Sulzer erzielte im ersten Halbjahr 2026 trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit, insbesondere im Nahen Osten, und langsamerer Projektentscheidungszyklen ein nachhaltiges Umsatzwachstum und verbesserte die Profitabilität stark. Der Umsatz stieg um 1,0% dank einem starken Basisgeschäft und anhaltendem Wachstum im Aftermarket-Bereich. Die EBITDA-Marge stieg um 110 Basispunkte auf 15,5% durch höhere Margen und kontinuierliche Verbesserungen in der operativen Effizienz. Der Free Cash Flow (CHF 12,8 Mio.) wurde durch Verzögerungen bei Kundenprojekten aufgrund des volatilen wirtschaftlichen Umfelds beeinflusst.
Ergebnisse auf Divisionsstufe Flow erzielte im ersten Halbjahr 2026 eine höhere Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von 13,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 12,3%. Der Umsatz stieg um 0,5%, während der Bestellungseingang um 1,4% zunahm. Dies lag vor allem am soliden Basisgeschäft im Bereich Energie und Infrastruktur. Der leicht tiefere Bestellungseingang im Bereich Wasser und Industrie war Störungen in den Lieferketten und Projektverzögerungen aufgrund der schwierigen geopolitischen Lage im Nahen Osten geschuldet.
Services steigerte im ersten Halbjahr 2026 weiter die Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von 17,7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 16,7%. Der Umsatz erhöhte sich um 4,4% dank anhaltender Nachfrage aus dem Energiesektor. Der Bestellungseingang blieb stabil und stieg im Jahresvergleich um 0,2% - trotz einer hohen Vergleichsbasis durch Grossaufträge im ersten Halbjahr 2025 und trotz aufgeschobener Servicezyklen bei Kunden durch höhere Energiepreise.
Chemtech sah sich auch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld. Während sich das Kerngeschäft für Trennungs- und Aufreinigungstechnologie (MTCS) stabilisierte, gestaltete sich das Geschäft für Technologien wie Biopolymere, Kohlenstoffabscheidung und nachhaltige Luftfahrttreibstoffe durch aufgeschobene Projektentscheide schwierig. Infolgedessen sank der Bestellungseingang um 22,7%. Der Umsatz ging aufgrund verzögerter Auslieferungszeiten um 4,9% zurück. Trotz eines tieferen Umsatzes blieb die EBITDA Marge mit 11.7% dank kontinuierlicher Umsetzung von Sulzer Excellence und bereits im H2 2025 initiierten Kostensenkungsmassnahmen stabil. Um die Kostenbasis weiter zu reduzieren, wurden Organisationsveränderungen beschleunigt. Chemtech soll künftig schlanker, schneller und noch kundenorientierter werden.
Sollten keine grösseren unvorhergesehenen Ereignisse eintreffen, bestätigt Sulzer seine Prognose für 2026 und die Aussicht auf ein stärkeres zweites Halbjahr. Sulzer´s Wachstumspotenzial bleibt unverändert hoch, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Bedeutung sicherer Infrastruktur für Wasser, Energie und Chemikalien.