Ausstellernews Fakuma 2015

ONI-Wärmetrafo GmbH
Wenn die Kühlung kostenlos heizt

Messenachlese zur Fakuma 2015

Fachbesucher finden bei ONI Antworten auf aktuelle Fragen ...und die innovative Systemtechnik dazu
Noch niemals zuvor hat es so viele neue Anforderungen und Vorschriften bzw. Entwicklungstendenzen im Bereich der peripheren Technik, rund um Produk- tionsanlagen und -systeme gegeben. Daraus resultierend ist eine Vielzahl von Fragen entstanden, die kompetent beantwortet werden wollen und für die letztendlich eine innovative Lösung in Form einer Produkt- oder Systemtechnik bereitstehen muss.

ONI-Wärmetrafo - Voller Stand mit Blick auf die Videowand
Voller Stand mit Blick auf die Videowand

"Dass auch bei Kunststoff verarbeitenden Betrieben ein entsprechend hoher Informationsbedarf  und Nachfrage nach innovativen Systemlösungen besteht, zeigt uns einmal mehr die um ca. 16 % gegenüber der Fakuma 2014 gestiegene Fachbesucherzahl auf unserem Messestand",  so erklärt sich für Wolfgang Oehm, geschäftsführendem Gesellschafter der ONI-Wärmetrafo GmbH, der starke Fach- besucherandrang. 

Der Fragenkatalog war breit gefächert und reicht von, "Kommt die Pflicht zur generellen Einführung eines Energiemanagementsystems" oder "Natürliche oder synthetische Kältemittel, wohin geht die Reise?" bis zu "Welche Folgen hat die VDI 2047 Blatt 2 - Hygiene bei Rückkühlwerken - auf die Betriebsweise von Kühlturmanlagen?" oder auch "Wie findet das Thema Industrie 4.0 Niederschlag in der Anlagentechnik rund um die Kunststoffverarbeitung?". Zu diesen und anderen Fragestellungen fanden die Fachbesucher auf dem ONI-Messestand eine kom- petente Beratung und die technische Systemlösung gleich dazu.

Beeindruckend für viele Standbesucher waren vorgestellte Projektbeispiele in Form  ausgeführter Anlagen bzw. Anlagenumrüstungen sowie die an vier pro- duzierenden Spritzgießmaschinen installierte Rhytemper® Systemtechnik,  die allesamt mit herausragenden Einsparergebnissen aufwarten konnten.

Besonders ausgeleuchtet und in einer schwarzen Plexiglas-Box platziert, wurde das Rhytemper® Unit-Blockmodul in Szene gesetzt. Dieses Unit-Blockmodul ist Basis für die unterschiedlichsten Bestückungsvarianten von der Wasserverteilung bis zur prozessüberwachenden, dynamischen Einzelkreis-Temperierung im Reinraum. An einer daneben stehenden Rhytemper-Säule mit 3 Blöcken, die mit je 24 Blockmodulen ausgerüstet waren, wurden die einzelnen Bestückungsvarianten und die kompakte Bauweise anschaulich dargestellt. "Die permanent wei- terentwickelte Rhytemper®  Technik ist heute in der Lage, eine permanente Pro- duktionsüberwachung und damit Qualitätssicherung der gefertigten Kunststoff- Formteile, durch ein Abprüfen des Thermischen-Fingerprints in jedem Schuss, zu realisieren.

"Neben den bekannten Vorteilen, wie die in der Praxis erzielten Zykluszeitein- sparungen bei der Produktion von qualitativ hochwertigen, technischen Teilen von durchschnittlich ca. 18 % gegenüber konventionellen Temperiersystemen und die Sicherung der Prozessstabilität, ist die permanente Produktionsüberwachung ein überzeugendes Argument für den Kunststoffverarbeiter. Wir können das sehr schön an der überproportional gestiegenen Nachfrage ablesen. So konnten wir allein in 2014 eine massive Umsatzsteigerung von ca. 55 % gegenüber dem Vor- jahr verzeichnen und wir haben in diesem Jahr bereits per September den Umsatz des gesamten letzten Jahres erreicht", so Falk Liebsch, Prokurist der Toch- tergesellschaft  ONI Temperiertechnik Rhytemper aus Großröhrsdorf.

