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06.08.2013 Arburg: Open Houses in Spanien

Im ersten Halbjahr 2013 veranstaltete die spanische Arburg-Niederlassung zwei Open Houses im Technology Center in Sabadell (Barcelona) und in Alicante. Rund 90 Kunden nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah über aktuelle Spritzgießlösungen zu informieren. Im Mittelpunkt standen die Themen Automation und Produktionseffizienz.

"Die beiden Events waren wieder ein voller Erfolg für uns", äußert sich Martín Cayre, Leiter der Arburg-Niederlassung Spanien, zufrieden und ergänzt: "Unsere Kunden nutzten rege die Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen. Viele waren überrascht, welche Optimierungspotenziale sie beispielsweise mit unserer Selogica-Steuerung, intelligenter Automation und energieeffizienter Spritzgießtechnik ausschöpfen können. Die Teilnehmer erhielten zahlreiche neue Ideen und Impulse, die sich im eigenen Betrieb vergleichsweise einfach umsetzen lassen."

Automation: integrierte Robot-Systeme
In Sabadell fanden vormittags zunächst Automations-Workshops in kleinen Gruppen statt, in denen die Teilnehmer praxisnah erarbeiteten, wie sich z. B. Robot-Systeme dank der kompletten Integration in die Selogica-Maschinensteuerung sehr einfach programmieren lassen. Am Nachmittag informierten sich rund 50 Kunden in Fachvorträgen, gehalten von Experten aus dem Loßburger Stammhaus sowie Vertretern der Firmen Hasco und Enicont, zu aktuellen Automationsthemen.

Im anschließenden Praxisteil wurde an einem Sechs-Achs-Roboter die einfache Programmierung über die Selogica-Bedienoberfläche gezeigt. Am Beispiel eines linearen Robot-Systems Multilift Select präsentierte das Arburg-Team die Optimierung von Robot-Abläufen durch Synchronisation mit den Maschinenbewegungen sowie das Selogica-Modul "Einrichtassistent". Diese Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine unterstützt den Einrichter menügeführt und vereinfacht den Rüst- und Einrichtvorgang – vom Werkzeugwechsel über die automatische Berechnung der Parameter bis zum Teachen des fertigen Produktionsablaufs.

Hasco erläuterte aus der Perspektive eines Werkzeugherstellers, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um wirtschaftlich vollautomatisch zu produzieren.

Kooperation: Projekte mit lokalen Partnern
Die Firma Enicont ist einer der ausgewählten Partner, mit denen Arburg ab sofort in Spanien komplexere Projekte umsetzt. Der Automationslieferant stellte beim Open House einige bereits realisierte Anlagen vor, inklusive Lösungen zum Laserschneiden und -schweißen von Kunststoffen und Greifer-Zubehör. "Durch die Einbindung lokaler Lieferanten sind wir flexibler als bisher. Wir können Fertigungszellen zu einem noch attraktiveren Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und unser Komplettangebot durch einen schnellen After-Sales-Service von einem Servicefachmann aus dem eigenen Land abrunden", fasst Martín Cayre die Vorteile für die spanischen Kunden zusammen.

Produktionseffizienz: gesamte Wertschöpfungskette betrachtet
Beim Open House in Alicante stand für die rund 40 Kunden das Thema Produktionseffizienz im Mittelpunkt der Präsentationen und Praxisanwendungen. Arburg-Niederlassungsleiter Martín Cayre beleuchtete detailliert auf die Einflussfaktoren über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Die Firma BASF stellte seine neu entwickelten High-Speed-Materialien vor, die sich bei niedrigeren Temperaturen und Einspritzdrücken verarbeiten lassen und dadurch den Energiebedarf reduzieren. Die Firma Hasco nutzte die Gelegenheit, Qualitätswerkzeuge zu präsentieren und betonte, dass qualitativ hochwertige Normalien den Wartungsaufwand und die Laufzeit von Maschinen deutlich verbessern können.

Produktivitätspaket senkt Energiebedarf
Im praktischen Teil erklärten das spanische Arburg-Team die verschiedenen Antriebskonzepte sowie die Vorteile und Einsatzbereiche von hydraulischen und elektrischen Spritzgießmaschinen. Anschließend produzierte ein hydraulischer Allrounder 320 C der Baureihe Golden Edition auf einem Hasco-Werkzeug eine Spardose. Die Maschine arbeitete einmal ohne und einmal mit dem Produktivitätspaket, das das Arburg Energiesparsystem (AES) mit drehzahlveränderbarem Pumpenantrieb und wassergekühltem Antriebsmotor umfasst. Damit wird die Antriebsvariante Zwei-Kreis-Pumpentechnik, mit der sich gleichzeitige Fahrbewegungen realisieren lassen, noch wirtschaftlicher. Vergleichende Energiemessungen zeigten, dass sich der Energieverbrauch mit dem Produktivitätspaket um18 Prozent reduzieren ließ.

Elektrische Maschine schnell amortisiert
Bei der zweiten Anwendung produzierte ein Allrounder 370 E der elektrischen Einstiegsbaureihe Edrive das BASF-Bauteil "Spinnennetz". Mit Hilfe des Arburg-Wirtschaftlichkeitsrechners wurden die Ergebnisse mit denen des Open Houses 2012 in Olaker verglichen, bei dem ein hydraulischer Allrounder 320 C Golden Edition mit demselben Werkzeug zum Einsatz kam. Ergebnis: Bei 300 Tage Produktion im 3-Schichtbetrieb und 95 Prozent Verfügbarkeit erzielt die elektrische Maschine dank höherer Produktivität und reduziertem Energiebedarf einen Mehrertrag von jährlich 12.500 Euro, entsprechen amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten in einem Zeitraum von 1,6 Jahren.

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