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Formgedächtnis-Polymere sind Kunststoffe, die einen Shape Memory-Effekt aufwei-sen, also sich an ihre frühere äußere Form trotz einer zwischenzeitlichen starken Umformung scheinbar „erinnern“ können.
Effekte Ebenso wie bei den Formgedächtnis-Legierungen gibt es Polymere, die ihre ursprüngliche Form bei einer Erwärmung wieder einnehmen. Dieses Verhalten wird Einweg-(Memory)-Effekt genannt. Ein Beispiel ist Memory Foam [1].
Inzwischen ist auch ein umkehrbarer Formgedächtniseffekt an Polymeren beob-achtet worden, der nicht thermisch sondern optisch gesteuert wird. Dabei handelt es sich um Butylacrylate, die an ihren Seitenketten über Zimtsäure-Gruppen unter UV-Licht einer bestimmten Wellenlänge vernetzen und die Bindung bei Bestrahlung mit einer anderen Wellenlänge wieder lösen. Bestrahlt man ein Bauteil einseitig, so führt die Vernetzung zu einer Formänderung.
Verwendung Formgedächtnis-Polymere sind Gegenstand intensiver Forschung. Ihr kommerzieller Einsatz wird wahrscheinlich zuerst in der Medizintechnik erfolgen, wo metallische Formgedächtnis-Werkstoffe auch schon heute eine Rolle spielen, aber auch biologische Nebenwirkungen zeigen können.
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