Im Bereich der Kältemaschinentechnik wurde die Fragestellung nach zukünftigen Entwicklungstendenzen bezüglich einzusetzender Kältemittel aufgegriffen. Gezeigt wurde eine drehzahlgeregelte Großkältemaschine mit einer Kühlleistung von 550 kW bei der NH3 als natürliches Kältemittel verwendet wird.

Der Nachteil dieser auf dem Kältemittel NH3 basierenden Kältemaschinentechnik ist schlichtweg der höhere Preis. Gegenüber effizienter Kältemaschinentechnik mit Kältemittel wie beispielsweise R 134a schlägt ein um etwa Faktor 3 bis 4 hö- herer Systempreis zu Buche. "Wir bieten unseren Kunden die technische Lösung, die für ihn als Anlagenbetreiber aktuell und zukunftsorientiert,  betriebssicher, effizient und unter Berücksichtigung  von wirtschaftlichen und Umweltaspekten aus unserer Sicht ideal ist.

Dabei kann er auf unsere Erfahrung und unsere Innovationskraft vertrauen, wie bereits mehr als 4.000 Kunden in über 60 Ländern der Welt", versichert Wolfgang Oehm den vielen interessierten Fachbesuchern.

ONI-Wärmetrafo - Fachgespräche_EtaControl
Neben Antworten auf Fragen auch die technischen Lösungen

Der Bereich Lüftungs- und Reinraumtechnik fand in diesem Jahr noch einmal mehr Beachtung, weil Kunststoffverarbeiter ihre Fertigungsbedingungen aufgrund gestiegener Qualitätsansprüche verbessern müssen und immer mehr Kunst- stoffverarbeiter den Einstieg in die Medizintechnik oder ähnlich gelagerter Be- reiche suchen. In allen Fällen ist eine definierte Raumluftqualität, die unter Ein- satz von möglichst wenig Energie bereitzustellen ist, gefordert. "Die Forderung nach einer definierten Luftqualität bei gleichzeitig geringem Energieeinsatz bzw. niedrigen Betriebskosten ist in der Praxis jedoch nur dann zu erfüllen, wenn beispielsweise kostenlose Abwärme aus Kühlwasserkreisen für die Erwärmung der Luft genutzt werden kann. Aus diesem Grund werden unsere lufttechnischen Anlagenkonzepte zwar in ersten Linie den Forderungen nach der geforderten Luftqualität angepasst, unmittelbar nachgelagert ist jedoch die energetische Op- timierung unter Berücksichtigung und Nutzung kostenloser Energiequellen durch Einsatz von ONI-Wärmerückgewinnungssystemen", beschreibt Wolfgang Oehm die nutzbaren Synergieeffekte der bei ONI tagtäglich realisierten, ganzheitlichen Systemausrichtung.

Im Bereich der Stromverbrauchsreduzierung fand die EtaControl®  Technologie, mit der Stromeinsparungen an Kunststoff-Spritzgießmaschinen von 25 bis 50 % realisiert werden und die Systemergänzung mit dem Modul Etasave, die eine Rückspeisung von eingespartem Strompotential in Zeiten der Regelphase möglich macht, großes Interesse. Die in der Zwischenzeit an etwa 3.000 Maschinen im Schließkraftbereich von 1.500 bis 40.000 kN eingesetzte EtaControl Technik wird von Kunststoffverarbeitern überaus erfolgreich eingesetzt, weil aus den hohen Einsparraten Amortisationszeiten zwischen 0,8 und 1,9 Jahren im Praxisbetrieb resultieren

"Die Fakuma Messe 2015 war für uns ein voller Erfolg! Wir haben auch in diesem Jahr eine weiter gestiegene Fachbesucherzahl registrieren können, weil die Themen Energieeffizienz und Prozessoptimierung für den Kunststoffverarbeiter nach wie vor einen hohen Stellenwert haben. Darüber hinaus sieht man sich durch neue Vorschriften mit gleich einer ganzen Anzahl von Forderungen konfrontiert. Für die  daraus resultierenden Fragen konnten wir den Fachbesuchern nicht nur kompetent Rede und Antwort stehen, sondern konnten dazu auch noch die passende System- oder Produktlösung vorstellen.

