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26.02.2014 Swissmem: Zunahme der Aufträge und Umsätze

Swissmem ist erfreut √ľber die Gesch√§ftsentwicklung in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie). Im vergangenen Jahr haben sowohl die Auftr√§ge (+2,3%), die Ums√§tze (+2,8%) als auch die Exporte (+1,2%) zugenommen. Die Gesch√§ftserwartungen der Unternehmen f√ľr das Jahr 2014 sind grunds√§tzlich positiv. Inwiefern sich die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative auf die MEM-Industrie auswirkt, wird sich in den n√§chsten Monaten und Jahren zeigen.

Die Mitte des vergangenen Jahres beginnende Erholung in der Schweizer MEM-Industrie setzte sich auch im letzten Quartal fort. Die Auftragseing√§nge nahmen im vierten Quartal 2013 im Vergleich zur Vorjahresperiode um +3,7% zu. √úber das gesamte Jahr betrachtet, stiegen sie um +2,3%. Mit den anziehenden Auftr√§gen erh√∂hte sich die Kapazit√§tsauslastung. Nachdem sie 2013 zeitweise bis auf 82,1% gefallen war, erreichte die Auslastung im 4. Quartal 2013 wieder 83,8% (Vorjahresquartal: 83,6%). Die j√ľngste Erhebung des KOF im Januar 2014 ergab sogar eine Kapazit√§tsauslastung von 87%, womit sie leicht √ľber dem langj√§hrigen Durchschnitt zu liegen kam. Auch die Ums√§tze entwickelten sich positiv. Im 4. Quartal 2013 stiegen sie um +5,3% - √ľber die gesamten zw√∂lf Monate um +2,8%. Dazu beigetragen haben insbesondere Grossfirmen (mit mehr als 250 Mitarbeitenden). Bei den KMU stagnierte die Umsatzentwicklung im letzten Quartal 2013.

Positive Exportentwicklung
Die MEM-Industrie exportierte 2013 Waren im Wert von 65,4 Milliarden Franken, was gegen√ľber dem Vorjahr einer Zunahme von +1,2% entspricht. Mit Ausnahme des Maschinenbaus (-0,2%) erh√∂hten sich die von der Oberzolldirektion erfassten Exportzahlen gegen√ľber 2012 in s√§mtlichen Produktbereichen. Am st√§rksten profitierten die Ausfuhren von Pr√§zisionsinstrumenten (+3,7%). Die Zuw√§chse bei den Metallen (+0,7%) und der Elektrotechnik / Elektronik (+0,1%) fielen moderater aus.

Die Absatzm√§rkte entwickelten sich 2013 regional unterschiedlich. Mit einem Plus von 2,4% verzeichneten die Exporte in die USA den st√§rksten Anstieg. Auch die Ausfuhren in die EU, dem mit einem Exportanteil von 59,4% nach wie vor wichtigsten Absatzmarkt der Schweizer MEM-Industrie, nahmen leicht zu (+0,8%). Hingegen stagnierte der G√ľterstrom nach Asien (-0,2%). Betrachtet man das vierte Quartal isoliert, so nahmen die Exporte in alle drei Hauptregionen deutlich zu (EU: +3,5% / USA +2,9% / Asien +3,2%).

Die Erholung in der Schweizer MEM-Industrie wurde durch die verbesserte weltwirtschaftliche Situation beg√ľnstigt. Gem√§ss der Quartalsumfrage unter den Swissmem-Meldefirmen bestehen gute Chancen, dass sich diese erfreuliche Entwicklung fortsetzt. Aktuell rechnen 54,1% der befragten Unternehmen in den kommenden zw√∂lf Monaten mit h√∂heren Bestellungseing√§ngen aus dem Ausland. Lediglich 11,5% bef√ľrchten eine Verschlechterung der Auftragssituation. Allerdings wurde die Umfrage vor dem 9. Februar 2014 durchgef√ľhrt. Inwiefern sich die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative negativ auf die Erwartungen und allenfalls auch auf den Gesch√§ftsgang der MEM-Firmen auswirkt, werden die n√§chsten Monate und Jahre zeigen. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich das Investitionsklima aufgrund der nun entstandenen Unsicherheit √ľber das k√ľnftige Verh√§ltnis zur EU verschlechtert. Zudem vermindert die Sistierung des Forschungsabkommens ¬ęHorizon 2020¬Ľ unmittelbar die Standortattraktivit√§t des Denk- und Werkplatzes Schweiz.

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