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12.08.2020 Ceresana: Neue Studie zum Weltmarkt für Kunststoff-Masterbatches

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Für Getränke werden Farb- und Geschmacksstoffe oft nicht direkt mit Wasser vermischt, sondern lieber vorgefertigte, sofort einsatzbereite Sirup-Konzentrate verwendet. Ganz ähnlich werden bei der Kunststoffherstellung häufig nicht Pulver, Pasten oder flüssige Zusatzstoffe den Rohpolymeren zugegeben, sondern so genannte Masterbatches: Granulate mit einer hohen Konzentration von Farbmitteln, anderen Additiven oder auch Füllstoffen. Vorgemischte Konzentrate mit genau definierten Eigenschaften erleichtern die Verarbeitung und erhöhen die Prozess-Sicherheit: Farb-Masterbatches enthalten Pigmente oder Dyes; Additiv-Masterbatches verändern gezielt andere Eigenschaften von Kunststoffen. Dabei können verschiedenste Zusatzstoffe kombiniert werden, zum Beispiel Stabilisatoren, Antioxidantien, Antistatika oder Flammschutzmittel. Ceresana veröffentlicht nun die bereits zweite, vollständig überarbeitete Auflage der Marktstudie Masterbatches: Der weltweite Verbrauch von Kunststoff-Masterbatches wird bis zum Jahr 2027 auf voraussichtlich fast 4,5 Millionen Tonnen steigen.

Weißer Sonnenschutz und bunte Farben
Der meistverkaufte Masterbatch-Typ sind derzeit weiße Masterbatches. Die weltweite Nachfrage danach stieg in den letzten acht Jahren um durchschnittlich 2,1 % pro Jahr. Dabei ist Titandioxid (TiO2) das wichtigste Produkt: Die Kunststoffindustrie färbt mit diesen weißen Pigmenten in großem Umfang beispielsweise Spielsachen, Elektrogeräte, Automobil-Teile, Möbel oder Plastikfolien. Außerdem absorbiert Titandioxid UV-Strahlen und schützt daher gegen schädliche Sonnenstrahlen. An zweiter Stelle folgen Farb-Masterbatches, in die zum Beispiel bunte anorganische und organische Pigmente oder Effektpigmente eingearbeitet sind. Die Farbe Schwarz wird meist durch Carbon Black (Industrie-Ruß) erzielt. Carbon Black wird oft für leitfähige Verpackungen, Filme, Fasern, Formen, Röhren und Kabel verwendet; ein bekanntes Endprodukt sind aber auch Abfallsäcke. In vielen Kunststoff-Anwendungen, besonders für technische Polymere, bietet Carbon Black als Farbzusatz Vorteile: Ruß ist sehr widerstandsfähig gegenüber Farbveränderungen und Verblassen – sogar unter extremen Bedingungen im Freien.

Verpackungshersteller sind Hauptabnehmer
Der Verbrauch von Masterbatches folgt dem Weltmarkt für Kunststoffe: Die wichtigsten Endanwendungen sind Verpackungen, Bau-Produkte, Fahrzeuge, Elektro und Elektronik sowie weitere Industriegüter. Der bedeutendste Absatzmarkt im Jahr 2019 waren Verpackungen mit 36 % der gesamten Nachfrage. Mit beträchtlichem Abstand dahinter lag an zweiter Stelle die Bauindustrie, gefolgt von den Bereichen Industrie und Fahrzeuge. In die Kategorie "Verpackungen" fallen alle Masterbatches für flexible Kunststoff-Verpackungen, etwa Folien, Beutel und Säcke, und für starre Verpackungen, wie zum Beispiel Joghurtbecher, Dosen, Flaschen und Deckel.

Über Ceresana
Als eines der global führenden Marktforschungsinstitute ist Ceresana auf die Bereiche Chemikalien, Kunststoffe, Verpackungen und Industriegüter spezialisiert. Seit 2002 profitieren Unternehmen von hochwertigen Industrieanalysen und Prognosen. Über 180 Marktstudien liefern mehr als 10.000 Kunden in aller Welt die Wissensbasis für den nachhaltigen Erfolg.

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Ceresana_Marktstudie_Masterbatches