ONI-Wärmetrafo - permanent volle Belegung
ONI-Messestand täglich stark besucht

Für die Fachbesucher waren einmal mehr die von uns realisierten Projekte und die nach der Umsetzung erzielten Energieeinspareffekte von Interesse. Sieht man sich die Summenbilanz der von uns realisierten Projekte dahingehend einmal an, findet man beeindruckende Ergebnisse. So sparen ONI-Kunden durch den Einsatz unserer Systemtechnik pro Jahr ca. 1,3 Milliarden Euro ein! Mit der jährlich eingesparten Strommenge könnte man mehr als 1 Millionen Haushalte, d.h. Köln, Leverkusen und Gummersbach zusammen, ganzjährig mit Strom versorgen und die eingesparte Heizenergie würde für die Versorgung in der Heizperiode der Haushalte in Dresden, Leipzig und Cottbus ausreichen.

Damit leisten unsere Kunden gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Um- weltschutz, weil die eingesparte Energie zwangsläufig zu einer Reduzierung der Umweltbelastungen führt. Als Resultat der Energieeinsparung wird eine Redu- zierung der CO2-Emissionen um ca. 4,9 Millionen Tonnen pro Jahr erzielt! Man kann hier wirklich davon sprechen, dass beide Bereiche, Ökonomie und Ökologie gleichermaßen von unseren Systemlösungen und Anlagen profitieren. In diesem Zusammenhang haben wir den Besuch und die positive Bewertung unserer Arbeit und Innovationskraft durch Herrn Dr. Günther Hozetzky , Staatssekretär im Mini- sterium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen als besondere Wertschätzung empfunden.

Während der Messe hat es viele konkrete Projektanfragen gegeben und selbst jetzt, ein paar Tage nach der Messe erhalten wir eine ungewöhnlich große Anzahl an Projektanfragen. Das wir von der Messe dann auch noch einige Aufträge im Gesamtwert von etwa 2,3 Millionen Euro mit nach Hause nehmen konnten ist dann noch das i-Tüpfelchen.

Unser Messe- und Unternehmenserfolg  gibt uns dahingehend Recht, dass wir mit unserer ganzheitlichen, Energie sparenden und Prozess optimierenden System- technik richtig liegen. In der Folge erwarten wir ein weiterhin kontinuierliches Unternehmenswachstum und werden daraus bedingt neue Arbeits- und Aus- bildungsplätze schaffen!", so das abschließende Fazit von Wolfgang Oehm zum ONI-Messeauftritt in Friedrichshafen.


Wenn die Kühlung kostenlos heizt
Mit „Komplettlösungen aus einer Hand“, von der Produktentwicklung über den Werkzeugbau bis zu hoch spezialisierten Fertigungsverfahren, hat man sich als innovativer Kunststoff-Systempartner eine sehr gute Markt- position in verschiedenen Industriebranchen erkämpft. Im Kerngeschäft seit vielen Jahren erfolgreich, hat man mit dem Firmenneubau in Krauchenwies-Göggingen auch im Hinblick auf Energieeffizienz und Umweltbewusstsein Maßstäbe gesetzt.

ONI-Wärmetrafo GmbH - Vema Bild 1

1982 aus kleinsten Anfängen gestartet, zählt die VEMA GmbH in Krauchenwies- Göggingen mit ihren Geschäftsbereichen Werkzeug- und Formenbau sowie Technische Kunststoffteile heute zu einer der ersten Adressen für anspruchsvolle Kunden aus den verschiedensten Industriebranchen. Das internationale Kun- denspektrum reicht dabei von den Top-Marken in der Automobilindustrie bis zur Sanitär-, Mess- und Medizintechnik. Innovative Technik, eine Unternehmensfüh- rung mit dem richtigen Gespür für Marktchancen sowie ein motiviertes und en- gagiertes Mitarbeiterteam sichern den kontinuierlichen Erfolg des Unternehmens. „Mit unserer Kompetenz, Zuverlässigkeit und Flexibilität stärken wir die Inno- vationskraft unserer Kunden und schaffen dadurch eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit, die Basis für einen kontinuierlichen Ausbau unserer nationalen und internationalen Geschäftsbeziehungen ist.“, erklärt Werner Veser, geschäfts- führender Gesell- schafter, den kontinuierlichen Unternehmenserfolg.
 
