Ausstellernews Fakuma 2009

Plasmatreat GmbH
Direkter Spritzguss - selektive Haftung nur durch Plasma

Wie man ohne jegliche Mechanik, ohne Klebstoff, sondern ganz allein mit Plasma normalerweise unverbindbare Kunststoffbauteile im direkten Spritzguss zur Haftung bringt, präsentiert Plasmatreat auf der Fakuma 2009 (Halle1 A1, Stand 1422)  in einer außergewöhnlichen Vorführung.

Plasmatreat GmbH

Der internationale Marktführer für potentialfreie Atmosphärendruck-Plasmatechnik, zeigt auf der Messe im Rahmen einer vollautomatischen Gesamtanlage eine Spritzgießmaschine ( vertikal Maschine - BOY XS V) mit integrierter Plasmabe- handlung zur Fertigung von Luftballon-Aufblasern. Man kennt sie: Es sind die kleinen Ventile in Röhrchenform, die mittels einer davor fixierten Membrane die Luft nach dem Aufblasen am Zurückströmen hindern. Üblicherweise werden Membrane und Mundstück - als getrennte Bauteile - mit mechanischen Mitteln oder Klebstoffen zur Haftung gebracht. Doch es geht auch anders, denn die Plasmatechnologie Openair® ermöglicht jetzt die Fertigung im direkten Spritzguss mit selektiver Haftungsmodifikation.

Dafür wird auf der Messe ein Plasmatreat System (FG5001) in die Spritzgieß. maschinenzelle integriert. Das Plasma trifft mit nahezu Schallgeschwindigkeit auf das zu behandelnde Röhrchen aus Polypropylen, welches anschließend mit TPU (thermoplastisches Elastomer), welches die Membrane bilden soll, überspritzt wird. PP hat als unpolarer Kunststoff eine sehr niedrige Oberflächenenergie. Durch die Vorbehandlung mit Plasma wird die Oberfläche aktiviert, d.h. ihre Energie wird so stark erhöht (>72mJ/m²), dass nun eine Haftung mit TPU möglich wird.

Der Besucher kann den gesamten Prozess live verfolgen. Anhand eines zweiten Röhrchens wird zudem in einer Tampon-Druckmaschine (Tampoprint Hermetic 6-12) die gute Bedruckbarkeit von PP nach einer Plasmabehandlung gezeigt. Beide Prozesse werden über einen Roboter (Motoman HP3J)gehandelt, die Röhrchen anschließend in einem Entnahmebehälter abgelegt. Nachdem die Teile von einem Bediener zusammengefügt worden sind, übergibt er sie  – zusammen mit einem bunten Luftballon – an die Besucher. Und dann heißt es : Bitte pusten!

Das hier auf anschauliche und praxisnahe Weise gezeigte Verfahren setzt neue Maßstäbe für die Spritzgießfertigung bei der Verbindung schwieriger Materialien. Die von Plasmatreat entwickelte, auf einem Düsenprinzip basierende Plasma- technik Openair® ist uneingeschränkt robotertauglich und prozesssicher, die verwendeten Systeme benötigen weder eine Kammer (Vakuum), noch bewirken sie die Unterbrechung des Produktionsprozesses. Sie können stattdessen inline, also direkt in die neue oder auch bereits bestehende Fertigungslinie, integriert werden. Die Vorbehandlungstechnik ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch weit umweltfreundlicher als die meisten konventionellen Verfahren.

Über Plasmatreat
Seit 1995 steht für das heute weltweit operierende Unternehmen Plasmatreat die Entwicklung von atmosphärischen Plasmaverfahren im Mittelpunkt seiner Aktivi- täten. Die Openair® Technologie ist international mit Patenten vertreten und findet Anwendung in nahezu allen Bereichen der industriellen Fertigung. Ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien werden umweltschonend innovative und kostengünstige Oberflächenbehandlungen realisiert: Materialien wie Kunststoff, Metall, Glas oder Keramik werden mit Openair®-Plasma effizient und effektiv inline gereinigt, aktiviert oder beschichtet. Brilliante Optik bei Lackierungen, optimale Haftung bei Kunststoffverklebungen oder hoher Korrosionsschutz bei der Vorbehandlung von Metallen sind beispielhafte Ergebnisse. Mit der neuesten PlasmaPlus® Technik werden nun auch selektive Nanobeschichtungen (Plasmapolymerisation) unter- schiedlichster Materialien erstmals unter Atmosphäre möglich.

Mit Technologiezentren in Deutschland, den USA, Japan und China sowie mit Tochterfirmen, Niederlassungen und Verkaufsbüros in über 20 Ländern ist Plasmatreat international immer dort präsent, wo Expertenwissen und fundierte Erfahrung im Bereich individueller und anspruchsvoller Oberflächenbehandlung gefragt sind.


Fachartikel
Kaltes Plasma erobert neue Dimensionen (Artikel erschienen in der September- Ausgabe 2009 der Zeitschrift Kunststoffe) - Artikel lesen (PDF-Datei, 1,25 MB)

Inline Plasmabehandlung von Kunststoffen (Artikel erschienen in der November- Ausgabe 2008 der Zeitschrift GAK) - Artikel lesen (PDF-Datei, 807 KB)


Besuchen Sie uns auf der Fakuma. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand (Halle A1, Stand 1422)

Plasmatreat GmbH - LogoPlasmatreat GmbH
Bisamweg 10
D-33803 Steinhagen
 
Tel. +49 (0) 5204 9960-0
Fax +49 (0) 5204 9960-33

www.plasmatreat.de
mail@plasmatreat.de


Fakuma 2009
Halle A1, Stand 1422

 

Ort / Place
Messe Friedrichshafen

Datum / Date
18.10. - 22.10.2011

Link
www.fakuma-messe.de

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