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25.07.2013 Rieter: Umsatz deutlich höher als im 2. Halbjahr 2012

In einem weiter aufgehellten Marktumfeld erzielte Rieter im ersten Halbjahr 2013 einen Bestellungseingang von 711.4 Mio. CHF (1. Halbjahr 2012: 404.1 Mio. CHF). Besonders in der Türkei stieg die Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahresperioden signifikant. Der Umsatz lag mit 478.1 Mio. CHF deutlich höher als im vorangegangenen Semester (+19%), doch im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 leicht tiefer (-2%). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die Betriebsrendite entwickelten sich im Berichtszeitraum den Erwartungen entsprechend. Der EBIT erreichte 17.1 Mio. CHF, was 3.6% des Umsatzes entspricht (1. Halbjahr 2012: 31.5 Mio. CHF bzw. 6.5% des Umsatzes). Der Rückgang des EBIT im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen auf niedrigere Margen aus Aufträgen zurückzuführen, die im Vorjahr abgeschlossen wurden. Im Unterschied zur Vorjahresperiode erzielte Rieter keinen ausserordentlichen Gewinn aus Devestitionen. Rieter schloss das erste Semester 2013 mit einem Konzerngewinn von 5.0 Mio. CHF bzw. 1.0% des Umsatzes ab (1. Halbjahr 2012: 21.5 Mio. CHF bzw. 4.4% des Umsatzes). Im Investitionsprogramm 2012/2013 für weiteres Wachstum, das Rieter im Frühjahr 2012 bekannt gegeben hatte, erreichte das Unternehmen weitere Fortschritte in der Umsetzung.

Am Weltmarkt für Kurzstapelfasermaschinen und -komponenten hatte sich im Laufe des zweiten Halbjahres 2012 eine Erholung abgezeichnet; sie setzte sich 2013 fort. Der positive Trend erfasste alle grossen Märkte der Branche, wenn auch in unterschiedlichem Mass. Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt in der Türkei. Hier unterstützte ein staatliches Förderprogramm den guten Geschäftsgang bei den Spinnereien. Eine höhere Nachfrage verzeichneten auch verschiedene asiatische Länder. In Indien und China fand im ersten Halbjahr eine leichte Belebung statt. Allerdings bleibt die Finanzierungssituation für die Kunden von Rieter in diesen beiden Ländern anspruchsvoll. In den USA werden Spinnereikapazitäten erneuert, da die Branche von einer günstigen Kostenstruktur profitiert.

Dieses insgesamt aufgehellte Umfeld nutzte Rieter dank attraktiver Produkte und seiner weltweit starken Marktposition. Das Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum einen Bestellungseingang von 711.4 Mio. CHF. Dieser Wert liegt um 76% höher als im ersten Halbjahr 2012 und um 63% höher als im zweiten Halbjahr 2012. Das grösste Auftragsvolumen erzielte Rieter in der Türkei. In China steigerte Rieter die Bestellungen mit marktspezifischen Produkten. In Indien waren vor allem Komponenten gut nachgefragt. Insgesamt betrug der Bestellungsbestand am 30. Juni 2013 rund 780 Mio. CHF.

Die erfreuliche Nachfrage nach Rieter-Produkten bestätigt die Richtigkeit der Innovations- und Expansionsstrategie. Rieter verfügt über eine starke Marktposition und ist mit einem marktspezifisch ausgerichteten Produktprogramm weltweit gut im zyklischen Markt für Textilmaschinen und -komponenten aufgestellt. In allen bedeutenden Märkten setzen die Spinnereien immer mehr auf Maschinen und Komponenten, die hoch automatisiert sind und eine höhere Produktivität und Garnqualität bei niedrigerem Energieverbrauch erlauben.

Der Umsatz von Rieter lag mit 478.1 Mio. CHF um 2% tiefer als im Vorjahressemester (487.3 Mio. CHF), doch stieg er gegenüber dem zweiten Halbjahr 2012 um 19%. Die Umsätze stammen aus verschiedenen Ländern; das Geschäft war regional breit abgestützt.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 17.1 Mio. CHF, was 3.6% des Umsatzes entspricht. Damit gingen EBIT und Betriebsrendite erwartungsgemäss gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück (1. Halbjahr 2012: 31.5 Mio. CHF bzw. 6.5% des Umsatzes), in erster Linie aufgrund tieferer Margen aus 2012 abgeschlossenen Aufträgen und des leicht tieferen Volumens. Desgleichen entfielen in der Vorjahresperiode erzielte Gewinne aus dem Verkauf von Produktionsstätten in Tschechien in Höhe von 6.0 Mio. CHF. Im EBIT des Berichtszeitraums sind zudem Aufwendungen von 10.4 Mio. CHF für das Investitionsprogramm 2012/2013 enthalten. Vor strategischen Projekten erreichte der EBIT 27.5 Mio. CHF bzw. 5.8% des Umsatzes.

Rieter tätigte im ersten Halbjahr 2013 Investitionen von 26.5 Mio. CHF, mit Schwerpunkt in China und Indien. Davon flossen 21.2 Mio. CHF in strategische Projekte. Die Forschung und Entwicklung beschleunigte Rieter im Berichtszeitraum mit 22.1 Mio. CHF bzw. 4.6% des Umsatzes (1. Halbjahr 2012: 20.9 Mio. CHF bzw. 4.3% des
Umsatzes).

Der Konzerngewinn erreichte 5.0 Mio. CHF bzw. 1.0% des Umsatzes (1. Halbjahr 2012: 21.5 Mio. CHF bzw. 4.4% des Umsatzes).

Zum 30. Juni 2013 beschäftigte Rieter 4 646 Mitarbeitende (31. Dezember 2012: 4 720 Mitarbeitende). Den im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2012 deutlich höheren Umsatz bewältigte Rieter mit der besseren Auslastung der Kapazitäten und mit höherer Produktivität.

Aus der unverändert hohen Investitionstätigkeit und der nachfragebedingten Zunahme des Nettoumlaufvermögens resultierte ein Free Cash Flow von -12.1 Mio. CHF. Nach der Ausschüttung einer Dividende aus Kapitaleinlagereserven von 11.6 Mio. CHF (2.50 CHF pro Aktie) im April 2013 betrugen die flüssigen Mittel per 30. Juni 2013 315.4 Mio. CHF und die Nettoliquidität 63.2 Mio. CHF. Rieter ist solide finanziert und verfügt über eine Eigenkapitalquote von 34%.

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