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11.03.2014 Geberit AG: Profitabel gewachsen

Die Geberit Gruppe hat im Jahr 2013 überzeugende Resultate erzielt. In einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld konnten in vielen Märkten durch überdurchschnittliche Umsatzzuwächse Marktanteile gewonnen werden. Trotz wiederum erheblicher Investitionen in das organische Wachstum lagen die Ergebnisse über den Vorjahreswerten. Der Umsatz im Jahr 2013 nahm um 4,7% auf CHF 2291,6 Mio. zu, was einem währungsbereinigten Wachstum von 3,6% entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 11,9% auf CHF 510,7 Mio. zu, die EBIT-Marge betrug 22,3% (Vorjahr 20,9%). Das Nettoergebnis erhöhte sich um 12,5% auf CHF 435,8 Mio., bei einer Umsatzrendite von 19,0% (Vorjahr 17,7%). Je Aktie ergab sich eine im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Gewinnzunahme von 14,1% auf CHF 11.59. Der Free Cashflow wuchs um 13,6% auf CHF 444,3 Mio. Der Generalversammlung wird eine gegenüber 2013 um 13,6% auf CHF 7.50 erhöhte Ausschüttung vorgeschlagen.

Währungsbereinigtes Umsatzwachstum leicht unterhalb des mittelfristigen Zielkorridors
Wie bereits im Januar 2014 bekannt gegeben, erzielte die Geberit Gruppe im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von CHF 2291,6 Mio. (Vorjahr CHF 2187,8 Mio.), was einem Wachstum von 4,7% entspricht. Mit einem Plus von 3,6% in lokalen Währungen wurde ein Wert leicht unterhalb der mittelfristigen Wachstumserwartung von vier bis sechs Prozent erzielt.

In einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld konnten in vielen Märkten durch überdurch-schnittliche Umsatzzuwächse Marktanteile gewonnen werden. In Europa nahm der Umsatz um 3,7% zu. Während sich einzelne Märkte in der zweiten Jahreshälfte erholten, hielt insgesamt der Trend der stark divergierenden Entwicklung an. Trotz leichter Erholung litt die Umsatzent-wicklung in Amerika (-0,8%) weiterhin unter der schlechten Verfassung des in dieser Region für Geberit hauptsächlich relevanten öffentlichen Bereichs. Die Umsätze in der Region Fernost/Pazifik verliefen – beeinflusst hauptsächlich durch den negativen Geschäftsverlauf in China – negativ (-3,8%). Einen erfreulichen Umsatzzuwachs erzielte dagegen Nahost/Afrika (+23,8%).

Nach einer gegenläufigen Entwicklung im ersten zeigte sich im zweiten Halbjahr ein positiverer Umsatzverlauf bei den Rohrleitungssystemen im Vergleich mit den Sanitärsystemen. Kumuliert nahm der Umsatz bei den Sanitärsystemen in Schweizer Franken um 4,4% zu (in lokalen Währungen: +3,3%), bei den Rohrleitungssystemen dagegen leicht stärker um 5,2% (in lokalen Währungen: +4,0%).

Ergebniszunahme übertrifft Umsatzwachstum
In einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld lagen die Ergebnisse trotz wiederum erheblicher Investitionen in das organische Wachstum dank dem gesunden Umsatzwachstum und einer effizienten Kostenkontrolle über den Vorjahreswerten. Der operative Cashflow (EBITDA) stieg um 10,5% auf CHF 592,8 Mio. Die EBITDA-Marge erreichte mit 25,9% einen deutlich höheren Wert als im Vorjahr (24,5%). Sie liegt damit auch über dem mittelfristigen Zielkorridor. Über die letzten zehn Jahre betrachtet, übertraf das durchschnittliche EBITDA-Wachstum von 6,0% die entsprechende Umsatzzunahme von 5,0%. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 11,9% auf CHF 510,7 Mio. zu, die EBIT-Marge betrug 22,3% (Vorjahr 20,9%). Das Nettoergebnis erhöhte sich um 12,5% auf CHF 435,8 Mio., was zu einer Umsatzrendite von 19,0% (Vorjahr 17,7%) führte. Damit resultierte beim Nettoergebnis in Prozenten vom Umsatz der höchste Wert seit dem Börsengang 1999. Je Aktie ergab sich – auch als Folge einer geringeren Anzahl ausgegebener Aktien – eine Gewinnzunahme von 14,1% auf CHF 11.59.

