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20.10.2014 Engel: 2013/14 auf hohem Niveau behauptet

Nach einem deutlichen Umsatzsprung im Gesch√§ftsjahr 2012/13 konnte sich ENGEL AUSTRIA im Gesch√§ftsjahr 2013/14 auf hohem Niveau behaupten. Weltweit erwirtschaftete der Spritzgie√ümaschinenbauer und Systemlieferant mit Stammsitz in Schwertberg, √Ėsterreich einen Umsatz von 935 Mio. Euro. F√ľr das aktuelle Gesch√§ftsjahr, das bis einschlie√ülich M√§rz 2015 l√§uft, rechnet die Unternehmensgruppe mit einem Umsatzwachstum von 7 Prozent.

Innovationen als Wachstumstreiber
"Die Auftragslage ist gut. Wir arbeiten in allen Werken mit einer guten Auslastung", berichtet Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding GmbH, w√§hrend der Fakuma 2014 in Friedrichshafen. "In Summe sind die weltweiten M√§rkte weiterhin stabil, auch wenn die politischen Konflikte einzelne Regionen schw√§chen." So leidet Europa aktuell unter dem R√ľckgang in Russland, seinem bislang drittgr√∂√üten Markt. Gleichzeitig hat der zweitgr√∂√üte Markt T√ľrkei seine Schw√§che √ľberwunden und zeigt sich wieder positiv. Auf dem ersten Platz ist und bleibt Deutschland, wo sich die Nachfrage weiter stabil entwickelt. Der R√ľckgang in Russland kann bei ENGEL durch das Wachstum in anderen M√§rkten kompensiert werden.

"Weltweit betrachtet sendet aktuell das langsam wieder erwachte Indien positive Signale", so Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Holding. "China, USA und Mexiko sind f√ľr ENGEL weiterhin die sich am st√§rksten entwickelnden M√§rkte." In Nordamerika wird dieser Trend vor allem durch die stark steigende Nachfrage nach innovativen Verfahren und L√∂sungen f√ľr Hochleistungsanwendungen forciert.

Rund 54 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet ENGEL in Europa, 25 Prozent in Amerika und 21 Prozent in Asien. Vor allem in Europa und Asien sind die Marktanteile in 2014 weiter gestiegen.

Packaging und Medical legen weltweit zu
Auf die Branchen bezogen legen vor allem Packaging und Medical weltweit zu. Automotive muss differenziert betrachtet werden. W√§hrend der Ersatzbedarf weiterhin leicht sinkt und Kapazit√§tserweiterungen stocken, wird immer st√§rker in Innovationen investiert. Zu den wichtigsten Triebfedern geh√∂rt hier der Leichtbau. "Der automobile Leichtbau ist noch immer am Anfang", so Peter Neumann. "Wir erwarten vor allem im Bereich der Faserverbundtechnologien in den n√§chsten Jahren ein starkes Wachstum f√ľr die Spritzgie√üindustrie." In Hochleistungsprodukten - zum Beispiel f√ľr den Flugzeugbau - haben sich gerichtete Fasersysteme l√§ngst etabliert. Damit Composite-Werkstoffe auch in Massenanwendungen, wie dem Automobilbau, noch breiter Einsatz finden, besteht die gr√∂√üte Herausforderung darin, Verarbeitungsprozesse zu entwickeln, die auch bei hohen St√ľckzahlen niedrigste St√ľckkosten erm√∂glichen. "Es muss uns gelingen, in allen Bereichen auch thermoplastische L√∂sungen anzubieten, um wirklich einen breiten Durchbruch zu schaffen", betont Neumann. Spritzgie√ütechnologien bieten hierf√ľr ein besonders gro√ües Potenzial. Einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor erf√ľllt ENGEL mit seiner hohen Systeml√∂sungs- und Automatisierungskompetenz. Um die Entwicklung neuer Verfahren schneller voranzutreiben, hat ENGEL 2012 am Sitz seines Gro√ümaschinenwerks in St. Valentin, √Ėsterreich ein eigenes Technologiezentrum f√ľr Leichtbau-Composites gegr√ľndet. Dieses versteht sich als Plattform f√ľr die interdisziplin√§re Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und Hochschulen. Gemeinsam mit seinen Systempartnern konnte ENGEL in den vergangenen Jahren mehrere Meilensteine setzen.

Alles aus einer Hand f√ľr mehr Wettbewerbsf√§higkeit
ENGEL hat sich konsequent vom Spritzgie√ümaschinenbauer zum Systemanbieter entwickelt und bietet damit in allen Branchen einen erh√∂hten Kundennutzen. "Die Anforderungen werden immer vielschichtiger", berichtet Dr. Stefan Engleder, CTO der ENGEL Holding. "Niedrige St√ľckkosten, h√∂chste Produktivit√§t und Nachhaltigkeit lassen sich nur dann vereinen, wenn alle Komponenten einer Fertigungszelle optimal ineinandergreifen." Ein weiterer Vorteil des Systemgesch√§fts ist, dass die Kunden von Anfang an nur einen Ansprechpartner f√ľr die Gesamtanlage haben, was f√ľr sie den Zeit- und Kostenaufwand nachhaltig senkt. Als Generalunternehmer tr√§gt ENGEL die Gesamtverantwortung einschlie√ülich der Komponenten, die gemeinsam mit Partnern realisiert werden. "Der Anteil an Systeml√∂sungen nimmt im Auftragseingang kontinuierlich zu", sagt Peter Neumann. Neben der Spritzgie√ümaschine und Automatisierung, den Prozesstechnologien und dem Werkzeug sind bei ENGEL auch Training und Service fester Bestandteil der Systemphilosophie.

