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03.11.2015 TRUMPF: Steigert Gewinn deutlich

Der Laser- und Werkzeugmaschinenhersteller TRUMPF hat im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 erneut einen deutlichen Gewinnsprung erzielen können. Das Konzernergebnis stieg um 43,9 Prozent auf 357 Millionen Euro, die Umsatzrendite lag bei 13,1 Prozent. Der Zuwachs beruht unter anderem auf einem Einmaleffekt aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Medizintechnik zum 1. August 2014, der das Ergebnis um 72 Millionen Euro positiv beeinflusst hat. Bereinigt um diesen Effekt verbesserte sich die Umsatzrendite von 9,6 auf 10,5 Prozent.

Auch beim Umsatz konnte TRUMPF deutlich zulegen: Trotz des Wegfalls der Medizintechnik-Sparte stieg der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent auf 2,72 Mrd. Euro - TRUMPF konnte den Umsatzbeitrag der Medizintechnik-Gesellschaften von 184 Millionen Euro im Gesch√§ftsjahr 2013/14 also √ľberkompensieren. In einem jeweils um die Medizintechnik bereinigten Jahresvergleich betrug der Umsatzanstieg 12,6 Prozent.

Die regionale Umsatzverteilung hat sich weiter verschoben: Zwar blieb Deutschland gr√∂√üter Einzelmarkt - allerdings mit r√ľckl√§ufiger Tendenz. Dahinter haben die USA und China Pl√§tze getauscht, China war erstmals gr√∂√üter Auslandsmarkt f√ľr TRUMPF. Gute Zuw√§chse erzielte das Unternehmen in Westeuropa, insbesondere in Frankreich und Italien.

"Unter dem Strich l√§sst sich feststellen, dass unsere Strategie des Wachstums durch Innovation, regionale Diversifizierung und gezielte Akquisition im Kerngesch√§ft erfolgreich war", so Dr. Nicola Leibinger-Kamm√ľller, Vorsitzende der Gesch√§ftsleitung. Die Mitarbeiterzahl zum Stichtag 30. Juni 2015 bewegte sich mit 10.873 Besch√§ftigten auf Vorjahresniveau. Die Ausgaben f√ľr Forschung und Entwicklung in Relation zum Umsatz lagen bei 9,8 Prozent.

F√ľr das laufende Gesch√§ftsjahr √§u√üerte sich Leibinger-Kamm√ľller verhalten optimistisch. Die Vielzahl der geopolitischen Unsicherheiten sowie die Abk√ľhlung des Wachstums in China lie√üen nur vage Prognosen zu. Insgesamt hoffe man, das Niveau des abgelaufenen Gesch√§ftsjahrs halten zu k√∂nnen. Gruppenweit sei ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich m√∂glich.

TRUMPF pr√§sentierte erstmals weitreichende Pl√§ne zu Industrie 4.0. "F√ľr uns steht fest, dass wir die Smart Factory nicht Dritten √ľberlassen werden, sondern die digitale Vernetzung selbst in die Hand nehmen", so Leibinger-Kamm√ľller. Im Mittelpunkt steht dabei ein neues Unternehmen, die AXOOM GmbH, die TRUMPF in Karlsruhe gegr√ľndet hat. Sie entwickelt ein Betriebssystem mit vorinstallierten Apps f√ľr die Fertigungswelt. Die offene, herstellerunabh√§ngige Plattform erm√∂glicht den sicheren Datentransport sowie die Speicherung und Analyse von Daten. Gleichzeitig bietet sie L√∂sungsmodule f√ľr die durchg√§ngige Auftragsbearbeitung in einem Produktionsbetrieb. "Mit AXOOM begr√ľnden wir ein ganz neues Gesch√§ftsmodell. Wir bieten allen Kunden mit industriellen Fertigungsprozessen die M√∂glichkeit, ihre Prozesse in einem einzigen System selbst zu organisieren", so Leibinger-Kamm√ľller.

TRUMPF werde so erstmals zum Provider eines Betriebssystems. "Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir die installierte Maschinenbasis haben. Wir sind ein Softwareanbieter, der den Markt wirklich kennt."

www.trumpf.com/www.trumpf.com/

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