľ║Mehr Infos >>>

G├╝nther blueMaster compact

Der blueMaster pro
Der blueMaster pro ist f├╝r alle k├╝nftigen Technologien konzipiert und f├╝hrt alle an einem Prozess beteiligten Maschinen in der Kommunikation untereinander zusammen. Die Bedienung erfolgt direkt am Ger├Ąt oder per Browser von ├╝berall dank der standardisierter Datenschnittstelle OPC UA. Zudem vereint der smarte Temperaturregler F├Ąhigkeiten wie Hei├čkanaldiagnose, Aufheizfunktion, selbstoptimierende Reglung, Benutzerkontensteuerung und Werkzeugdatenbank. F├╝r die sichere und pr├Ązise Regelung komplexer Hei├čkanalsysteme wird er in vier Varianten angeboten.
Ôľ║Mehr Infos >>>

G├╝nther blueMaster pro


Elektrische Verbindungen - Infos >>>
F├╝r eine problemlos funktionierende Steuerung und Regelung der G├ťNTHER Hei├čkanal- und Nadel- verschlusstechnik sollten unsere eigens daf├╝r konzipierten elektrischen Verbindungen eingesetzt werden.

Die ben├Âtigten Verbindungskabel werden in Abstimmung mit den Kundenanforderungen in unserem Haus konfektioniert.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Elektrische Verbindungen


Zubeh├Âr - Infos >>>
Der reibungslose Betrieb der G├ťNTHER Hei├čkanalsysteme sowie eine effektive Reinigung und Wartung lassen sich am besten mit Zubeh├Âr aus unserem Hause sicherstellen.

F├╝r unsere Nadelverschlusssysteme bieten wir Ersatznadeln verschiedener Durchmesser, die zum Nadelwechsel ben├Âtigten Abziehvorrichtungen sowie Nadelf├╝hrungen und die dazugeh├Ârigen Titanringe.

F├╝r jede Hei├čkanalanwendung stellen wir passende Produkte wie Halterungen, Distanzringe, Dichtungen und Isolierkappen zur Verf├╝gung.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Zubeh├Âr


Branchen

F├╝r alle Branchen im Kunststoffspritzguss
Sie sind Anwender in der kunststoffverarbeitenden Industrie, Werkzeugbauer oder Konstrukteur? G├ťNTHER Heisskanaltechnik bietet Ihnen L├Âsungen f├╝r eine gro├če Bandbreite von Anwendungen mit unterschiedlichsten Werkstoffen, Werkzeugkonzepten und Fertigungsverfahren.

Unser Anspruch ist, f├╝r hohe Prozesssicherheit und gr├Â├čtm├Âgliche Kosteneffizienz bei unseren Kunden zu sorgen. Zuverl├Ąssigkeit, Funktionssicherheit, Pr├Ązision, Anschnittqualit├Ąt und Produktivit├Ąt sind damit nur einige der zwingenden Anforderungen, die wir in der t├Ąglichen Arbeit an unser Produktsortiment stellen.

Unsere Kompetenz beweisen wir seit vielen Jahren als f├╝hrender Anbieter  der Hei├čkanaltechnik – und zwar in allen f├╝r den Kunststoffspritzguss  relevanten Marktbereichen wie Automotive, Konsumg├╝ter, Elektronik, Medizintechnik oder Verpackungen. So werden G├ťNTHER Hei├čkanalkomponenten bei der Produktion von  filigranen Kosmetikdeckeln bis hin zu stabilen Automobil-Innenraumteilen weltweit erfolgreich eingesetzt.


Automotive
Kunststoffe werden im Fahrzeugbau dank ihrer vielseitigen Eigenschaften breit eingesetzt. Dabei reicht das Spektrum von Komponenten f├╝r den Fahrzeuginnenraum ├╝ber Fahrzeugau├čenbauteile bis hin zu Motorraumelementen. Als Konstrukteur, Werkzeugbauer oder Kunststofftechnik-Anwender mit Schwerpunkt auf der Automotive-Industrie w├╝nschen Sie sich eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das Ihre speziellen Anforderungen erf├╝llt.

Ôľ║Mehr zu Automotive >>>

G├╝nther Heisskanaltechnik - Automative


Konsumg├╝ter
In der Konsumg├╝terindustrie sind Kunststoffe erste Wahl – egal, ob es sich um Produkte f├╝r Haushalt und Garten oder Sport und Freizeit handelt. Das ist Ihnen auch als Werkzeugbauer oder Konstrukteur bewusst. Als Anwender aus der kunststoffverarbeitenden Konsumg├╝terindustrie legen Sie besonderen Wert auf die Sicherheit und Belastbarkeit der von Ihnen hergestellten Produkte sowie auf ihre perfekte Oberfl├Ąchenqualit├Ąt.

Ôľ║Mehr zu Konsumg├╝ter >>>

G├╝nther Heisskanaltechnik - Konsumg├╝ter


Elektronik
Kunststoffe sind ein sehr wichtiger Bestandteil in allen Produkten der Elektroindustrie. In elektronischen Artikeln verwendete Bauteile – wie Bodenplatten, Mikroschalter oder Steckdosenabdeckungen – werden mittels moderner Spritzgusstechnik produziert und m├╝ssen vielf├Ąltigen Qualit├Ątskriterien gen├╝gen. Das ist Ihnen als Werkzeugbauer, Konstrukteur oder Kunststofftechnik-Anwender voll bewusst, weshalb Sie sich einen kompetenten Partner f├╝r Ihre Produktion w├╝nschen.

Ôľ║Mehr zu Elektronik >>>

G├╝nther Heisskanaltechnik - Elektronik


Verpackungen
Die gro├če Produktvielfalt der modernen Verpackungstechnik macht Kunststoffe hier unentbehrlich. Als Hersteller von Deckeln, Kappen und Verschl├╝ssen oder von D├╝nnwandbeh├Ąltern bis hin zu Boxen und Containern sind Sie auf eine gleicherma├čen effektive wie kosteng├╝nstige Produktion angewiesen. Als Werkzeugbauer oder Konstrukteur arbeiten Sie gerne mit einem zugleich innovativen und serviceorientierten Hei├čkanalspezialisten zusammen.