Stabiles finanzielles Fundament mit einer Eigenkapitalquote von 75%
Der wiederum substanzielle Beitrag aus dem Free Cashflow ermöglichte eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik bei gleichzeitiger Beibehaltung des sehr soliden finanziellen Fundaments der Gruppe. Die Bilanzsumme nahm von CHF 2007,4 Mio. auf CHF 2226,0 Mio. zu, was hauptsächlich auf den höheren Cashbestand zurückzuführen war. Da im Gegensatz zu den Vorjahren weder Aktien zurückgekauft noch Schulden zurückbezahlt wurden, nahm der Cashbestand deutlich zu. Neben liquiden Mitteln und Wertschriften von CHF 612,8 Mio. (Vorjahr CHF 423,1 Mio.) standen nicht beanspruchte Betriebskreditlinien in Höhe von CHF 198,3 Mio. zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit CHF 11,7 Mio. leicht unter dem Vorjahreswert von CHF 14,7 Mio. Daraus resultierte per Ende 2013 eine positive Netto-Liquidität von CHF 601,1 Mio. (Vorjahr CHF 408,4 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg von bereits sehr soliden 71,3% weiter auf 74,8% an. Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital betrug die Eigenkapitalrendite (ROE) 28,2% (Vorjahr 27,7%). Die Rendite auf dem investierten Betriebskapital (ROIC) betrug 32,1% (Vorjahr 28,9%).

Erhöhte Ausschüttung und neues Aktienrückkaufprogramm
Der Verwaltungsrat will die Aktionäre an der positiven Geschäftsentwicklung teilhaben lassen und hält weiterhin an der attraktiven Ausschüttungspolitik der Vorjahre fest. Der Generalver-sammlung wird eine gegenüber 2013 um 13,6% auf CHF 7.50 erhöhte Ausschüttung vorge-schlagen. Da keine Reserven aus Kapitaleinlagen mehr zur Ausschüttung zur Verfügung stehen, soll die Auszahlung im Gegensatz zu den Vorjahren vollständig als reguläre Dividende erfolgen. Die Ausschüttungsquote von 65,1% des Nettoergebnisses liegt damit im oberen Bereich der anlässlich der Neubeurteilung der Verwendung der liquiden Mittel Anfang 2011 durch den Verwaltungsrat erhöhten Bandbreite von 50 bis 70 Prozent. Darüber hinaus beschloss der Verwaltungsrat, ein Aktienrückkauf-Programm durchzuführen. Auf einer separaten Handelslinie sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren unter Abzug der Verrechnungssteuer Aktien im Gesamtbetrag von maximal 5% des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals zurückgekauft und mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Auf der Basis des Schlusskurses der Geberit Namenaktie vom 6. März 2014 beträgt das Rückkaufvolumen rund CHF 530 Mio. Das Aktienrückkauf-Programm wird in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank durchgeführt.

Ausblick 2014
Die Herausforderungen in der Bauindustrie werden trotz eines prognostizierten moderaten globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2014 unverändert anspruchsvoll bleiben. Die Entwicklung der einzelnen Regionen/Märkte und Bausektoren wird stark divergieren. In Europa geht das Volumen der Bauindustrie insgesamt weiterhin zurück. Neben ein paar wenigen, positiv verlaufenden Märkten wie Deutschland, der Schweiz und Grossbritannien/Irland ist in den meisten übrigen Märkten seit Längerem ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. Innerhalb des Bausektors ist im Nicht-Wohnungsbau keine Erholung festzustellen. Dies wird zumindest teilweise durch einen flachen bis leicht positiven Trend im Wohnungsbau kompensiert. Zudem entwickelt sich der Renovationsbereich besser als das Neubaugeschäft. In Nordamerika deuten bei den öffentlichen Bauprojekten die relevanten Indikatoren auf eine unsichere Entwicklung hin, was das Geschäft von Geberit in diesem Markt massgeblich beeinflussen wird. Im Wohnungsbau ist dagegen ein robustes Wachstum mit anziehenden Preisen und einem substanziellen Nachfragestau zu verzeichnen. In der Region Fernost/Pazifik wird für China ein mittleres einstelliges Wachstum für den Wohnbau und für kommerzielle Bauten prognostiziert; die Geschäfte in Australien werden insgesamt flach verlaufen; für Südostasien wird ein moderates Wachstum erwartet, allerdings mit erheblichen regionalen Unterschieden. Die Aussichten für den Mittleren Osten und für Südafrika sind erfreulich.

Das Geschäftsjahr 2014 wird für die Geberit Gruppe aufgrund der angespannten Situation in den meisten europäischen Bau-Märkten wiederum anspruchsvoll werden. Ziel ist, sowohl in den wenigen gesunden, aber auch in der grossen Zahl von schrumpfenden Märkten überzeugende Leistungen zu erbringen und wie in den Vorjahren Marktanteile zu gewinnen. Der Fokus wird auf der forcierten Vermarktung der in den letzten Jahren neu eingeführten Produkte, der stärkeren Durchdringung von neuen Märkten sowie dem vielversprechenden Dusch-WC-Geschäft liegen. Entsprechend der Geberit Strategie sollen parallel dazu die Geschäftsprozesse weiter optimiert werden. Die Unternehmensleitung ist überzeugt, für die kommenden Aufgaben sehr gut gerüstet zu sein.

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