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27.08.2014 SCHMOLZ + BICKENBACH: Mit verbesserter Profitabilität

Die an der Schweizer Börse kotierte SCHMOLZ + BICKENBACH AG (SIX: STLN), ein weltmarktführendes Unternehmen für Spezialstahl-Langprodukte (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säure-und hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl) konnte im zweiten Quartal 2014 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld wieder ein deutlich positives Konzernergebnis erzielen. Während im Vorjahresquartal und im Gesamtjahr 2013 noch Verluste ausgewiesen wurden, konnte nach dem ersten Quartal 2014 auch im zweiten Quartal 2014 mit EUR 22.8 Mio. ein deutlich positives Konzernergebnis erreicht werden.

Nachdem SCHMOLZ + BICKENBACH im ersten Quartal 2014 besonders hohe Auftragseingänge verzeichnen konnte, normalisierten sie sich im zweiten Quartal in etwa auf Vorjahresniveau. Der zum 30. Juni 2014 erreichte Auftragsbestand von 539 Kilotonnen lag zwar um 5.6% unter dem Wert zum 31. März 2014 (571 Kilotonnen), konnte den Auftragsbestand zum 31. Dezember 2013 (452 Kilotonnen) jedoch um 19.2% und den zum 30. Juni 2013 (402 Kilotonnen) sogar um 34.1% übertreffen.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 verbesserte sich der Absatz um 24 Kilotonnen bzw. 4.5% auf 557 Kilotonnen (Q2 2013: 533 Kilotonnen), während sich der Umsatz um EUR 15.1 Mio. bzw. 1.7% auf EUR 858.0 Mio. (Q2 2013: EUR 873.1 Mio.) verringerte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 erzielte SCHMOLZ + BICKENBACH einen um 7.1% höheren Absatz von 1 138 Kilotonnen (H1 2013: 1 063 Kilotonnen), während der Umsatz um 0.6% auf EUR 1 729.6 Mio. (H1 2013: EUR 1 740.5 Mio.) zurückging. Der im Gegensatz zum Absatz entstandene Umsatzrückgang erklärt sich im Wesentlichen mit den gesunkenen Schrottpreisen und dem anhaltenden Preisdruck bei den Basispreisen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres war jedoch wieder ein deutlicher Anstieg der Legierungspreise, hauptsächlich beim Nickel, zu verzeichnen.

Die prozentuale Bruttomarge konnte auch im zweiten Quartal 2014 mit 35.8% (Q1 2014: 34.1%, Q2 2013: 31.7%) weiter verbessert werden. Für das erste Halbjahr ergab sich damit insgesamt eine prozentuale Bruttomarge von 34.9% (H1 2013: 31.8%). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg um 51.2% auf EUR 73.8 Mio. (Q2 2013: EUR 48.8 Mio.). Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres stieg es um EUR 43.4 Mio. bzw. 45.2% auf EUR 139.4 Mio. (H1 2013: EUR 96.0 Mio.).

Infolge des Schuldenabbaus durch die im vierten Quartal 2013 zugeflossenen Mittel aus der Kapitalerhöhung und verbesserter Zinskonditionen konnte SCHMOLZ + BICKENBACH den Netto-Finanzaufwand mit EUR 9.3 Mio. (Q2 2013: EUR 23.2 Mio.) gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als halbieren. Auch im Halbjahresvergleich konnte der Finanzaufwand mit EUR 24.3 Mio. fast halbiert werden (H1 2013: EUR 45.0 Mio.)

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich im zweiten Quartal mit EUR 33.2 Mio. (Q1 2014: EUR 19.0 Mio., Q2 2013: EUR -10.1 Mio.) noch einmal deutlich gegenüber dem ersten Quartal 2014 und dem Vorjahresquartal. Für das erste Halbjahr erzielte SCHMOLZ + BICKENBACH insgesamt ein EBT von EUR 52.2 Mio. (H1 2013: EUR -14.6 Mio.), welches damit um EUR 66.8 Mio. über dem Vorjahreszeitraum lag. Das Konzernergebnis (EAT) lag im zweiten Quartal 2014 mit EUR 22.8 Mio. (Q2 2013: EUR -11.2 Mio.) um EUR 34.0 Mio. über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr lag das Konzernergebnis mit EUR 35.2 Mio. (H1 2013: EUR -18.9 Mio.) um EUR 54.1 Mio. über dem Vorjahreswert.

Ausblick 2014
SCHMOLZ + BICKENBACH geht davon aus, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft weiter fortsetzt, wenn auch mit etwas verlangsamtem Tempo. Jüngste Prognosen von Weltbank, OECD und IWF erwarten ein Wachstum zwischen 2.5% und 3.6%. Basierend auf ihrer Aprilprognose erwartet die World Steel Association für 2014 ein Wachstum des weltweiten Stahlverbrauchs von 3.1%. Für die EU geht der Verband von einer Steigerung von 3.1% aus, während für die NAFTA-Region ein Anstieg des Verbrauchs von 3.8% und für Asien von 2.8% prognostiziert wird. Diesen recht optimistischen Erwartungen stehen kürzlich veröffentlichte Konjunkturdaten gegenüber. So ging der Auftragseingang in der Industrie in Deutschland im Mai und Juni zum Teil deutlich zurück, Italien rutschte erneut in die Rezession. Gründe hierfür waren unter anderem die anhaltend schwierigen geopolitischen Entwicklungen z.B. in der Ukraine, die auch in den kommenden Monaten dämpfend auf die Konjunktur und damit auf die Stahlnachfrage wirken dürften.

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