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14.06.2013 ARBURG: Feiert 50 Jahre PIM-Kompetenz

Als Pionier des Pulver-Spritzgießens (PIM) lud Arburg die Fachwelt am 5. und 6. Juni 2013 nach Loßburg ein, um das Jubiläum "50 Jahre Arburg PIM-Kompetenz" gebührend zu feiern. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand eine internationale Konferenz mit rund 200 geladenen Gästen aus 25 Ländern und 16 Vorträgen namhafter PIM-Experten aus Europa, Asien und Nordamerika. Große Überraschung des Abendevents war die Übergabe des 1.000sten PIM-Allrounders, der dem schweizer Unternehmen Comadur feierlich überreicht wurde.

Das Podium der Konferenz war mit internationalen Spezialisten aus Forschung, Industrie und Verbänden hochkarätig besetzt. Im Rahmen der 16 Vorträge wurde nicht nur über Anwendungen, Technologien, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Branche referiert, sondern anschließend mit den Teilnehmern auch intensiv diskutiert. Diese lobten den internationalen Charakter des Events, das für die PIM-Branche einzigartig war und erstmals die Gelegenheit bot, zentral rund 200 Fachleute der PIM-Branche zu treffen und kontinentübergreifende Fachgespräche zu führen.

Konferenz deckt alle Aspekte der PIM-Branche ab
Das Themenspektrum der Konferenz war sehr breit gefächert und umfasste sowohl das Keramik- als auch das Metall-Spritzgießen (CIM, MIM). Die PIM-Branche in Europa, Asien und Nordamerika wurde ebenso beleuchtet, wie die Forschungs- und Entwicklungsperspektiven. Mit der Automobilbranche, der Schmuck- und Uhrenindustrie, der IT-Branche und dem Dentalsektor wurden wichtige Bereiche vorgestellt, in denen PIM-Produkte erfolgreich eingesetzt werden. Zudem deckten die Vorträge die gesamte Wertschöpfungskette ab: von dem Einfluss der Feedstockaufbereitung auf die Bauteilqualität über die anspruchsvolle Herstellung von Mikro-PIM-Teilen bis hin zur wirtschaftlichen Baugruppenintegration und der Fertigung mit kompletten Turnkey-Anlagen.

Theorie und Praxis im Kundencenter vereint
Zentraler Veranstaltungsort des Jubiläumsevents war das Arburg-Kundencenter, das hochwertige Voraussetzungen für das abwechslungsreiche Programm bot. So konnten die Gäste in den Zeiten zwischen den Vorträgen anhand von sieben Exponaten das Pulver-Spritzgießen live erleben. Produziert wurden Bukkalröhrchen für festsitzende Zahnspangen aus Edelstahl und Bohrer aus Zirkonoxid für den Dentalsektor, Zwischenhebel für die Automobilindustrie, Hartmetallfräser mit Innengewinden, filigrane Räder der Märklin-Milleniums-Lokomotive "Krokodil", dreieckige Keramiktassen und ein Schlüsselanhänger mit zwei beweglichen Teilen. Die Anwendungen demonstrierten nicht nur die Bandbreite und das Potenzial des Keramik- und Metall-Spritzgießens, sondern zeigten auch die Entwicklungen auf. Während das Bukkalröhrchen-Werkzeug bereits über 30 Jahre alt ist, ist das Schlüsselanhänger-Werkzeug mit flüssigkeitstemperiertem Heißkanal ein Beispiel für aktuelle Trends im PIM-Sektor. Darüber hinaus wurde die Leistungsfähigkeit der horizontalen und vertikalen Allrounder Spritzgießmaschinen für das Pulver-Spritzgießen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Wie die Arburg-Maschinen produziert werden, konnten die internationalen Besucher im Rahmen von Betriebsrundgängen erleben, die in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch angeboten wurden.

Rückblick auf 50 Jahre ARBURG PIM-Kompetenz
Dem Anlass des Events entsprechend standen nicht nur aktuelle Themen auf dem Programm, sondern auch Rückblicke auf 50 Jahre Arburg PIM-Kompetenz.

Die erfolgreiche Entwicklung Revue passieren ließen u.a. Vertriebsgeschäftsführer Helmut Heinson in seiner Begrüßungsansprache und Stephan Doehler, Bereichsleiter Vertrieb Europa, der die gesamte Veranstaltung moderierte. Im Jahr 1963 begann die Geschichte der PIM-Verarbeitung bei Arburg mit der Herstellung des ersten Keramikteils auf einem Allrounder 200 S durch die Firma Feldmühle. Dabei handelte es sich um einen geometrisch anspruchsvollen Sauschwanz-Fadenführer für die Textilindustrie. Über diese Zeit berichte Hans Jud, ehemaliges Vorstandsmitglied der Firma Ceramtec (früher Feldmühle) im Rahmen des Abendprogramms.

Rundum-Betreuung durch Arburg
In den folgenden Jahren stieg die Nachfrage sowohl nach dem Verfahren selbst als auch nach Maschinen für das Pulver-Spritzgießen kontinuierlich an und Arburg entwickelte Maschine, Material und Prozess konsequent weiter – häufig zusammen mit anderen Experten. Zudem wurde in ein eigenes PIM-Labor investiert. Dank der umfassenden Ausstattung lassen sich neben dem Spritzgießen auch alle vor- und nachgelagerten Produktionsschritte wie Materialaufbereitung, Entbindern, Sintern und Teileanalysen unter Praxisbedingungen testen. Rundum betreut werden die Kunden von dem PIM-Team, bestehend aus Hartmut Walcher (Anwendungstechnische Beratung), Marko Maetzig (Verfahrensentwicklung), und Uwe Haupt (Vertrieb/Key Account).

Unterhaltsames Rahmenprogramm des Jubiläumsevents
Ergänzt wurde die Veranstaltung am ersten Abend durch einen Auftritt der Wissenschafts-Comedians "Physikanten", die in ihrer intelligenten Wissenschaftsshow spektakuläre Experimente und verblüffende Effekte mit Comedy kombinierten und ihren Auftritt auf das Thema Pulver-Spritzgießen abgestimmt hatten. Das Fazit der Teilnehmer aus aller Welt war einstimmig: "Die Jubiläumsveranstaltung war dank der Internationalität und des abwechslungsreichen Programms mit Expertenvorträgen, Praxisanwendungen, Expertendiskussion und feierlicher Abendveranstaltung einfach einzigartig."

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