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Bei der Ringöffnungspolymerisation reagieren cyclische Monomere, d.h. Monome- re, die aus Ringen bestehen, zu linearen Molekülketten. Doch wie funktioniert das? Natürlich müssen die Ringe aufgehen, um zu Molekülketten werden zu können, wofür normalerweise ein Initiator benötigt wird. Wenn die Ringöffnungspolymerisa- tion z.B. als Kationische Polymerisation abläuft, handelt es sich bei dem Initiator also um eine Lewis-Säure. Die Reaktion funktioniert nicht mit allen beliebigen cyclischen Molekülen, sondern nur mit solchen, die bereits eine Art Schnittstelle haben, an der sie sich öffnen können. Und eine noch wichtigere Voraussetzung ist, dass beim Öffnen des Rings zwei funktionelle Gruppen entstehen (hier dargestellt als A und B), an denen die geöffneten Ringe miteinander reagieren können, sodass ein Polymer entsteht. Das Ganze kann man sich schematisch folgendermaßen vorstellen:
Die Ringöffnungspolymerisation ist nicht immer eine wirkliche Polymerisation, denn sie kann auch als Polykondensation in Stufen verlaufen, wie das wohl berühmteste Beispiel einer Ringöffnungspolymerisation, die Herstellung von Perlon aus ε- Caprolactam, zeigt.
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