ONI-Wärmetrafo GmbH - Vema Bild 2
Moderne Industriearchitektur und innovative Energiespartechnik ergänzen sich in idealer Weise im Firmenneubau der VEMA Werkzeug- und Formenbau GmbH in Krauchenwies-Göggingen.

Die überaus positive Unternehmensentwicklung spiegelt sich für jeden sichtbar in einer stetig wachsenden Mitarbeiterzahl und dem 2012 auf der grünen Wiese entstandenen Firmenneubau wider. Auf insgesamt ca. 6.000 Quadratmeter Grundfläche haben der mit modernsten Bearbeitungsmaschinen bestückte Werk- zeugbau, die Kunststoffspritzerei mit aktuell ca. 30 Hochleistungs-Spritzguss- maschinen und die Verwaltung ein attraktives, neues Zuhause gefunden. Ge- bäude- und Innenarchitektur sowie die einzelnen Betriebsbereiche wurden auf einen optimalen Fertigungsablauf hin ausgerichtet. Darüber hinaus wurde in Sa- chen Energieoptimierung ein ganzheitliches Konzept umgesetzt, dass beispielhaft für energieintensive Betriebe ist. „Mit dem Neubau und der darin verbauten Betriebstechnik wollten wir zeigen, dass man als energieintensiver Betrieb eini- ges dafür tun kann, um Energiekosten und Umweltbelastungen nachhaltig auf einen Minimalwert zu reduzieren,“  beschreibt Christian Veser die Intention der Un- ternehmensleitung bezüglich der energetischen Ausrichtung des Firmenneubaus.

„Aus diesem Grund haben wir uns für die Planung und Umsetzung  des Ener- giekonzeptes die Fachleute der ONI-Wärmetrafo GmbH aus Lindlar ins Haus geholt, die uns anhand von Referenzanlagen und einem auf unsere Situation hin abgestimmten, schlüssigen Konzept überzeugen konnten.“

Systemansatz bestimmt die Richtung
Vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender Energiekostenbelastungen ist heute jeder Anlagenbetreiber daran interessiert, seinen Energieverbrauch so weit wie möglich zu senken. Die Frage ist nur immer wieder, wie und mit welchem Aufwand? Auf den ersten Blick etwas leichter fällt da die Systemausrichtung der Energietechnik wenn es um einen Neubau geht. Leider wird aber auch in diesen Fällen des Öfteren in die falsche Richtung gerudert und Betreiber kämpfen über 15 oder 20 Jahre mit unnötig hohen Energiekosten.

Bei VEMA hat man sich Dank der selbst gesammelten Erfahrung und dem über- zeugenden ONI-Konzept von Anfang an in die richtige Richtung orientiert. Das Basiskonzept wurde so ausgerichtet, dass die Kühlenergieerzeugung  der Be- triebssituation und Außentemperatur ideal angepasst und eingesetzte Energie gleich mehrfach genutzt wird. Das Ergebnis ist eine in jeder Hinsicht kos- tenoptimierte Energieversorgung die ganz nebenher dazu beiträgt, die Wett- bewerbsfähigkeit des Unternehmens ein Stück weit zu verbessern.

Alles in einem Kreis
Schon seit der Firmengründung beschäftigt man sich mit der Entwicklung und Herstellung technisch anspruchsvoller Kunststoffteile. Produziert werden diese hochwertigen Produkte wie Designteile, Optik- und Sichtteile auf ca. 30 Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen im Schließkraftbereich von 250 bis 2500 kN. Für den Produktionsprozess von wesentlicher Bedeutung ist die ganzjährige, sichere Versorgung mit Kühlwasser in einem stabilen Temperaturniveau sowohl für die Antriebseinheiten der Maschinen, wie für die komplexen Werkzeugsysteme, um eine prozessangepasste Werkzeugoberflächentemperatur sicherstellen zu können.
 
