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27.11.2013 Swissmem: Anzeichen für eine Trendwende verdichten sich

Die Auftragseingänge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) nahmen im dritten Quartal 2013 gegenüber der Vorjahresperiode um 11,3 Prozent zu. Auch die Umsatzentwicklung ist mit plus 8,0 Prozent erfreulich. Die sich zuletzt verdichtenden Hinweise auf eine positive Entwicklung in der MEM-Industrie scheinen sich zu bestätigen. Allerdings bestehen nach wie vor substanzielle Risiken im europäischen Umfeld. Ob diese Zahlen nun die lang ersehnte Trendwende bedeuten, wird sich deshalb erst in den kommenden Monaten zeigen.

Nach zweieinhalb Jahren fast durchgängig sinkender Auftragseingänge verzeichnet die MEM-Industrie im dritten Quartal 2013 im Vergleich zur Vorjahresperiode endlich wieder ein kräftiges Auftragswachstum von 11,3 Prozent. Dank dem starken dritten Quartal erreichen die Aufträge über die ersten neun Monate des laufenden Jahres ein Wachstum von 1,8 Prozent. Die Umsätze der Swissmem-Unternehmen wuchsen im dritten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 8,0 Prozent. Damit liegt das Umsatzplus seit Anfang Jahr bei 1,9 Prozent. Auch der Sinkflug bei der Kapazitätsauslastung konnte gemäss jüngsten Zahlen gestoppt werden. Wohl lag sie im dritten Quartal mit 82,1 Prozent auf einem sehr tiefen Niveau (langjähriger Durchschnitt: 86,1 Prozent). Sie stieg jedoch dank den anziehenden Bestelleingängen im Oktober wieder auf 84,0 Prozent an.

Erholungstrend bei den Exporten
Über die ersten drei Quartale 2013 reduzieren sich die Güterexporte der MEM-Industrie im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt -0,1 Prozent. Der Rückgang bei den Ausfuhren verminderte sich im Jahresverlauf kontinuierlich. So betrug er im Vergleich zum Vorjahr nach dem ersten Quartal 2013 -5,5 Prozent. Nach sechs Monaten lag er noch bei -1,6 Prozent. Setzt sich dieser Trend fort, dann könnte in der Jahresendabrechnung für die MEM-Industrie ein leichtes Exportwachstum resultieren.

In den verschiedenen Produktekategorien entwickelten sich die Güterausfuhren unterschiedlich. Während sie im Maschinenbau um -2,0 Prozent, bei den Metallen um -0,8 Prozent sowie in der Elektrotechnik/Elektronik um -0,7 Prozent zurückgingen, erreichten die Präzisionsinstrumente nach neun Monaten ein Exportwachstum von 3,8 Prozent. Auch die Märkte entwickelten sich uneinheitlich. Die Exporte in die EU stagnierten (-0,2 Prozent) und jene nach Asien sanken um -1,3 Prozent. Hingegen wuchsen die Ausfuhren in die USA, dem zweitwichtigsten Exportmarkt der MEM-Industrie, um 2,0 Prozent.

Vorsichtig optimistisch
Die wichtigsten Indikatoren deuteten schon seit Mitte Jahr auf eine Erholung hin. Die positiven Auftrags- und Umsatzzahlen im dritten Quartal bestätigen nun diese Anzeichen. Gemäss den Swissmem-Erhebungen sind die Zuwächse breit abgestützt. Sowohl Grossunternehmen wie auch KMU profitieren vom sanft auffrischenden Rückenwind. Die Firmen der MEM-Industrie blicken zudem eher optimistisch in die nahe Zukunft. 40,5 Prozent der Unternehmer erwarten in den kommenden zwölf Monaten steigende Auftragseingänge aus dem Ausland, wobei KMU im Vergleich zu den Grossunternehmen sogar positivere Erwartungen haben. Mit Zuwächsen rechnen die Betriebe vor allem aus Deutschland, China und Nordamerika. Lediglich 16,3 Prozent der Unternehmen (22,8 Prozent bei den Grossfirmen) gehen von sinkenden Bestellungen aus.

«Diese Zahlen sind ermutigend», sagt Swissmem-Präsident Hans Hess. Die Gründe für die positive Entwicklung liegen in der anziehenden Nachfrage aus den USA und der EU, die in ihrer Gesamtheit die Rezession überwunden zu haben scheint. Allerdings bestehen im europäischen Umfeld, dem Hauptmarkt der MEM-Industrie, nach wie vor erhebliche Risiken. «Die Aufwärtsbewegung in der MEM-Industrie muss sich in den kommenden Monaten fortsetzen, damit man wirklich von einer Trendwende sprechen kann», betont Hans Hess.

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