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EWIKON erweitert zur Fakuma 2009 die HPS III-MH Düsenbaureihe für die direkte seitliche Anbindung um abgewinkelte Spitzenvarianten und präsentiert eine Weltneuheit – eine Anspritzgeometrie mit seitlicher Schmelzezuführung und senk- rechter Anbindung zur Anspritzung unter engsten Platzverhältnissen.
 Die neue HPS III-MH Düse wurde speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Medizintechnik oder der Verpackungstechnik konzipiert
Abgewinkelte Spitzen erweitern die Anspritzmöglichkeiten Der klassische Spitzeneinsatz zur Seitenanspritzung im 90° Winkel zur Entfor- mungsrichtung ist nun auch mit 60°, 45° und 30° Winkelung verfügbar. In der Medizintechnik lässt sich so beispielsweise die oftmals bei der seitlichen Anspritzung dünnwandiger, schlanker rohrförmiger Bauteile auftretende einseitige Belastung des Formkerns durch den Schmelzedruck mit daraus resultierendem Kernversatz reduzieren – durch gewinkelte Spitzen kann der Anspritzpunkt näher am Kernlager positioniert werden.
Weltneuheit: Senkrecht anspritzen mit seitlicher Schmelzezuführung Ausschließlich mit dem EWIKON HPS III-MH Düsenkonzept kann eine innovative Möglichkeit der Direktanbindung unter engsten Platzverhältnissen realisiert werden. Die Schmelzezuführung erfolgt seitlich, der Anschnitt ist aber in Entfor- mungsrichtung (0°) positioniert. Diese Technik wurde besonders für Bauteile entwickelt, bei denen eine Anspritzung auf waagerechten Flächen in direkter Nähe aufsteigender Konturen gefordert ist, beispielsweise auf Flanschen von Proben- gefäßen oder auf Halteplatten von Spritzen. Dies kann sowohl mit rechtwinklig gekröpften Wärmeleitspitzen, als auch mit Nadelverschlußtechnik erfolgen. Bei beiden Verfahren kann der Anspritzpunkt bis zu 3 mm nah an der aufsteigenden Kontur platziert werden. Selbst mit sehr schlanken konventionellen Heißkanaldü- sen war bisher eine so konturnahe Anspritzung aus Platzgründen ausgeschlossen.
Beim Nadelverschlußsystem erfolgt die Nadelbetätigung synchron über eine Hubplattenmechanik. Eine Neuheit sind die kombinierten Nadeldichtungen und - führungen, die anschnittnah im gekühlten, einteiligen Formeinsatz eingeschraubt sind. Neben hoher Dichtigkeit des Systems erreicht man so eine kurze freie Nadellänge und minimale Nadelbelastung. Anstelle der beim offenen System eingesetzten Wärmeleitspitzen werden gegabelte Wärmeleitelemente verwendet, die durch ihre spezielle Formgebung die Nadel direkt vor dem Anschnitt großflä- chig und berührungsfrei umschließen und eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Anschnittbereich sicherstellen.
Keine Kompromisse bei Einbau, Wartung und Farbwechsel Für alle neuen Anspritzvarianten können kostengünstige, einteilige Formeinsätze verwendet werden. Möglich macht dies das Montagekonzept für die Spitzenein- sätze, die nach Einbau des Düsenkörpers von der Trennebene des Werkzeugs aus in einer Kippbewegung eingesetzt werden. Erst dieses zum Patent ange- meldete Montageverfahren ermöglicht den Einbau gewinkelter Spitzen in die dafür benötigten hinterschnittigen Geometrien des Formeinsatzes. Ebenso einfach wie der Einbau gestaltet sich die Wartung während des Betriebs. Der Austausch einzelner Spitzeneinsätze oder ein genereller Spitzentausch kann äußerst zeitspa- rend direkt auf der Maschine am offenen Werkzeug durchgeführt werden. Die eckenfreie Schmelzekanalführung innerhalb der HPS III-MH Düse ermöglicht in Verbindung mit der Schmelzedichtung direkt am Anschnitt einen schnellen Farbwechsel, der – aufgrund der einfachen Demontierbarkeit der Spitzen – bei kritischen Materialien zusätzlich leicht durch eine mechanische Reinigung des Anschnittbereichs unterstützt werden kann.
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