ONI-Wärmetrafo GmbH - Vema Bild 3
Alles geregelt und alles im Blick!  Werner und Christian Veser sind mit der Regel- anlage der ONI-Anlagentechnik bestenes vertraut und freuen sich  über die erzielten Einsparergebnisse.

An Stelle von früher eingesetzten Kühlturm-Anlagen, die für Probleme in der Kühlwasserqualität sowie ein aufwändiges Handling von Chemikalien gesorgt haben, werden bei VEMA patentierte, leerlaufende Freikühler für die Kühlwas- serversorgung dieser Bereiche eingesetzt. Diese Rückkühlaggregate überzeugen durch eine optimale Leistungsanpassung an den tatsächlichen Leistungsbedarf und verbrauchen dabei extrem wenig Strom. Die mit einer so genannten Adiabatik ausgerüsteten Geräte sind in der Lage, auch bei höheren Außentemperaturen die Kühlwasserversorgung im Sommer sicherzustellen.

Ein besonderes Plus dieses von ONI eingesetzten Freikühler-Systems ist die Gly- kolfreiheit. Glykol gilt als wassergefährdender Stoff und erfordert mit Blick auf das Wasserhaushaltsgesetz besondere Sicherungsmaßnahmen, deren Einhal- tung oftmals mit einem erheblichen anlagentechnischen Aufwand verbunden ist. Um dieser Problematik von vorherein auszuweichen und den Anlagenbetreiber nicht unnötig zu belasten, wurden diese glykolfreien Systeme gewählt.

Versorgungssicherheit hat höchste Priorität
Die Einhaltung von Lieferverpflichtungen ist eine wesentliche Forderung  von Kunden an ihre Lieferanten. Speziell dann, wenn Teile „Just-in-time“ oder „Just-in- sequenz“ geliefert werden müssen, erhält diese Forderung besonderen Nach- druck. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, wurde bei der VEMA  in Krauchenwies-Göggingen daher parallel zur Rückkühlanlage mit glykolfreien Freikühlern ein Zisternen-Kühlsystem eingeplant. Damit wird nicht nur eine Leis- tungs-Redundanz geschaffen, sondern gleichzeitig eine Möglichkeit zur Deckung von Lastspitzen, beziehungsweise von Kühllasten bei extremen Außentempe- raturen.

Zudem bietet die Zisternen-Kühlung aber noch einen angenehmen Nebeneffekt. Bei massiver Sonneneinstrahlung und hohen Außentemperaturen über mehrere Tage ist auch die beste Wärmedämmung nicht in der Lage, die Außenwärme aus dem Gebäude fernzuhalten. In diesem Fall wird die Zisternen-Kühlung genutzt, um Unternehmensbereiche auf ein Temperaturniveau zu bringen, bei dem konzen- triertes Arbeiten möglich ist.

Kühlung spart Heizkosten
Um ein Unternehmen mit mehreren tausend Quadratmetern Produktions-, Büro- und Lagerfläche in den Übergangs- und Wintermonaten zu beheizen und dazu ganzjährig erwärmtes Trinkwasser für Duschen und Waschbecken bereitstellen zu können, ist üblicherweise eine Menge Erdgas oder Heizöl  erforderlich. Der Heizenergieverbrauch und die daraus resultierenden Betriebskosten sind des- halb nicht unerheblich. Darüber hinaus ist für dieses Wärmeerzeugersystem ein Heizhaus mit Kessel, Brenner und Abgasanlage erforderlich.

Durch das von ONI entwickelte Heizenergie-Versorgungskonzept wird für den Standort in Krauchenwies Göggingen einmal eingesetzte Energie einfach ein zweites Mal genutzt. Damit wird nicht nur sehr viel Energie eingespart sondern es kann auf Investitionen für ein Heizhaus verzichtet werden.

