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04.09.2020 Krones und innocent: Bauen CO2-neutrales Abfüllwerk

Nach vielen Jahren der Lohnabfüllung hat sich der Smoothie- und Saftproduzent innocent dazu entschlossen, sein erstes eigenes Abfüllwerk zu bauen. Krones erhielt den Auftrag für vier komplette PET-Abfüllanlagen sowie die entsprechende IT-Landschaft. Das Thema Nachhaltigkeit stand bei "the blender", wie innocent sein Greenfield-Projekt bezeichnet, an oberster Stelle: Ziel ist es, eine komplett CO2-neutrale Fabrik zu bauen. "Aber auch der Wassereinsatz soll auf ein Minimum reduziert werden, denn wir möchten davon so viel wie möglich aufbereiten und wiederverwenden", erklärt Sam Woollett, Engineering and Facilities Lead. Jede der vier identischen PET-Linien verarbeitet bis zu 32.000 Behälter pro Stunde. Jährlich sollen im neuen Werk etwa 400 Millionen Flaschen gekühlter Getränke produziert werde. Insgesamt investierte innocent etwa 250 Millionen US-Dollar in das Projekt.

Vier komplette PET-Abfüllanlagen von Krones
Der Blasmaschinen-Füller-Block Contipure AseptBloc DA besteht aus einer Streckblasmaschine Contiform 3 Pro sowie einem aseptischen Füller Modulfill Asept. Beim Preform-Entkeimungsmodul Contipure D entschied sich innocent natürlich für eine besonders nachhaltige Ausführung. Diese erzielt eine geringere Total Cost of Ownership (TCO) dank einem niedrigeren Verbrauch an Wasserstoffperoxid, Dampf und Energie sowie kürzeren Vorbereitungszeiten. Alle Behälter werden nach dem Füllen mit einer Verschlusssicherung sowie – je nach Format – mit einem Rundum- oder Selbstklebe-Etikett ausgestattet. Die Modul-Etikettiermaschine Topmodul ist außerdem direkt mit dem Packer Variopac Pro FS geblockt.

Syskron digitalisiert alle Prozesse in der Fabrik
Als Digitalisierungsspezialist im Konzern entwickelte die Krones Tochter Syskron für innocent ein Turnkey-MES-Konzept, das durch entsprechende Schnittstellen auch das ERP-System, Prozessleit- und Lagerverwaltungssystem des neuen Werks integriert. Dieses enthält verschiedene Lösungen der IT-Dachmarke SitePilot, unter anderem das Produktionsplanungssystem Planning, das Auftrags- und Verwaltungssystem Line Management sowie Line Diagnostics zur Betriebsdatenerfassung und -analyse. Aus dem Bereich der Share2Act Services nutzt innocent künftig Connect: Mit diesem können sämtliche Informationen wie beispielsweise Schichtpläne digital allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.

Chief Blender Andy Joynson erklärt, dass "innocent beabsichtigt, mit ‘blender’ die interessanteste kleine Fabrik der Welt für gesunde Getränke zu bauen. Ihr Standort, der Hafen von Rotterdam, ist dabei nicht zufällig gewählt: Denn so können wir die Strecke zwischen dem Ankunftsort der Früchte aus Übersee und ihrem tatsächlichen möglichst gering halten. Das hilft uns, unseren CO2-Fußabdruck um etwa zehn Prozent zu reduzieren. Wir freuen uns, dass wir künftig unsere gesunden Getränke selbst in unserer eigenen Fabrik abfüllen können. Noch mehr aber: Wir können dabei sicherstellen, dass die Produktionsprozesse und das Werk mit unseren Nachhaltigkeitsstandards übereinstimmen."

https://www.krones.com/ https://www.krones.com/