Ôľ║Mehr zu Verpackungen >>>

G├╝nther Heisskanaltechnik - Verpackungen


Medizintechnik
In der Medizintechnik sind Kunststoffe wirklich unersetzlich. Spritzen, Pipetten, Thermometer, Prothesen und vielf├Ąltige medizinische Instrumente sind aus Operationss├Ąlen und Arztpraxen nicht mehr wegzudenken. Als kunststoffverarbeitender Anwender in der Medizintechnikbranche – aber auch als Werkzeugbauer oder Konstrukteur – suchen Sie nach einem Partner, der Ihre speziellen Anforderungen an moderne Spritzgusstechnik absolut versteht und perfekt umsetzt.

Ôľ║Mehr zu Medizintechnik >>>

G├╝nther Heisskanaltechnik - Medizintechnik


Ihre Vorteile

Viele Vorteile zum Nutzen unserer Kunden
G├ťNTHER Heisskanaltechnik unterst├╝tzt Sie auf allen Ebenen und  in allen Prozessphasen – beginnend bei der Projektierung Ihrer  Produktidee und der daf├╝r optimierten Systemauslegung ├╝ber die  werkzeuggerechte Konstruktion bis hin zur Inbetriebnahme und Wartung.  Innerhalb des gesamten Produktionsprozesses bieten wir Ihnen kompetenten Support und intensive Beratung. Und dies nicht nur im Bereich unserer Standardsysteme. Auch f├╝r kundenspezifische Produktentwicklungen mit vom Standard abweichenden Merkmalen, speziellen Eigenschaften oder  ungew├Âhnlichen Baugr├Â├čen stehen wir jederzeit f├╝r Sie zur Verf├╝gung, um  Ihre individuellen Produktanforderungen und anwendungsspezifischen  Anspr├╝che zu erf├╝llen. Profitieren Sie von unseren Innovationen und Technologien.

Selbstverst├Ąndlich unterst├╝tzen wir Sie auch mit Software-Tools wie dem CADHOC-Designer, unserem Konfigurationsprogramm. Und nicht zuletzt: In praxisrelevanten Seminaren vermitteln wir Ihnen wertvolles Know-how aus der Hei├čkanaltechnik und geben Ihnen hilfreiche Praxistipps.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Ihre Vorteile


Service

Profitieren Sie von umfassenden Serviceleistungen
Unser Ziel ist die Entwicklung einer optimalen  technischen L├Âsung f├╝r Ihre individuellen Anforderungen. Zur  Unterst├╝tzung Ihrer Entwicklungs- oder Konstruktionsprozesse und Ihrer  t├Ąglichen Arbeit bieten wir Ihnen Konstruktions- und Berechnungsprogramme, unsere Anwendungsdatenbank sowie praxisnahe Seminare. Auch bei der anwendungsabh├Ąngigen D├╝sen- und Systemauswahl k├Ânnen Sie auf unsere Fachkompetenz setzen.

Umfangreiche unterst├╝tzende Informationen stehen im Downloadbereich f├╝r Sie bereit.

G├╝nther Heisskanaltechnik - Service


Produkt-News

So werden Bedienblenden sch├Ân und smart - Hinterspritzen von funktionalisierten Kunststofffolien

Im Auto-Innenraum, aber auch auf Ger├Ąte-Fronten von K├╝chenger├Ąten, werden mechanische Tasten und Kn├Âpfe immer mehr durch Touchscreens ersetzt. Oftmals reicht jedoch eine Auslegung der Bauteile unter optischen und haptischen Aspekten nicht aus. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung steigen die Anforderungen an Bedien- und Funktionsfelder und die Blende soll zum Human Machine Interface (HMI) werden.

G├╝nther Blende
Die Blende sollte die Grenzen hinsichtlich der Gestaltungsfreiheit und der zul├Ąssigen Umformgrade f├╝r die Transferveredelungsfolien aufzeigen.

Das Institut f├╝r Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK), ein Institut der OST – Ostschweizer Fachhochschule, widmet sich unter anderem auch der Funktions- und Prozessintegration, mit dem sich bei der Herstellung komplexer Kunststoffteile Kosten reduzieren lassen. Das IWK pflegt eine projektbezogene Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, so unter anderem auch mit G├ťNTHER Heisskanaltechnik GmbH mit dem Ziel, die Verbindung von Wissenschaft und Praxis f├╝r innovative L├Âsungen mit modernen Werkstoffen und Produktionstechnologien zu nutzen. Das IWK verf├╝gt entlang der gesamten Wertsch├Âpfungskette ein umfassendes Werkstoff-, Werkzeug- und Produktions-Know-how und kann mit seinen acht Fachbereichen (Spritzgie├čen / PUR; Compoundierung / Extrusion; Faserverbundtechnik / Leichtbau; Verbindungstechnik; Fertigungstechnik Metall; Mechanische Systeme; 3D-Druck / Additive Manufacturing und Simulation) Design-Projekte der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung umsetzen. Dies je etwa zur H├Ąlfte in Form von Direktauftr├Ągen aus der Industrie und als ├Âffentlich gef├Ârderte Projekte, vor allem durch die Innosuisse (Schweizerische Agentur f├╝r Innovationsf├Ârderung). F├╝r die Ergebnisse seiner innovativen Projekte erhielt das IWK verschiedenste Auszeichnungen, so u. a. den JEC-Award 2014, mit Rolls-Royce und der FACC AG den Materialica-Award 2017, den German Innovation Award 2018 und einige mehr.

