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Unter Taktizität wird die Anordnung von asymmetrischen Bausteinen, also solchen mit Seitengruppen, in einem Kettenmolekül verstanden. Besondere Bedeutung hat der Begriff bei den Kunststoffen, wo die Taktizität Eigenschaften wie Härte, Wärme-form- und chemische Beständigkeit stark beeinflussen kann.
Definitionsgemäß tritt die Taktizität nur bei Kettenmolekülen mit asymmetrischen Monomeren auf. Beispiele dafür sind PP und PS, nicht jedoch PE oder PTFE.
Einteilung Man unterscheidet drei Grundtypen der Taktizität:
isotaktisch: regelmäßig gleichseitige Anordnung, z. B. A-A-A-...
syndiotaktisch: regelmäßig wechselseitige Anordnung, z. B. A-B-A-B-A-B...
ataktisch: regellose Anordnung, z. B. A-A-B-A-B-B-A-B...
Bei einigen Kunststoffen wird die Taktizität ihrer besonderen Bedeutung wegen mit in das Kurzzeichen aufgenommen. So steht z. B. beim Polypropylen PP-H (auch: PP-I) für isotaktisches Homo-Polymer und PP-R für ataktisches Random-Polymer. Seltener ist das syndiotaktische PP-S.
Herstellung Die Taktizität lässt sich durch die Auswahl der bei der Polymerisation verwendeten stereologischen Katalysatoren beeinflussen (siehe Ziegler-Natta-Katalysator).
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