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Der Full Notch Creep Test (FNCT) ist eine Prüfmethode in der Kunststofftechnik zur Bestimmung des langsamen Risswachstumsverhaltens von Polyethylen unter Wirkung eines Netzmittels, das zur Beschleunigung des Versuchs eingesetzt wird. Der FNCT ist in der Vorschrift ISO 16770 "Plastics - Determination of environmental stress cracking (ESC) of polythylene - Full-notch creep test (FNCT):2004-02-01" international geregelt.
Versuchsprinzip Als Proben kommen rechteckige gefertigte, vorzugsweise in der Größe 10x10x100 mm³, Muster aus gepressten Platten oder Fertigprodukten (z.B. aus einer Rohrwand) zum Einsatz. Diese werden mit einer umlaufenden Kerbe (Full notch) versehen, die zur Rissinitiierung dient. Zur Versuchsbeschleunigung wird bei erhöhter Temperatur (50-95°C) und unter der Wirkung eines Netzmittels (ARKOPAL N100 bzw. ARKOPAL N110) geprüft. Die Probekörer werden unter diesen Umweltbedingungen einer konstanten Last ausgetzt und die Zeit bis zu Bruch detektiert. Diese Lasten werden so gewählt, dass üblicherweise Spannungen von 4 bis 5 MPa im gekerbten Restquerschnitt der Probe wirken und langsames Risswachstum - slow crack growth (SCG) stattfindet. Da der Versuch in einem Netzmittel stattfindet, spricht man auch von environmental stress cracking (ESC).
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