Erarbeitung des Prozess-Know-hows
Die Anforderungen in Bezug auf Funktionsintegration vor allem im Bereich der Elektronik steigen stetig. Es gibt bereits verschiedene Technologien um die ben├Âtigten Elektronikkomponenten in wenigen, automatisierten Arbeitsschritten in die Kunststoffbauteile einzubringen. Doch trotz der rasanten Entwicklung gestaltet sich die praktische Umsetzung h├Ąufig herausfordernd. Bei dekorativen Bedienpanels mit integriertem Display m├╝ssen zum Beispiel die Bedien-, Design- und Funktionsfl├Ąchen miteinander verschmelzen. Das hei├čt, die Bedienblenden warten mit einer glatten hochwertigen Oberfl├Ąche ohne Unterbr├╝che auf, die sich im ausgeschalteten Zustand m├Âglichst unauff├Ąllig, beispielsweise als einheitliche schwarze Oberfl├Ąche pr├Ąsentieren. Dies bezeichnet man als Deadfront-Effekt. ├ťberwiegend kommen solche Produkte aus Asien, wo sie in Handarbeit montiert werden. F├╝r die europ├Ąischen Unternehmen besteht die Schwierigkeit darin, die stetig zunehmenden Anforderungen mit wirtschaftlich konkurrenzf├Ąhigen Produkten abdecken zu k├Ânnen. Das Hinterspritzen von funktionalisierten Kunststofffolien kann hier eine L├Âsung bringen. Bei dieser Technologie werden ein IMD- und ein IML-Prozess kombiniert, was bisher kaum so umgesetzt wird. Das IWK sollte unter Mitfinanzierung der Innosuisse die Umsetzung einer solchen Technologie f├╝r den Standort Schweiz untersuchen. Zum einen mussten die M├Âglichkeiten dieser Technologien aufgezeigt werden, zum anderen aber auch die Grenzen hinsichtlich der Gestaltungsm├Âglichkeiten der Blenden.

Wie Curdin Wick, Leiter des Fachbereiches Spritzgie├čen am IWK, erkl├Ąrt, waren neben dem Spritzgie├č- verarbeiter A. & J. St├Âckli AG, Netstal, welcher heute bereits erfolgreich Produkte mit IMD-Technologie umsetzt, und der KURZ Schweiz AG, Wallisellen, zwei weitere Schweizer Firmen an diesem Projekt beteiligt. F├╝r erste Grundlagenversuche zur Erarbeitung des Prozess-Know-hows wurde ein Werkzeug zur Herstellung einer einfachen Versuchsblende gebaut. In einem zweiten Schritt wurde dann eine neue Blende f├╝r einen Demonstrator von Grund auf entwickelt. Diese Demonstrator-Blende sollte die Grenzen hinsichtlich der Gestaltungsfreiheit und der zul├Ąssigen Umformgrade f├╝r die Transferveredelungsfolien aufzeigen und wies deshalb eine gr├Â├čere und st├Ąrker verformte Oberfl├Ąche auf. Ziel war es auch sogenannte Verschwinde- und Dead-Front-Effekte darzustellen. Hierbei zeigt sich bei Tageslicht ein geschlossenes Fl├Ąchendesign und bei Hinterleuchtung erscheint ein Bedienfeld oder ein transluzentes Dekor. Dieser Wechsel zwischen blickdichten Designfronten und illuminierten Dekoren oder Funktionsfeldern l├Ąsst sich nur mit einem speziellen Beschichtungsaufbau erzielen. Bei opaken Fl├Ąchen ist die St├Ąrke der Metallisierungs- oder Lackschicht h├Âher als bei semitransparenten.

G├╝nther Curdin Wick
Curdin Wick, ist am IWK Fachbereichsleiter Spritzgie├čen/PUR und Dozent Maschinentechnik.

Anforderungen ans Werkzeug
Das Besondere an diesem Projekt war die Kombination des IMD-Prozesses mit der IML-Technologie, welche bei der Firma St├Âckli in einer speziell daf├╝r ausgelegten Fertigungszelle funktionieren sollte. Die Dekoration der Blende erfolgt durch die sogenannte IMD-Technologie (In-Mold Decoration), einem Fertigungsverfahren, bei welchem eine Hei├čpr├Ągefolie durch das Spritzgie├čwerkzeug gef├╝hrt wird. Diese wird vor dem Schlie├čen des Werkzeugs ├╝ber einen Spannrahmen geklemmt und durch den Druck der Schmelze beim Einspritzen an die Innenwand der Kavit├Ąt gepresst. Die hohe Temperatur der Schmelze bewirkt, dass sich die Lackschicht der Hei├čpr├Ągefolie mit dem eingespritzten Kunststoff verbindet. K├╝hlt der Spritzling ab, l├Âst sich die Lackschicht der Hei├čpr├Ągefolie von der verwendeten PET-Tr├Ągerfolie und das fertig dekorierte Spritzgussteil kann entformt werden. Unterhalb der Schlie├čeinheit erfolgt das Aufwickeln der verbrauchten Tr├Ągerfolie, w├Ąhrend zugleich ein neuer Dekorbereich im vorgesehenen Bereich des Werkzeugs positioniert wird. Der Vorschub der Folie muss absolut exakt gesteuert werden, denn nur so lassen sich Serienteile mit gleichem Aussehen produzieren. Normalerweise ist diese Technik des Folien-Hinterspritzen mit kleineren Modifikationen an einer bestehenden Spritzgie├čmaschine m├Âglich. Ein automatisches Vorschubger├Ąt f├╝r die Hei├čpr├Ągefolie wird daf├╝r zus├Ątzlich an der beweglichen Aufspannplatte der Maschine angebracht. Vorteilhaft ist vor allem die einfache Integration von IMD in den Prozess, denn der Zyklus beim Spritzgie├čen wird nur durch die Dauer f├╝r die Positionierung der Folie verl├Ąngert.

Beim IML-Verfahren (In-Mold Labeling) werden zugeschnittene Tr├Ągerfolien in das Spritzgie├čwerkzeug per Handlingger├Ąt eingelegt. Durch Anlegen eines Vakuums oder statische Aufladung werden die Labels fixiert und anschlie├čend mit Kunststoff hinterspritzt. Mittels W├Ąrme und Druck verschwei├čen diese dann auf den Kunststoff in der F├╝ll- und Nachdruckphase zu einem Endprodukt. Beim IML ist besonders auf das Auslegen des Spritzgie├čwerkzeugs zu achten, denn bei falsch konstruierten Trennungslagen oder falscher Angusslage f├╝hrt dies zu Problemen im Fertigungsprozess.

