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22.05.2018 Swissmem: MEM-Industrie - Erholung setzt sich fort

Die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) entwickelte sich im ersten Quartal 2018 sehr positiv. Die Auftragseing√§nge stiegen gegen√ľber dem Vorjahresquartal um +24,1 Prozent und die Ums√§tze um +16,4 Prozent. Auch die G√ľterausfuhren nahmen um +4,9 Prozent zu. Die weiteren Aussichten f√ľr 2018 sch√§tzen die Unternehmerinnen und Unternehmer der MEM-Industrie optimistisch ein.

Die Auftragseing√§nge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) nahmen im ersten Quartal 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich zu. Sie stiegen um +24,1 Prozent. Auch die Ums√§tze legten im ersten Quartal 2018 gegen√ľber dem Vorjahr um +16,4 Prozent zu. Von der positiven Entwicklung bei den Auftr√§gen und Ums√§tzen profitierten sowohl Grossfirmen wie auch KMU. Die hohen Auftragseing√§nge der vergangenen Monate wirken sich auf die Kapazit√§tsauslastung in den Betrieben aus. Im ersten Quartal 2018 betrug sie gem√§ss KOF 90,6 Prozent, was deutlich √ľber dem langj√§hrigen Mittelwert von 86,4 Prozent liegt. Im April erreichte sie sogar 91,9 Prozent. Das ist der h√∂chste Stand seit 10 Jahren.

Weiterhin steigende Exporte
Die G√ľterausfuhren der MEM-Industrie wuchsen im ersten Quartal 2018 gegen√ľber dem Vorjahresquartal um +4,9 Prozent und erreichten einen Wert von 17 Milliarden Franken. Die gr√∂sste Zunahme verzeichneten die Exporte in die EU. Diese erh√∂hten sich um +7,4 Prozent. Auch die Exportentwicklung in die USA ist weiterhin positiv (+2,2%). Einzig die Ausfuhren nach Asien reduzierten sich um -1,5 Prozent. Die positive Exportentwicklung erfasste alle wichtigen Warengruppen. Besonders erfreulich ist die Zunahme der Ausfuhren im Maschinenbau, der umsatzst√§rksten Warengruppe der MEM-Branche. Sie stiegen um 5,2 Prozent. Aber auch die Exporte von Metallen (+11,3%), Pr√§zisionsinstrumenten (5,4%) und Elektrotechnik/Elektronik (+3,1%) nahmen zu.

Beurteilung und Aussichten
Die Aussichten der Schweizer MEM-Industrie sch√§tzt Jean-Philippe Kohl, Swissmem-Direktor a.i., positiv ein: ¬ęDer Indexstand bei den Auftragseing√§ngen befindet sich seit Mitte 2017 auf einem hohen Niveau. Damit d√ľrften sich die Ums√§tze und Ertr√§ge in diesem Jahr weiter erh√∂hen. Das ist auch notwendig, um die massiven Margen- und Substanzverluste der vergangenen Jahre auszugleichen¬Ľ. Auch die Unternehmerinnen und Unternehmer sind optimistisch. Gem√§ss der j√ľngsten Swissmem-Befragung rechnen 48 Prozent der Unternehmer f√ľr die n√§chsten zw√∂lf Monate mit wachsenden Auftr√§gen aus dem Ausland. Lediglich 12 Prozent bef√ľrchten einen R√ľckgang. Dieser Optimismus wird sowohl von Grossfirmen wie auch von KMU geteilt.

Einmal mehr f√§llt die grosse Bedeutung des EU-Marktes f√ľr die Schweizer MEM-Industrie auf. Die aktuell gute Konjunktur in der EU wirkt sich sehr positiv auf die Gesch√§fte in der Schweizer MEM-Branche aus und stimuliert die Exporte - mit dem Effekt, dass der Exportanteil der EU im ersten Quartal 2018 auf 61,5 Prozent angestiegen ist. An der Bedeutung des EU-Marktes wird sich mittelfristig kaum etwas √§ndern. Dennoch w√§re es wichtig, dass bestehende Potenziale in anderen Regionen ausgesch√∂pft werden k√∂nnten. Aktuell b√∂te sich mit dem Mercosur eine Gelegenheit. Dort verhindern hohe Handelshindernisse, dass Marktchancen genutzt werden k√∂nnen. Entsprechend unterst√ľtzt Swissmem die Absicht des Bundes, mit dem Mercosur einen Freihandelsvertrag abzuschliessen.

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