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03.06.2013 Clariant: Erreicht weiteren Meilenstein

Clariant erreicht weiteren Meilenstein bei der Herstellung von Bio-Ethanol der 2. Generation

Clariant, ein weltweit f√ľhrendes Spezialchemieunternehmen, zeigt durch die Erweiterung der sunliquid¬ģ Technologie auf weitere Agrarreststoffe das weltweite Potential des Verfahrens zur Herstellung von nachhaltigem Biokraftstoff auf. Nach der Er√∂ffnung von Deutschlands gr√∂sster Demonstrationsanlage zur Herstellung von Ethanol aus Agrareststoffen im Juli 2012 verf√ľgt das Unternehmen nun √ľber neue Ergebnisse. Diese zeigen, dass auch Maisstroh, der wichtigste Rohstoff in Nordamerika, und Zuckerrohrbagasse, ein zellulosehaltiges Nebenprodukt aus der Zucker- und Ethanolproduktion in S√ľdamerika und Asien, effizient mit dem Verfahren umgesetzt werden k√∂nnen. Bisher wurde vor allem europ√§isches Weizenstroh verwendet, welches sehr gute Ergebnisse erzielte und zum Teil die Erwartungen der Prozessentwickler sogar √ľbertraf.

"Mit der Erweiterung der Technologie auf weitere Rohstoffe haben wir einen wichtigen Meilenstein in der Kommerzialisierung unseres sunliquid Prozesses erreicht, der weit √ľber die Grenzen Europas hinausgeht", erl√§utert Dr. Hariolf Kottmann, CEO Clariant. "Wir zeigen damit, dass das Verfahren flexibel f√ľr verschiedene Rohstoffe ist und somit auch in wichtigen M√§rkten wie Nordamerika, S√ľdamerika und Asien eingesetzt werden kann." Die hohe Effizienz des Verfahrens unabh√§ngig vom Rohstoff wird nicht zuletzt durch den Einsatz rohstoffspezifischer, hochgradig optimierter Enzyme erreicht, was eine Kernkompetenz von Clariant darstellt.

Clariant plant, das sunliquid Verfahren weltweit zu vermarkten - deshalb ist es entscheidend, dass der Prozess flexibel und effizient unterschiedliche Rohstoffe umsetzen kann. Maisstroh ist vor allem in Nordamerika von grosser Bedeutung, wo j√§hrlich rund 570 Millionen Tonnen dieses Reststoffes bei der Maisernte anfallen. In Brasilien k√∂nnte die Ethanolproduktion durch die Umsetzung von √ľbersch√ľssiger Bagasse gegen√ľber heute um rund 50% gesteigert werden.

Durch die Verwendung dieser Reststoffe entsteht keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion oder um Anbaufl√§chen. Zellulose-Ethanol aus dem sunliquid Verfahren erreicht Treibhausgaseinsparungen von rund 95% im Vergleich zu fossilem Treibstoff. Durch die heimische Produktion dieses fl√ľssigen Energietr√§gers kann zudem die Abh√§ngigkeit von Erd√∂limporten reduziert und wirtschaftliches Wachstum in lokalen M√§rkten generiert werden.

Der n√§chste Schritt in der Kommerzialisierung der Technologie ist der Bau einer ersten kommerziellen Produktionsanlage. Deren Kapazit√§t wird rund 50.000-150.000 Tonnen pro Jahr gegen√ľber etwa 1.000 Tonnen der existierenden Demonstrationsanlage aufweisen.

"Wir haben mit sunliquid eine ausgereifte Technologie in der Hand, die wir nun weltweit zum Einsatz bringen wollen", erkl√§rt Dr. Markus Rarbach, Leiter des Gesch√§ftsprojektes Biokraftstoffe & Derivate. "Nun sind wir dabei, m√∂gliche Partner und Standorte f√ľr eine erste Produktionsanlage zu evaluieren. Unser Gesch√§ftsmodell besteht letztendlich in der Vergabe von Lizenzpaketen f√ľr den Gesamtprozess."

Langfristig verlässliche und stabile politische Rahmenbedingungen sind zudem eine wichtige Voraussetzung, damit ein solches Vorhaben sein gesamtes Potential entfalten kann, so Rarbach weiter.

www.clariant.comwww.clariant.com

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