„Wir haben Abwärme aus den verschiedensten Bereichen zur Verfügung, haben sie allerdings in der Vergangenheit nicht genutzt. Mit dem neuen Heizwärme- konzept haben wir die bisherige Situation um 180 Grad gedreht und das Ergebnis ist selbst für uns überwältigend“, kommentiert Christian Veser das erzielte Einsparpotential aus der Abwärmenutzung. 

ONI-Wärmetrafo GmbH - Vema Bild 4
An Stelle eines kostenintensiven  Heizhauses ist eine kleine Heizpatrone instal- liert! Grund dafür: Bei VEMA wird ganzjährig mit der kostenlosen Maschinen- abwärme geheizt. ...und sollte diese Abwärme in Revisionszeiten einmal nicht zur Verfügung stehen, springt die Heizpatrone ein.

Grundlage des neuen Heizenergiekonzepts für VEMA ist die Nutzung von Ab- wärme aus der Kühlung von Spritzgießmaschinen und Werkzeugen im Tem- peraturniveau von 35 °C, sowie aus der Drucklufterzeugung mit etwa 70 °C. Diese Abwärme wird auch heute noch bei vielen Industriebetrieben über Rück- kühlsysteme einfach ungenutzt in die Atmosphäre abgeführt und sorgt für eine unnötige Umweltbelastung.

VEMA dagegen nutzt das Temperaturniveau von 35 °C im Kühlkreis-Rücklauf der Maschinen und Werkzeuge für die Beheizung von Büro und Lagerflächen! Spezielle Hallen- und Büroheizgeräte sowie ein Fußbodenheizsystem von ONI reicht dieses Temperaturniveau vollkommen aus, um selbst bei extremen Außentemperaturen eine auskömmliche Beheizung aller Betriebsbereiche in der Heizzeit sicherzustellen.

Die Niedertemperatur-Heiztechnik hat darüber hinaus einen zusätzlichen, nicht zu unterschätzenden positiven Effekt. Büro- und Hallenheizgeräte sind in der Lage, eine ideale Temperaturverteilung im Raum zu realisieren. Die relativ geringe Temperaturdifferenz zwischen Heizwärmeaustritt und Raumlufttemperatur führt zu einer bestmöglichen, homogenen Vermischung im Raum und einem angenehmen Raumklima im Vergleich zu oftmals eingesetzten Hochtemperatur-Heizsystemen.

Für die hygienisch einwandfreie, zentrale Trinkwasserversorgung sind Speicher- oder Durchlaufsysteme notwendig, die mit Heizwasser-Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr versorgt werden. Ist im Schichtbetrieb mit Verbrauchsspitzen zu rechnen, verbieten sich jedoch aufgrund der hohen Anschlussleistungen die so- genannten Durchlaufsysteme. In jedem Fall sind für die Versorgung solcher Trinkwassersysteme jedoch Heizwärmeversorger notwendig, die im Vorrang- betrieb arbeiten müssen, um die geforderten Vorlauftemperaturen  liefern zu kön- nen. Erfahrungsgemäß arbeiten solche Heizwärmeversorger über das Jahr jedoch mit einem ausgesprochen schlechten Nutzungsgrad, der in vielen Fällen unterhalb von 50 % liegt.

An Stelle eines Heizkessels oder einer Heiz-Therme setzt VEMA die Abwärme aus der Drucklufterzeugung für die Trinkwassererwärmung ein, weil aus der Kühlung der Druckluftkompressoren ganzjährig Kühlwasser mit etwas mehr als 70 °C zur Verfügung steht!

Bei VEMA stehen in den Produktionszeiten des 3-Schicht-Betriebes aus den verschiedenen Bereichen in Summe permanent mehr als 200 kW nutzbare Abwärmeleistung für Heizzwecke zur Verfügung. Diese Abwärmenutzung hat für den Betreiber einen finanziell interessanten Doppelnutzen. Abwärme, die bisher kostenintensiv rückgekühlt werden musste, wird durch die ONI-Technologie zu kostenloser Heizenergie und reduziert die Heizkosten massiv, was in Zeiten steigender Energiekosten besonders wertvoll ist. Darüber hinaus wird der Ener- gieaufwand  für den Betrieb der Rückkühlaggregate zumindest in der Heizzeit massiv reduziert.