Prozessintegration und Automatisierung geh√∂ren zu den st√§rksten Innovationstreibern, die sich in den Exponaten auf der Fakuma 2014 widerspiegeln. "Besonders deutlich zeichnet sich der Automatisierungstrend in den Emerging Markets wie China, S√ľdostasien und S√ľdamerika ab", betont Christoph Steger. Dabei ist die Automatisierung immer h√§ufiger ein integrativer Prozessbestandteil, der die Fertigungsprozesse nicht nur effizienter und wirtschaftlicher macht, sondern auch ganz neue Herstellungsverfahren, Bauteileigenschaften, Designl√∂sungen und Produktqualit√§ten erm√∂glicht. Hinzu kommt, dass die Automatisierung und Prozessintegration in vielen Anwendungen die Nachhaltigkeit erh√∂hen. Integrierte Prozesse ben√∂tigen in der Regel weniger Energie und Rohstoffe, da ganze Prozessschritte sowie die Logistik f√ľr die Zwischenprodukte entfallen.

Die M√§rkte in Westeuropa sind Vorreiter f√ľr hochautomatisierte und integrierte Prozesse, dennoch bieten auch sie noch Wachstumspotenzial. "Wir finden im technischen Spritzguss in Europa kaum noch fallende Teile", sagt Stefan Engleder. "Damit ben√∂tigen wir auch f√ľr einfache Pick-and-Place-Anwendungen sehr wirtschaftliche, dynamische und kompakte L√∂sungen." Mit seiner Fakuma-Innovation ENGEL e-pic hat ENGEL hierf√ľr zuk√ľnftig ein aufgrund der erstmals integrierten Leichtbautechnologie sehr schnelles Ger√§t im Programm. Vom Entnehmen, Ablegen und Angusstrennen √ľber das anspruchsvolle Einlegen und Entformen bis zum Verketten verschiedener Prozessschritte in einer hochintegrierten Fertigungszelle deckt ENGEL alles ab.

Fachkräftenachwuchs weltweit sichern
Seinen kontinuierlichen Bedarf an Fachkr√§ften sichert ENGEL durch die Ausbildung im eigenen Haus, und das nicht nur in den √∂sterreichischen Werken. Auch die deutschen Niederlassungen engagieren sich stark in der Nachwuchsf√∂rderung. Seit 2012 bildet ENGEL Deutschland am Standort Hagen Verfahrensmechaniker aus und die j√ľngste der vier deutschen Niederlassungen, das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart, plant, gemeinsam mit regionalen Partnern die akademische Ausbildung st√§rker zu unterst√ľtzen.

Im Großmaschinenwerk von ENGEL in Shanghai haben im März dieses Jahres zehn junge Männer ihre Ausbildung zu Zerspanungstechnikern begonnen. Nach dem Vorbild der staatlich ausgezeichneten Lehrwerkstatt in Schwertberg hat ENGEL in China ein neues Ausbildungszentrum errichtet und die in Europa mit großem Erfolg praktizierte duale Berufsausbildung nach China exportiert. Im Gegensatz zu den meisten anderen Auszubildenden im Land erweben sich die ENGEL Lehrlinge vom ersten Ausbildungsjahr an fundierte Praxiskenntnisse im Betrieb und erhalten zudem eine Bezahlung. Mit dem Angebot einer dualen Berufsausbildung gehört ENGEL in Asien zu den Vorreitern und den besonders begehrten Arbeitgebern. "In China qualifizierte Mitarbeiter zu finden, ist schwierig, denn die staatliche Ausbildung entspricht in vielen Bereichen nicht unseren hohen Anforderungen", sagt Peter Neumann. "Deshalb haben wir uns entschieden, auch in China ein eigenes Ausbildungsangebot zu etablieren und binden damit unsere Mitarbeiter noch stärker ans Unternehmen."

Kontinuierliche Investitionen in die weltweiten Standorte
ENGEL ist seit seiner Gr√ľndung 1945 zu 100 Prozent in Familienbesitz. Gemeinsam mit Dr. Peter Neumann - Mitglied der Eigent√ľmerfamilie in der dritten Generation - tr√§gt mit Dr. Stefan Engleder und Dr. Christoph Steger inzwischen die vierte Generation in der Gesch√§ftsf√ľhrung operative Verantwortung. Weltweit besch√§ftigt die Unternehmensgruppe 4.500 Mitarbeiter, von denen 2.800 in den drei √∂sterreichischen Werken in Schwertberg, St. Valentin und Dietach arbeiten.

Mit neun Produktionsstandorten auf drei Kontinenten, 29 Vertriebs- und Serviceniederlassungen und 60 Vertretungen ist ENGEL weltweit nah bei seinen Kunden und garantiert kurze Lieferzeiten, die flexible Anpassung seiner Produkte und Systeml√∂sungen an die regionalen Anforderungen sowie einen schnellen Service. Kontinuierlich wird in den weiteren Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes, die Anpassung der Kapazit√§ten sowie die Modernisierung der weltweiten Standorte investiert. Zu den j√ľngsten Investitionen geh√∂ren unter anderem zwei Erweiterungen im Stammwerk Schwertberg. Weitere Bauvorhaben sind in Planung.

www.engelglobal.comwww.engelglobal.com

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