G├╝nther Technikum IWK
Im Technikum des Instituts f├╝r Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) in Rapperswil wurde die Anlage f├╝r die kombinierte IMD/IML-Anwendung zur Serienreife gebracht.

Hei├čkanaltechnik f├╝r die optimale L├Âsung
Nach den ersten Grundlagenversuche und Erarbeitung des Know-hows mit unterschiedlichen Folien und Kunststoffmaterialien an der Versuchsblende, setzte man das Werkzeug f├╝r einen ÔÇ×One-shot Process“ um. Auf der Vorderseite der Blende wurde im IMD-Verfahren der Lack aufgetragen und zeitgleich im IML-Verfahren auf der R├╝ckseite die Folien mit bedruckten Leiterbahnen hinterspritzt. Die Konnektierung dieser Folie erfolgt ├╝ber einen sogenannten Tail, der durch eine im Rahmen dieses Projektes entwickelten Technologie im Werkzeug ÔÇ×versteckt“ wird und muss nicht mehr wie ├╝blich seitlich ├╝ber das Bauteil und die Werkzeugtrennung ragen. Beim Hinterspritzen der Tr├Ągerfolien wurde auf das Know-how des Projektpartners Kurz zur├╝ckgegriffen, doch bei der Auswahl des Hei├čkanals und der entsprechenden D├╝se beharrte das IWK auf die leistungsstarke und nachhaltige Technologie von G├ťNTHER Heisskanaltechnik aus Frankenberg. Curdin Wick dazu: ÔÇ×G├ťNTHER Hei├čkan├Ąle und D├╝sen funktionieren absolut zuverl├Ąssig und zeichnen sie durch eine sehr genaue Temperaturf├╝hrung aus. Deshalb empfehlen wir diese Technologie von G├ťNTHER auch an unsere Projektpartner.“

Gerade wenn, wie in dieser Anwendung hohe optische Anforderungen, eine geringe Scherbeanspruchung sowie variable Angusspunkt-Querschnitte und eine hohe Prozesssicherheit gefragt sind, macht sich die ausgereifte Technik bezahlt. Curdin Wick hebt das eindeutige ├ľffnungsverhalten, die gleichbleibende Angussqualit├Ąt und die M├Âglichkeiten des sequenziellen Einspritzens hervor. ÔÇ×Ich erinnere mich noch an ein Projekt, bei welchem wir 2K-Sch├Ąume hergestellt haben. Daf├╝r hat G├ťNTHER eigens eine D├╝se entwickelt, welche auf Anhieb funktioniert hat.“ F├╝r das Bedienblenden-Projekt wurde die Hei├čkanald├╝se vom Typ 12NHT2-300S verbaut. Die Systemd├╝se mit konventionellem Heizelement wird mit dem Verteiler verschraubt. Die Ausf├╝hrung Typ LA erm├Âglicht ein Eintauchen bis auf den Artikel und ist somit konturgebend. In der Sonderausf├╝hrung mit Titanring als thermische Isolierung kann der Einsatzbereich der Nadelverschlussd├╝se auf Kunststoffe wie, Polyamide PA-4.6, PA-6.6, HTN, thermoplastische Polyester (PET, PBT), fl├╝ssigkristalline Polymer (LCP) und Polyetheretherketon (PEEK) erweitert werden. Damit die Elektronikfolie (PET-Tr├Ągerfolie) nicht besch├Ądigt wird, ist eine sehr gute Temperaturf├╝hrung notwendig. Auch hier konnte die Hei├čkanald├╝se des Typs 12NHT2-300S punkten. Denn eine optimale Verarbeitung erfordert eine durchgehend homogene Temperaturf├╝hrung und einen optimalen Schmelzefluss. Dies gelingt nur, wenn alle schmelzef├╝hrenden Bauteile beheizt und sehr gut isoliert sind, wie bei der G├ťNTHER-D├╝se. ÔÇ×Gerade beim Hinterspritzen der Folien mit den filigranen Strukturen war uns die homogene Temperaturf├╝hrung und ein bestm├Âglicher Schmelzefluss wichtig, damit die Folie nicht besch├Ądigt wird,“ erg├Ąnzt Curdin Wick. Das Projekt wurde nach 2 ┬Ż Jahren erfolgreich abgeschlossen und sowohl das Vorserienwerkzeug und der Demonstrator an die Partner ├╝bergeben, auch mit den entsprechenden Empfehlungen f├╝r den Einsatz von der G├ťNTHER Hei├čkanaltechnologie.

G├╝nther Heisskanald├╝se Typ 12NHT2-300S
F├╝r das Bedienblenden-Projekt wurde die Hei├čkanald├╝se vom Typ 12NHT2-300S verbaut.

Kombination beider Prozesse m├Âglich
Das Institut f├╝r Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) wies mit diesem Projekt nach, dass die Kombination dieser beiden Prozesse es erm├Âglicht, smarte, verformte 3D-Blenden im ÔÇ×One-shot Process“ herzustellen. Das Verfahren ist f├╝r ausgefallene verformte Blenden geeigneter als z.B. Hei├čpr├Ągen und eignet sich f├╝r eine Vielzahl verschiedener Anwendungen, wie etwa gro├čfl├Ąchige Abdeckungen mit Touchbedienung oder Dekorelemente mit Hinterleuchten der Transferveredelung. Auch lassen sich verschiedene Produktelinien (Preisklassen) mit dem gleichen Werkzeug herstellen. Die Hei├čkanaltechnik von G├ťNTHER sorgt dabei f├╝r eine hohe Prozesssicherheit beim Hinterspritzen der empfindlichen Sensorfolie, ohne welche die variablen Touchfunktionen nicht m├Âglich w├Ąren. Ferner zeigte sich, dass durch das Hinterspritzen von funktionalisierten Folien neuartige Bedienblenden wirtschaftlich gefertigt werden k├Ânnen.

