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Als Umbugen wird das Umlegen eines Dekormaterials (Kunststofffolie oder Textil) um eine Trägerteilkante um 90° bzw. 180° bezeichnet. Das umgelegte Material wird anschließend durch ein geeignetes Fügeverfahren (z. B. Kleben oder Schweißen) auf der Trägerteilrückseite befestigt.
Geschichte Das Umbugverfahren wurde erstmals in den 1970er Jahren in der Automobil-industrie für Verkleidungsteile eingesetzt. Damals wurde PVC-Folie mit mechanischen Schiebern auf einen einfachen flachen Träger aus Holzfaser-Formstoff gespannt und mittels HF-Schweißen gefügt. Später erforderte die komplizierte dreidimensionale Geometrie vieler Teile andere Fügeverfahren. Insbesondere ist hier das Kleben zu nennen, welches zunächst mit lösungsmittelhaltigen und später mit -freien Klebstoffen erfolgte. Der Klebedruck wurde ebenfalls mit Schiebern erzeugt. Diese können kalt zum Einsatz kommen oder je nach Anwendungsfall innen beheizt, oder mittels Heißluft oder IR-Strahlung von außen vorgewärmt werden.
Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es für das Umbugen mit dem Ultraschall-schweißen ein weiteres klebstofffreies Fügeverfahren. Es werden fast nur noch 180°-Umbugungen hergestellt, da es für 90° auch die Hiterspritzgießtechnik gibt. Es wird für Verkleidungsteile im Bereich Fußraum, Instrumententafel, A-, B- und C-Säule, Innentürverkleidungen usw. eingesetzt.
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