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Kunststoff-Schweiz - News-Corner
 
28.09.2026
 
  
KOF Institut: KOF Consensus - Forecast Prognosen für 2026 steigen deutlich
    
Die vom KOF Institut befragten Ökonominnen und Ökonomen rechnen für die Jahre 2026 und 2027 mit einer Zunahme des sportbereinigten Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1.7% und 1.6% und revidieren damit ihre Prognose vom Juni deutlich nach oben. Auch die Investitionen und Exporte dürften gemäss der Einschätzung der Expertinnen und Experten stärker steigen, wohingegen die Erwartungen bei der Arbeitslosigkeit, den Konsumentenpreisen und den Wechselkursen nahezu unverändert bleiben.

Konjunktur
Die im Rahmen des KOF Consensus Forecasts befragten Ökonominnen und Ökonomen revidieren ihre Prognosen für das sportbereinigte BIP-Wachstum im laufenden Jahr deutlich nach oben. Der Consensuswert beträgt im September 1.7% (nicht sportbereinigt: 2.1%), im Juni lag dieser noch bei 0.9% (nicht sportbereinigt: 1.1%). Die Einschätzungen der wirtschaftlichen Entwicklung im kommenden Jahr und in fünf Jahren wurden nach oben korrigiert: Hier rechnen die Prognostikerinnen und Prognostiker mit Wachstumsraten von jeweils 1.6% und 1.7% (Juni: 1.5% und 1.6%).

Die Konjunkturexpertinnen und -experten erwarten für das aktuelle wie auch für das nächste Jahr eine stärkere Zunahme der realen Anlageinvestitionen. Die Erwartungen für das Jahr 2026 wurden von 0.9% auf 1.5% und für das Jahr 2027 von 1.8% auf 2.2% nach oben korrigiert. Die Bauinvestitionen wurden besonders stark revidiert: Sie dürften im laufenden Jahr um 2.4% und im kommenden Jahr um 1.9% zunehmen (Juni: 1.4% und 1.6%). Bei den Ausrüstungsinvestitionen betragen die prognostizierte Wachstumsrate im Durchschnitt 1.2% und 2.3% (Juni: 0.7% und 2.0%). Auch hinsichtlich der Entwicklungen im Aussenhandel heben die Ökonominnen und Ökonomen ihre Erwartungen deutlich: verglichen zur letzten Umfrage revidieren sie ihre Consensusprognose für das laufende Jahr von 0.5% auf 2.5% und für das kommende Jahr von 2.0% auf 2.3%.

Inflation und Arbeitsmarkt
Im Vergleich zur vorhergehenden Befragung wurden die erwarteten Inflationsraten für alle drei Prognosezeiträume nach unten revidiert. Für 2026 liegt die prognostizierte Veränderungsrate des Konsumentenpreisindex bei 0.6% (Juni: 0.7%), für 2027 bei 0.7% (September: 0.8%) und für in fünf Jahren bei 0.8% (Juni: 0.9%). Der Ausblick auf die Lage am schweizerischen Arbeitsmarkt bleibt nahezu unverändert. Für das laufende Jahr wird erneut eine Arbeitslosenquote von 3.1% erwartet, für das Jahr 2027 von 3.0% und für in fünf Jahren von 2.9%.

Finanzmärkte
Die Umfrageteilnehmenden gehen von einem Rückgang des kurzfristigen Zinssatzes in den kommenden Monaten aus (Hinweis: die Umfrage endete vor dem Zinsentscheid der SNB). Für in drei Monaten beträgt der Mittelwert der Antworten 0.03%. Der durchschnittliche Erwartungswert des SARON für in zwölf Monaten liegt bei 0.23%, entsprechend geht eine knappe Mehrheit der befragten Konjunkturexpertinnen und –experten von einem Zinsschritt innerhalb eines Jahres aus. Für den Kassazins einer 10-jährigen Bundesobligation rechnen die Ökonominnen und Ökonomen mit einem Wert von 0.51% in drei Monaten und von 0.57% in einem Jahr.

Der Wechselkurs des Schweizer Frankens zum Euro, der in den vergangenen zwei Monaten anstiegen ist, dürfte gemäss dem Consensus Forecast in den kommenden Monaten ungefähr auf diesem Niveau verharren. Die prognostizierten Werte liegen bei 0.93 CHF/EUR für in drei Monaten und bei 0.92 CHF/EUR für in zwölf Monaten. Für den Wechselkurs des Frankens gegenüber dem US-Dollar wird mit einem minimen Rückgang gerechnet. Die mittleren Consensus-Werte liegen bei 0.81 CHF/USD für in drei Monaten und 0.80 CHF/USD für in zwölf Monaten.

Die Teilnehmenden der Umfrage sind verglichen mit den Ergebnissen der vorherigen Umfrage vom Juni 2026 verhaltener in ihrer Einschätzung der kurzfristigen künftigen Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes. Die Prognostiker rechnen mit einem SPI von rund 19’725 Punkten in drei Monaten, was leicht unter dem aktuellen Kurs liegt. In zwölf Monaten soll der Index bei 20’633 Punkten notieren, sodass der SPI mittelfristig doch deutlich an Wert gewinnen dürfte.


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