Sensorfolien
Bei Sensorfolien mit einer filigranen Backgammon Struktur, d.h. die Leiterbahnstrukturen sind wie auf eine Backgammon Feld angeordnet, kann der Touch mit mehreren Fingern ausgewertet werden. Das funktioniert kapazitiv. Auch sind zum Beispiel l├Ąngs und quer verbaute Slide-Elemente m├Âglich. Ohne die physikalischen Beschr├Ąnkungen konventioneller Leiterplatten f├╝r Tastenanwendungen lassen sich so moderne Designs mit 3D-W├Âlbung oder attraktiver Dead-Front-Optik realisieren. Das Einbinden smarter Zusatzfunktionen wie Gestensteuerung und Hinterleuchtung ist ebenso m├Âglich.


Die gro├če Kunst der kleinen Teile - Mikrospritzguss in der Medizintechnik

Pr├Ązise Kunststoffbauteile mit feinsten Strukturen finden sich in vielen medizintechnischen Anwendungen. Ob f├╝r minimalinvasive Operationstechniken, neuartige Implantate oder moderne Analysemethoden: der Mikrospritzguss leistet hierbei einen bedeutenden Beitrag. Wer L├Âsungen im Bereich Mikrospritzguss sucht, kommt in Zukunft an G├ťNTHER Heisskanaltechnik nicht vorbei.

G├╝nther Nadelverschlusssystem
Die ├Âkonomischste Kombination f├╝r Spritzgie├čmaschinen im Tischformat: Das Nadelverschluss- system mit niedriger Bauh├Âhe, die zum Patent angemeldete Hubmechanismus-Technologie sowie die energiesparsamen Blueflow®-Heizer.

Bauteile f├╝r Medical Devices werden immer kleiner und die Anforderungen an ihre Pr├Ązision steigen. Wo der Bereich der Mikrospritzgussteile beginnt, ist zwar nicht verbindlich definiert, aber die konventionelle Spritzgie├čtechnik kommt bei der Fertigung solcher Teile an ihre Grenzen. Bei Produkten oder Bauteilen, die teilweise nur ein hundertstel Gramm wiegen und Toleranzen im Mikrometerbereich einfordern, ist die Herausforderung vielf├Ąltig. Denn f├╝r die winzigen Teile braucht es spezielle Werkzeuge, die die engen Toleranzen der Kundenspezifikationen erf├╝llen und dementsprechende Maschinen. Dazu kommt der zunehmende Einsatz technisch hochentwickelter Kunststoffe in der Medizintechnik, wie etwa PPSU oder PEEK. Polyetheretherketon (PEEK) zum Beispiel, ist ein spezieller Kunststoff, der von der Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt wurde und gerade im medizinischen Bereich neue Anwendungsm├Âglichkeiten er├Âffnet. Denn der leichte und gut zu verarbeitende Kunststoff kann andere Materialien ersetzen. Zum Mehrwert von PEEK gegen├╝ber Metallen, die h├Ąufig f├╝r Medizinprodukte spezifiziert werden, z├Ąhlen sein geringeres Gewicht, ├Ąsthetische und ergonomische Vorz├╝ge sowie Gesamtkostenvorteile und leichte Einf├Ąrbbarkeit.

Da die Hersteller von Mikrospritzgussteilen auch unter Kostendruck stehen, kommt eine weitere erschwerende Komponente hinzu. Zwar lassen sich Material und Energie einsparen, aber gerade wegen der teilweise besonderen Komponenten und der hochpr├Ązisen Werkzeuge sind die Mikrospritzguss-Maschinen oft teurer als normale 90-t-Maschinen. Eine Alternative sind hier Maschinen im Tischformat. Solche Maschinen sind auf kleine Schussgewichte zugeschnitten und verbrauchen deutlich weniger Energie. Diese haben aber wiederum den Nachteil, dass der Einbauraum f├╝r das Werkzeug wesentlich kleiner ausf├Ąllt. M├Âchte man aber nun einen Artikel f├╝r den Einsatz in der Medizinindustrie fertigen, ben├Âtigt man eine gleichbleibende sehr hohe Anspritzpunkt-Qualit├Ąt, die sich wiederum nur durch ein Nadelverschlusssystem garantieren l├Ąsst. Bei diesem wird normalerweise der Hubmechanismus in die hintere Werkzeugplatte des Spritzgusswerkzeugs eingearbeitet. Der zus├Ątzliche Platz f├╝r einen Hubmechanismus ist aber bei Maschinen im Tischformat nicht vorhanden. Eine Gemengelage, die die Hersteller von Mikrospritzgussteilen f├╝r die Medizintechnik immer dazu zwingt, teure Kompromisse einzugehen und ├╝berdies die Einsatzm├Âglichkeiten des Mikrospritzgie├čen begrenzt. 

G├╝nther Mikrospritzguss-Werkzeug
Das Mikrospritzguss-Werkzeug im Detail.

Herausforderung angenommen
Auf der K-Messe im letzten Jahr zeigte der Technologief├╝hrer im Bereich Hei├čkanal- und Kaltkanaltechnik, G├ťNTHER Heisskanaltechnik, ein Mini-Nadelverschlusssystem mit extrem niedriger Bauh├Âhe, welches die Vorteile des Mikrospritzguss mit denen der Nadelverschlusstechnik kombiniert. Zusammen mit dem Werkzeugbauer IES GmbH, mit Sitz im norddeutschen Braak, der h├Ąufig f├╝r Medizintechnik-Unternehmen arbeitet, und einem Hersteller f├╝r spezielle Mikrospritzguss-Maschinen, hat G├ťNTHER das Entwicklungsprojekt ÔÇ×Mikrospritzguss mit Nadelverschluss“ auf den Weg gebracht.

