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11.02.2015 KI - Kunststoff Information: Kunststoffpreise sinken weltweit

Wie √ľblich mit einiger Verz√∂gerung beginnen auch die weltweiten Kunststoffpreise den Verfall des √Ėlpreises zu spiegeln. Es gibt dabei aber zus√§tzliche Einflussfaktoren, die die Auspr√§gung der R√ľckg√§nge beeinflussen, sowohl regional als auch nach Kunststoffsorten. In Europa spielt dazu der anhaltende Wechselkurs-Abw√§rtstrend des Euros eine d√§mpfende Rolle. Das meldet der Branchendienst KI - Kunststoff Information (Bad Homburg) aktuell aus den globalen Kunststoffm√§rkten.

In der allgemeinen √Ėffentlichkeit wird oft erwartet, dass im Falle von √Ėlpreisr√ľckg√§ngen die Kunststoffe als √Ėlprodukte unmittelbar g√ľnstiger werden. So legt es die Erfahrung als Verbraucher an der Tankstelle nahe. Jedoch sind Kraftstoffe und Heiz√∂l die Ziel- und Haupterl√∂sprodukte der √Ėlgewinnung mit direkter Kopplung, w√§hrend die Petrochemie und eines deren Endprodukte, Kunststoff, lediglich eine Nebenverwertung von Reststoffen der Raffinerien darstellt. In der Regel dauert es hier - eine wie aktuell stabile Nachfrage vorausgesetzt - zwei bis drei Monate, bis Kostensenkungen des Grundstoffs √Ėl durch die gesamte Wertsch√∂pfungskette der Petrochemie durchdringen. Auf dem Weg √ľber deren Stationen verlieren sich bereits einige Teile der Kostensenkungen. Zudem werden die Grundstoffe in US-Dollar gehandelt, sodass der Wechselkurs-Verfall des Euro einiges der Vorteile schluckt.

Weltweit sind daher erst jetzt substanzielle Nachl√§sse in den Kunststoff-Notierungen zu beobachten. Beispielsweise sind in den USA die Preise von Polypropylen (PP), eines der verbreitetsten Kunststoffe, in besonders starkem Ma√üe abgesackt. Von allerdings zuvor rekordverd√§chtigen H√∂hen fielen die Notierungen in den letzten Wochen um gut ein Drittel. Obwohl PP in allen Regionen vergleichsweise schwach dasteht, erreichen die R√ľckg√§nge diese Dimensionen aber weder in China noch im Nahen Osten und auch nicht in Europa.

Andere Sorten sind ebenfalls nicht so stark betroffen wie PP, weil dort Angebot und Nachfrage in einem ausgewogeneren Verh√§ltnis stehen. So gibt es vor allem in Europa einige Typen von Polyethylen (PE), der meist verbrauchten Kunststoffsorte, die zwar ebenfalls g√ľnstiger werden, dabei aber doch sehr deutlich unter dem allgemeinen Trend liegen. Das hat meist mit Import abh√§ngigen Fragen in bestimmten Anwendungsm√§rkten zu tun, wie etwa vielen Verpackungsfolien.

Kurzprofil KI - Kunststoff Information
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Der Branchendienst "KI - Kunststoff Information" z√§hlt in Deutschland zu den wichtigsten Medien f√ľr die Kunststoffindustrie und hat die h√∂chste Anzahl bezahlter Abonnements aller entsprechenden Publikationen. Die KI-Preisindizes sind industrieweit akzeptiert und in die Gleitklauseln unz√§hliger Liefervertr√§ge eingebunden. Mehr als 5.500 europ√§ische Unternehmen vertrauen den Daten und Berichten von KI.

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