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16.08.2018 VDW: Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hält Rekordauftragsniveau

Im zweiten Quartal 2018 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 29 Prozent zu. Die Auslandsorders sanken um 9 Prozent. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres stiegen die Bestellungen um 12 Prozent. Das Inland zog um 34 Prozent an, das Ausland legte 3 Prozent zu.

"Die Bestellungen aus dem In- und Ausland klaffen derzeit weit auseinander", erl√§utert Dr. Wilfried Sch√§fer, Gesch√§ftsf√ľhrer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. "Investiert wird nach langem Z√∂gern nun endlich im Inland, sowohl in Modernisierung als auch Erweiterung der Kapazit√§ten. Die Euro-L√§nder legen ebenfalls knapp zweitstellig zu. Sie bieten eine solide Basis f√ľr die Fortentwicklung des Gesch√§fts. Dar√ľber hinaus l√§sst die Investitionsdynamik vor allem in Asien nach, weil sich die Nachfrage im gr√∂√üten Markt China politisch gewollt merklich beruhigt. Auch aus Indien und S√ľdkorea war der Auftragseingang r√ľckl√§ufig", so Sch√§fer weiter.

Die Bestellungen von Zerspanungs- und Umformtechnik entwickelten sich im ersten Halbjahr gleicherma√üen gut und zeigten dasselbe Muster f√ľr In- und Auslandsauftr√§ge wie die Gesamtbranche.

Beschäftigungsrekord aufgestellt
Die Beschäftigten erreichten mit fast 73.700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Mai dieses Jahres einen neuen Rekord. Höher lag die Beschäftigung zuletzt Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, direkt nach der deutschen Wiedervereinigung und in den Folgejahren bis 1993.

Die Kapazit√§ten waren im Juli dieses Jahres mit 93,2 Prozent sehr gut ausgelastet. "Tats√§chlich sto√üen die Kapazit√§ten an ihre Grenzen", sagt Sch√§fer. Laut Ifo-Konjunkturbefragung berichteten √ľber die H√§lfte der befragten Werkzeugmaschinenhersteller zur Jahresmitte von Materialknappheit und fast 40 Prozent von Arbeitskr√§ftemangel. "Dahinter stecken Engp√§sse in der gesamten Zulieferkette. Wichtige Teile sind ausverkauft. Und die Inbetriebnahme, speziell im Ausland, leidet unter Personalengp√§ssen", erl√§utert Sch√§fer.

Umsatz brummt
Der Umsatz schlie√ülich ist im ersten Halbjahr um 13 Prozent gestiegen. Damit wird die Produktionsprognose des VDW gest√ľtzt, die f√ľr 2018 einen Zuwachs von nochmals 7 Prozent erwartet. Im Referenzjahr 2017 schnitt die zweite Jahresh√§lfte deutlich st√§rke im Vergleich zu den ersten sechs Monaten ab. "Wenn uns die internationale Wirtschaftspolitik mit Brexit, Handelskrieg, R√ľckabwicklung der Globalisierung, Sanktionsandrohungen nicht in die Suppe spuckt, ist unsere Branche auf einem guten Weg", sagt Sch√§fer vom VDW abschlie√üend.

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