Seitens G├ťNTHER lag die gro├če Herausforderung in dem sehr geringen ├ľffnungsweg der Mikrospritzguss-Maschine. Da durch die geringen Abst├Ąnde zwischen Hei├čkanaltechnik und dem Mechanismus, der zum Verfahren der Nadeln verwendet wird, eine W├Ąrme├╝bertragung stattfindet, drohte immer ein Ausfall der beweglichen Komponenten im Hub-Mechanismus. Die Experten von G├ťNTHER beschlossen daraufhin, den Nadelverschluss-Mechanismus in die Maschinenaufspannplatte einzuarbeiten. Dadurch konnte man das Mikrospritzguss-Werkzeug problemlos fixieren und auch die Technik f├╝r das Verfahren der Verschlussnadeln positionieren. Im Nadelverschluss-Mechanismus wurden erstmalig Laufrollen f├╝r die Kraftumlenkung zwischen Hubelement und Schiebern eingesetzt. Eine geschwungene Nut, in der die Laufrollen verfahren, erm├Âglicht eine optimale Kraft├╝bersetzung. Der Einsatz der Laufrollen hat au├čerdem geringere Reibkr├Ąfte zur Folge, wodurch die Standzeit nachweislich deutlich erh├Âht wird. Die Funktionsweise des Nadelverschluss-Mechanismus kann so mit all seinen Vorz├╝gen genutzt werden, der Aufbau des Spitzgusswerkzeugs bleibt dabei so einfach wie bei einem herk├Âmmlichen Mikrospritzguss-System. Diese neue, zum Patent angemeldete Technologie, die in der Aufspannplatte verbaut wird, wird eine neue ├ära des Mikro-Spritzgusses einleiten.

Das kompakte vierfach Hei├čkanalsystem mit BlueFlow®-D├╝sen weist einen D├╝senabstand von 26 x 26 mm auf. Der Anspritzpunkt-Durchmesser bei der Direktanspritzung liegt bei 1 mm. Der balancierte Verteiler mit der au├čenseitig eingepressten Heizung garantiert eine optimale W├Ąrme├╝bertragung auf dem Verteilerblock. Das Ergebnis ist eine homogene Temperaturverteilung. Die G├ťNTHER Nadelverschluss-L├Âsung bietet so nicht nur eine niedrige Aufbauh├Âhe, sondern auch einen besonders guten Temperaturverlauf ├╝ber den kompletten Flie├čweg der Kunststoffschmelze im Hei├čkanalsystem. Durch das gute Temperaturprofil der Hei├čkanaltechnik k├Ânnen auch h├Âchst technische Kunststoffe auf kleinen, leistungsangepassten Spritzgie├čmaschinen verarbeitet werden. Der Werkzeugbauer IES startet in K├╝rze eine Testreihe f├╝r die Verarbeitung von Polyetheretherketon (PEEK).

G├╝nther Nadelverschlussd├╝se mit Sensor
Einmal zeigt die BlueFlow®-Technologie ihre Vorteile. Mit der Standardisierung der Dickschicht-Technologie lassen sich auch kleinste D├╝sen herstellen, die auch f├╝r den Mikrospritzguss Energieeffizienzpotenziale er├Âffnen.

Pr├Ązise Regelung f├╝r Mikro-Spritzgussteile
Abgerundet wird das Mini-Nadelverschlusssystem mit niedriger Bauh├Âhe durch den Einsatz des neuen Temperatur-Regelger├Ątes der blueMaster-compact-Serie. Dieses Regelger├Ąt ist f├╝r kleinere Anwendungen oder f├╝r den Einsatz im Servicebereich konzipiert und hebt die Temperaturreglung auf ein neues Level. Das Regelger├Ąt blueMaster compact 3 ist f├╝r bis zu drei Regelkreise ausgelegt und verf├╝gt ├╝ber eine adaptive Optimierung der Regelung, d.h. das Ger├Ąt passt sein Regelverhalten ohne Benutzereingriff der angeschlossenen Last an und es ist keine Einstellung von PID-Parametern mehr n├Âtig. Die Regelung bleibt selbst bei kleinsten Lasten stabil. Pro Zone stehen vier Betriebsarten (Regeln, Steuern, Leitbetrieb, Monitor) zur Verf├╝gung. Dr. Stefan Sommer, Techn. CEO-Assistant und Prokurist bei G├ťNTHER Hei├čkanal: ÔÇ×Der neu entwickelte Regel-Algorithmus ist noch pr├Ąziser und die automatische Adaptierung der Regelparameter garantiert eine gute Regelqualit├Ąt ohne ├ťberschwinger, was eine einwandfreie Verarbeitung von h├Âchst technischen Kunststoffe wie PEEK wichtig ist. Besonders wenn es sich um Mikro-Spritzgussteile handelt.“

Der neue Regler l├Ąsst sich von einer App aus bedienen, die selbst f├╝r User ohne Spritzgie├čausbildung leicht nutzbar ist. Das anwenderorientierte Intro mit Assistenzfunktionen und n├╝tzlichen Erkl├Ąrungen, gestaltet die Bedienung so einfach, dass eine Anleitung praktisch obsolet ist. Die zeitgem├Ą├če Men├╝f├╝hrung mit grafischen Temperaturanzeigen, ist f├╝r den Nutzer leichter zu interpretieren. Die App l├Ąsst sich auf alle g├Ąngigen Smartphones oder Tablet aufspielen und erm├Âglicht so eine ortsunabh├Ąngige Steuerung der Regelger├Ąte. Die Kommunikation erfolgt ├╝ber Bluetooth, sodass auch mehrere Regler bedient werden k├Ânnen.

Vorteile kombiniert
Der Einsatz des neuen Mikro-Nadelverschluss-System von G├ťNTHER erm├Âglicht es, die Vorteile des Mikrospritzguss mit denen der Nadelverschluss-Technik zu kombinieren. Der geringe Energieverbrauch sowie der schnelle und einfache Aufbau des Mikrospritzguss-Werkzeugs kombiniert mit der hohen Qualit├Ąt des Nadelverschluss-Systems machen die Mikrospritzguss-Fertigung durchweg flexibler, gleichzeitig aber auch sehr viel energieeffizienter. Alles Argumente, die Spritzgie├čverarbeitern von Medical Devices entgegenkommt, die auf Nachhaltigkeit und Energieeinsparungen setzen.


