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14.12.2012 Verbot von Wegwerf-Plastiksäcken

L√§den d√ľrfen in der Schweiz k√ľnftig keine mehr abgeben. Nach dem Nationalrat hat sich auch der St√§nderat gestern f√ľr ein Verbot ausgesprochen. Er nahm eine Motion von Dominique de Buman (cvp., Freiburg) mit 18 zu 17 Stimmen an. Der Bundesrat wird damit beauftragt, die Abgabe von Wegwerf-Plastiks√§cken zu verbieten. Er hatte sich gegen ein Verbot gestellt. Zwar w√ľrden in vielen L√§ndern Plastiks√§cke an Strassenr√§ndern oder in Fl√ľssen entsorgt und f√ľhrten zur Verschmutzung der Ozeane, r√§umte er ein. In der Schweiz funktioniere aber die Abfallentsorgung. Ein Verbot w√§re nicht verh√§ltnism√§ssig, sagte Umweltministerin Doris Leuthard.

Die Gegnerinnen und Gegner stellten auch den √∂kologischen Nutzen eines Verbots in Frage. Die rund 3000 Tonnen Plastiks√§cke entspr√§chen knapp einem halben Prozent des j√§hrlichen Verbrauchs an Kunststoffen in der Schweiz, gab Pankraz Freitag (fdp., Glarus) zu bedenken. Ausserdem falle die √Ėkobilanz von Papiers√§cken wegen des hohen Wasserverbrauchs bei der Papierherstellung in der Regel schlechter aus. Die Bef√ľrworter hielten dagegen, die Umweltverschmutzung durch Plastiks√§cke werde weltweit immer schlimmer. S√§cke, die im Gr√ľnen landeten, zersetzten sich erst nach Jahrhunderten vollst√§ndig. In der Schweiz sei es zwar weniger gravierend als anderswo, doch handle es sich um ein grenz√ľberschreitendes Problem, sagte Luc Recordon (gp. Waadt).

Verschiedene L√§nder haben Wegwerf-Plastiks√§cke bereits verboten, darunter Frankreich, China und Australien. Der Nationalrat hatte sich bereits in der Sommersession mit 110 zu 73 Stimmen f√ľr ein Verbot ausgesprochen. Auch in der grossen Kammer war die Mehrheit der Auffassung, die Schweiz sollte mit gutem Beispiel vorangehen.

Quelle: sda

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