< News 738/1165 >

Kunststoff-Schweiz - News-Corner

News drucken


01.07.2014 Lanxess: nimmt Hightech-Kunststoff-Anlage in Belgien in Betrieb

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat wie geplant seine neue Anlage für Polyamid-Kunststoffe in Antwerpen, Belgien, in Betrieb genommen. Die World-Scale-Anlage für Polyamid-Kunststoffe ist für eine Jahreskapazität von rund 90.000 Tonnen ausgelegt und repräsentiert ein Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro. Hauptabnehmer für die Leichtbau-Kunststoffe ist die Automobilindustrie. Nach der aktuellen Startphase wird in den kommenden Monaten die Auslastung der Anlage schrittweise gesteigert.

Antwerpen ist Herzstück der LANXESS-Kunststoffproduktion
Die gesamte Menge der bei LANXESS in Antwerpen hergestellten Kunststoffe wird im weltweiten internen Netzwerk von Compoundier-Anlagen zu den finalen Produkten der Marke Durethan weiterverarbeitet. Die neue Anlage zur Polymerisation von Hightech-Kunststoffen steht auch in unmittelbarer Nähe zur Caprolactam-Anlage, die der Konzern in Antwerpen betreibt. Caprolactam ist das zentrale Vorprodukt für die Kunststoff-Herstellung. Mit Inbetriebnahme der Polyamid-Anlage wird LANXESS einen höheren Anteil von Caprolactam intern weiterverarbeiten können.

Nach der Polymerisation werden die Kunststoffe dann unter anderem mit Glasfasern verstärkt, um deren Eigenschaften weiter zu verbessern und an kundenspezifische Anforderungen anzupassen. Die dazu benötigten Glasfasern werden ebenfalls in einer LANXESS-Anlage in Antwerpen produziert.

LANXESS bedient den Leichtbau-Trend der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie ist der größte Kunde für den LANXESS Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM). Die innovativen Materialien von LANXESS ermöglichen die Konstruktion leichterer Kunststoffteile, die Metallteile in Kraftfahrzeugen ersetzen und so zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen. Je nach Bauteil kann durch die Leichtbauweise eine Gewichtseinsparung zwischen zehn und 50 Prozent erzielt werden. LANXESS Kunststoffe werden beispielsweise in Motoranwendungen, Türstrukturen, Pedalen, Frontends und Cockpitquerträgern eingesetzt. Darüber hinaus bringen die Materialien den Automobilherstellern und -zulieferern erhebliche Einsparungen bei der Produktion und ermöglichen eine einfachere Montage. Ein weiteres Anwendungsfeld für die Hightech-Kunststoffe von LANXESS sind Produkte der Elektro- und Elektronikindustrie.

Der Geschäftsbereich HPM wird von Michael Zobel geleitet und gehört zum Segment Performance Polymers, das im Geschäftsjahr 2013 einen Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro erzielte. HPM beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in Belgien (Antwerpen), Deutschland (Krefeld-Uerdingen, Hamm-Uentrop, Brilon), China (Wuxi), Indien (Jhagadia), USA (Gastonia) und Brasilien (Porto Feliz).

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2013 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 17.000 Mitarbeiter in 31 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 52 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World und DJSI Europe) und FTSE4Good sowie dem Climate Disclosure Leadership Index (CDLI) des CDP.

www.lanxess.comwww.lanxess.com



< News 738/1165 >