Verarbeitung von TPE mit Kork im Hei├čkanal-System - Thermoplastische Elastomere formen die Zukunft

Thermoplastische Elastomere (TPE) sind ein besonders interessanter Werkstoff f├╝r das Spritzguss-Verfahren, da TPE die Vorteile von Thermoplasten und Elastomeren kombinieren. In Verbindung mit TPE kommt zunehmend auch Kork als F├╝llstoff zum Einsatz, da dieser den Produkten eine angenehme Haptik und rutschfeste Oberfl├Ąchenstruktur verleiht. Doch Kork ist thermisch sensibel, was die Frage aufwirft, ob sich die Kombination TPE und Kork auch im Hei├čkanal verarbeiten l├Ąsst?

G├╝nther Kombination TPE und Kork
Die Kombination TPE und Kork sollte mit einem Hei├čkanal-Nadelverschluss-System auf seine Verarbeitbarkeit getestet werden.

Einsatzgebiete und Anwendungen, die ehemals dem vergleichsweisen teuren Naturkautschuk vorbehalten waren, werden mittlerweile auch mit TPE realisiert. TPE-Materialien lassen sich ├Ąhnlich leicht verarbeiten wie Thermoplaste. In Verbindung mit TPE kommt auch immer mehr Kork als F├╝llstoff zum Einsatz. Da Kork eine zellenartige Struktur hat, die leicht und hoch komprimierbar ist, kommt diese Materialkombination als Alternative f├╝r Griffen und Henkeln an Sportger├Ąten, Haushaltsgegenst├Ąnden und auch an medizinischen Hilfsmitteln (Griffe f├╝r Kr├╝cken) zum Einsatz. Zudem kann ein Compound aus TPE-Kork auch f├╝r 2K-Anwendungen in Verbindung mit PP oder PE eingesetzt werden.

Im Rahmen eines Kundenprojektes wurde im Technikum von G├ťNTHER Heisskanaltechnik ein solches TPE-Kork-Compound von Hexpol mit dem Handelsnamen Lifocork UV 501039 Natur mit einem Hei├čkanal-Nadelverschluss-System auf seine Verarbeitbarkeit getestet. Mit dem Versuch sollte ermittelt werden, inwieweit diese Lifocork-Type ohne nennenswerte Verf├Ąrbungen mit dem Hei├čkanal-System verarbeitet werden kann.

G├╝nther Heisskanal-D├╝se Nadelverschluss
Hei├čkanal-D├╝se Nadelverschluss mit PM-Nadelf├╝hrung Typ LA

Produkte mit natürlicher Ästhetik und Haptik
Lifocork erm├Âglicht das Herstellen von Soft-Touch-Designelementen mit dem nat├╝rlichen Aussehen von Kork. Es ist ein leichtes Material mit geringer Dichte, was zus├Ątzlich Gewichtseinsparungen erm├Âglichen kann. In der Zweikomponenten-Verarbeitung haftet Biokomposit an TPE, PP und PE. Die Compounds sind auf unterschiedlichen Basismaterialien wie TPS, EVA oder TPO in H├Ąrten von 50 bis 98 Shore A verf├╝gbar.. Sie lassen sich auch sch├Ąumen, so dass eine Dichte bis 0,45 g/cm┬│ erreicht wird. Ideal ist dieses Biokomposit f├╝r die Herstellung von Sportger├Ąten, Werkzeugen, Haushaltsgegenst├Ąnden, orthop├Ądischen Produkten, Spielzeug und das Fahrzeuginterieur geeignet.  Jochen Schneider, Gesch├Ąftsf├╝hrer von Hexpol TPE, Lichtenfels, hebt hervor: ÔÇ×Mit Lifocork-Biocomposites k├Ânnen Markeninhaber ihren Produkten eine nat├╝rliche ├ästhetik und Haptik verleihen."

J├Ârg Essinger, Leiter der Anwendungstechnik & Service bei G├ťNTHER Heisskanal, gibt jedoch zu bedenken: ÔÇ×Lifocork ist ein auf Styrol-Blockcopolymer basierendes TPE, welches 20 bis 30-prozentigen Korkanteil enth├Ąlt. Aufgrund dieses Korkanteils ist das Compound in Bezug auf die Spritzgussverarbeitung temperatur- und scherempfindlich, was zu einer deutlichen Verf├Ąrbung f├╝hrt. Eine reine W├Ąrmebelastung ist in diesem Zusammenhang weniger kritisch. Erst in Verbindung mit einer zu hohen Scherbelastung im Spritzprozess kommt es zur Verf├Ąrbung.“ Aus diesem Grund wurde f├╝r diesen Versuch im Technikum von G├ťNTHER Heisskanaltechnik ein 2fach-Werkzeug mit einem ÔÇ×Scheiben“-Probek├Ârper gew├Ąhlt. Als Hei├čkanal-D├╝se setzte das Team um J├Ârg Essinger eine Nadelverschlussd├╝se vom Typ 8NHT2-80 mit einem Schmelzekanal-Durchmesser von 8mm ein, um das Compound mit m├Âglichst geringer Scherbelastung zu verarbeiten. Diese D├╝se zeichnet sich durch ein sehr homogenes Temperaturprofil aus, was durch den zweigeteilten Schaft aus Titan und Stahl beg├╝nstigt wird. Das sorgt f├╝r eine hervorragende Isolierung im vorderen Schaftbereich und damit f├╝r einen ├Ąu├čerst geringen W├Ąrmeverlust zwischen Hei├čkanald├╝se und Kavit├Ąt. Damit ist diese Hei├čkanald├╝se perfekt f├╝r die Verarbeitung thermisch empfindlicher Materialien, technischer Kunststoffe und hochtemperaturbest├Ąndiger Polymere geeignet. Durch die geringe W├Ąrmeableitung wird eine schonende Verarbeitung des Lifocork-Materials erm├Âglicht. Da die Kork-Partikel eine Gr├Â├če zwischen 0,5mm und 1mm haben, muss der Anspritzpunkt > 1,2mm betragen. Bei dem Versuch wurde, um die Schmelze auch m├Âglichst stressfrei in die Kavit├Ąt einspritzen zu k├Ânnen, die PM-Nadelf├╝hrung Type LA 2,0 mit einem Anspritzpunkt-Durchmesser von 2,0mm eingesetzt.