Vertrauen ist gut, ....
...Kontrolle ist besser. Diesen Spruch kennen sicherlich die meisten von uns, spiegelt er doch einfach die Lebenserfahrung, die man in dem einen oder anderen Fall vielleicht selbst gemacht hat.

Plausiblen Wirtschaftlichkeitsberechnungen und beispielhaften Referenzprojek- ten kann man in der Entscheidungsfindung sicherlich einiges abgewinnen, aber schön ist, wenn man die prognostizierten Einsparergebnisse und die Betriebs- situation der Anlagentechnik auf einen Blick kontrollieren kann.

Im Fall VEMA wollte die Geschäftsführung des Unternehmens genau diese Möglichkeit haben, um Ihre Entscheidung für eine energieoptimierte Anlage im Nachhinein bewerten zu können. 

Installiert wurde daher ein Regelsystem, in dem alle relevanten Anlagendaten zusammenlaufen und ausgewertet werden sowie Betriebszustände visualisiert werden. Im Zentrum steht ein SPS-Baustein mit einer von ONI entwickelten, energieoptimierenden ONI-Systemsoftware die als dynamisches Management- system die Organisation der Energieversorgung bei VEMA übernimmt. Hier laufen alle Informationen zu Systemzuständen der Gesamtanlage zusammen, werden ausgewertet und von hier aus bekommen die wesentlichen Systemkomponenten alle notwendigen Befehle.

Das Regelsystem erkennt beispielsweise sofort, wenn eine Spitzenlast die Zuschaltung der Zisternen-Kühlung notwendig macht oder in welchem Bereich gerade eine Abwärmenutzung möglich ist. Damit wird sichergestellt, dass zu je- der Stunde nur der Primärenergie-Aufwand betrieben wird, der zwingend not- wendig ist. Ist Heizwärme in einem Unternehmensbereich notwendig, wird die entsprechende Leistung aus dem Maschinenkühlkreis zur Verfügung gestellt. Die dadurch reduzierte Rückkühlleistung hat dann wiederum eine Verringerung der Freikühlerleistung zur Folge, was zusätzlich Strom spart.

Für die Zukunft gerüstet
„Wir haben uns mit den ONI-Fachleuten die richtigen Partner ins Boot geholt, um eine unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimale Energieversorgung für un- ser Unternehmen sicherzustellen. Wir waren selbst überrascht, wieweit sich Ener- gieverbräuche bei einem optimierten Energiesystem zurückfahren lassen. Mit unserem ganzheitlich optimierten Energiekonzept wurde unserer Meinung nach die bestmögliche Ausgangssituation geschaffen, um auch in Zukunft eine besonders wirtschaftliche und damit Kosten sparende Energieerzeugung fahren zu können. Da dieser Aspekt vor dem Hintergrund zu erwartender Energiepreissteigerungen an Bedeutung gewinnen wird, sehen wir uns, selbst in einem stärker werdenden Wettbewerb, gut aufgestellt. In der Folge erwarten wir auch zukünftig ein kon- tinuierliches Unternehmenswachstum und haben daher auf ein modular auf- gebautes Energiesystem von ONI gesetzt. Dieser Systemaufbau schafft die Möglichkeit, zu jeder Zeit die Leistungsanpassungen vornehmen zu können, die aus einer Produktionserweiterung resultiert. Damit haben wir neben einer hohen Energieeffizienz für eine bestmögliche Flexibilität unserer Energietechnik gesorgt. Im Zusammenspiel mit unserem innovativen Werkzeugbau, dem für höchste Ansprüche ausgerichteten Spritzgussbetrieb und unserem engagierten Mitarbei- terteam sehen wir uns damit für die Zukunft gut gerüstet“, so das abschließende Fazit von Werner und Christian Veser zum realisierten Energiekonzept im Hause VEMA. 


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Wärmerückgewinnung
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Kälteanlagen
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