Um die Verarbeitung m├Âglichst schonend bei geringem Staudruck durchzuf├╝hren, wurde eine niedrige Schneckendrehzahl gew├Ąhlt. Das Biokomposite wurde im Vorfeld etwa 3 Stunden bei 50 bis 60┬░C getrocknet. Die Temperatur der Schmelze betrug max. 180┬░C und die des Werkzeuges etwa 35┬░C. Getestet wurde die Prozessf├Ąhigkeit ├╝ber eine Laufzeit von 2 Stunden.

Die Versuche haben gezeigt, dass mit dem eingesetzten Hei├čkanal-System ein stabiler Prozess bei variablen Temperaturen von 140┬░C bis180┬░C m├Âglich ist. Je h├Âher hier die D├╝sentemperatur eingestellt wurde, um so dunkler wurden aber die Formteile. Auch getestet wurde die Prozessstabilit├Ąt nach einer Fertigungsunterbrechung. Nach etwa 10 Minuten konnte ohne nennenswerte Auff├Ąlligkeiten der Fertigungsprozesse wieder hochgefahren werden.

G├╝nther Kombination Technikum
Im Rahmen eines Kundenprojektes wurde im Technikum von G├ťNTHER Heisskanaltechnik das TPE-Kork-Compound auf seine Verarbeitbarkeit getestet.

Biobasierte TPE in den Fokus r├╝cken
Nachhaltigkeit ist viel mehr als nur ein Schlagwort. Da die meisten konventionellen Kunststoffe aus ├ľl gewonnen werden, also einer schwindenden Ressource, r├╝cken biobasierte TPEs als neue, umweltschonende Materialien f├╝r Produktentwicklungen in den Fokus. Dank Biokompositen k├Ânnen bei der Produktentwicklung fossile Rohstoffe durch nachwachsende ersetzt werden. Das geht einher mit einer CO2-Einsparung sowie einer geringeren Umweltbelastung und stellt gleichzeitig einen Schritt hin zu mehr Unabh├Ąngigkeit von Erd├Âl dar. Gerade f├╝r die Automobilbranche sind Werkstoffe wie Lifocork interessant, weil sie neben einer guten mechanischen Performance hervorragende D├Ąmmeigenschaften bei einer geringen Dichte mitbringen So kann Gewicht eingespart werden, Bauteile k├Ânnen also gleichzeitig leicht und umweltfreundlich gestaltet werden. Mit der Versuchsreihe zeigte G├ťNTHER auf, dass sich Biokomposite, wie Lifocork, mit einem Hei├čkanal-Nadelverschluss-System sehr gut verarbeiten lassen, ohne nennenswerte Verf├Ąrbungen. J├Ârg Essinger fasst zusammen: ÔÇ×Man sollte darauf achten, das Compound mit m├Âglichst geringer Scherbelastung zu verarbeiten. Da ist es sinnvoll eine niedrige Schneckendrehzahl zu w├Ąhlen, um den Staudruck gering zu halten. Weiterhin ist zu beachten, dass die D├╝se ein sehr homogenes Temperaturprofil aufweist, wie etwa unsere D├╝sen mit zweigeteiltem Schaft, welche f├╝r eine gute Isolierung im vorderen Schaftbereich und damit f├╝r einen ├Ąu├čerst geringen W├Ąrmeverlust zwischen Hei├čkanald├╝se und Kavit├Ąt sorgen. Mit diesen Rahmenbedingungen lassen sich Biokomposit prozessstabil und ohne nennenswerte Verf├Ąrbungen verarbeiten.“


Besuchen Sie uns auf der Fakuma. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand:
Halle A2 – Stand 2207

G├╝nther Heisskanaltechnik - LogoG├ťNTHER Heisskanaltechnik GmbH
Industriepark Nord
Sachsenberger Strasse 1
D-35066 Frankenberg (Eder)

Tel. +49 6451 5008 - 0
Fax +49 6451 5008 - 50

info@guenther-heisskanal.de
www.guenther-heisskanal.de


Vertretung f├╝r die Schweiz:
SOTECH Plastics AG
Herr Stefan Ostlender
Kurzweg 4
CH-4402 Frenkendorf

Tel. +41 79 511 56 06
info@so-tech.ch
www.so-tech.ch

Keywords
D├╝sen / D├╝sentechnik / Elektronische Steuerungen, freiprogrammierbare / Heisskanald├╝sen / Heisskanalregler / Hei├čkanalsysteme / Heisskanaltechnik / Heisskanalverteiler / Industriesteuerungen / Kaltkanaltechnik / Kompaktregler / Kunststoff / Mehrfachd├╝sen / Mehrkanalregler / MSR-Steuerungen / Nadelverschlussd├╝se / Regelanlagen / Regelger├Ąte / Regelschr├Ąnke / Regler, elektronische / Steuerger├Ąt / Steuerungen f├╝r die Antriebstechnik / Steuerungen f├╝r die Mess- und Regeltechnik / Steuerungen, elektronische, f├╝r Maschinen- und Anlagenbau / Steuerungstechnik / Temperaturregler, elektrische / Temperierger├Ąte

 

Startseite

Suchen

 

ÔëíMesse-Spezials

Fakuma 2024

Fakuma 2023

Fakuma 2021

Fakuma 2018

 

ÔëíMesseinformationen

Ausstellerliste 2023

Tickets & ├ľffnungszeiten

Messebeschreibung

Ausstellungsprogramm

Social Media

Anreise         

Unterkunft            

Tipps f├╝r Besucher

Tipps f├╝r Aussteller

 

ÔëíVaria

Swiss Plastics Expo Spezial

K Messe Spezial

Kunststoff-Guide

News-Corner

Impressum / Kontakt

 

 

 

 

Fakuma Spezial
Das Messe-Spezial rund um die Fakuma - pr├Ąsentiert
von Kunststoff-Schweiz und Kunststoff-Deutschland

Kunststoff-Schweiz - Das Kunststoff-Portal f├╝r die Schweizer Kunststoff-Industrie
Kunststoff-Deutschland - das Kunststoff-Portal f├╝r die deutsche Kunststoff-Industrie
Suchen
Fakuma 2024