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25.08.2015 SCHMOLZ + BICKENBACH: Mit weiterhin positivem Netto-Ergebnis

Die an der Schweizer Börse kotierte SCHMOLZ + BICKENBACH AG (SIX: STLN), ein weltweit führendes Unternehmen für Spezialstahl-Langprodukte (u.a. Werkzeugstahl; Rost-, säure-und hitzebeständiger (RSH-)Stahl; Edelbaustahl), konnte im zweiten Quartal 2015 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld die guten Ergebniszahlen des Vorjahreszeitraums aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen nicht wiederholen. Das EBITDA sank um 17.0 % auf EUR 58.0 Mio. (Q2 2014: EUR 69.9 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen blieb mit EUR 10.3 Mio. zwar hinter dem Vorjahresergebnis von EUR 22.2 Mio. zurück, trotzdem konnte auch im zweiten Quartal unter dem Strich ein Gewinn verzeichnet werden. Gegenüber dem saisonal stärkeren ersten Quartal 2015 stieg das EBITDA um 6.4% an, während sich das Ergebnis nach Steuern aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen mehr als verfünffachte.

Im ersten Halbjahr 2015 war bei den Auftragseingängen ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert zu verzeichnen. So lag auch der zum 30. Juni 2015 erreichte Auftragsbestand von 476 Kilotonnen unter den Werten zum 30. Juni 2014 (539 Kilotonnen) und zum 31. Dezember 2014 (497 Kilotonnen).

Gegenüber dem Vorjahresquartal gingen im zweiten Quartal 2015 der Absatz der fortzuführenden Geschäftsbereiche um 11 Kilotonnen bzw. 2.3% auf 469 Kilotonnen (Q2 2014: 480 Kilotonnen) und die Umsatzerlöse um EUR 15.9 Mio. bzw. 2.2% auf EUR 723.2 Mio. (Q2 2014: EUR 739.1 Mio.) zurück. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 verzeichnete das Unternehmen beim Absatz einen Rückgang um 28 Kilotonnen bzw. 2.9% auf 952 Kilotonnen (H1 2014: 980 Kilotonnen), während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um EUR 1.4 Mio. bzw. 0.1% auf EUR 1 488.9 Mio. (H1 2014: EUR 1 487.5 Mio.) stieg.

Ausblick 2015

Konjunktur und Stahlnachfrage
Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2015 haben sich gegenüber dem ersten Quartal leicht eingetrübt. Weltbank, OECD und IWF gehen von einem Wachstum zwischen 2.8% und 3.5% aus (vorher: 3.0% bis 3.7%). Regional werden für 2015 weiterhin deutliche Unterschiede angenommen.
Entgegen der besseren Erwartung an die allgemeine Konjunkturlage haben sich die Aussichten für die Stahlnachfrage signifikant verschlechtert. In ihrer letzten Prognose für den Stahlverbrauch 2015 revidierte die World Steel Association die erwartete durchschnittliche Wachstumsrate für 2015 deutlich von 2.0% auf 0.5% nach unten, nachdem das tatsächliche Wachstum 2014 bereits schwächer als zunächst angenommen ausgefallen war.

In der Detailbetrachtung zeigt sich, dass insbesondere im bedeutenden asiatischen Markt, der den mit Abstand grössten Stahlverbrauch in Tonnen aufweist (2014: 1 016 Mio. Tonnen), das Wachstum weiter spürbar nachlässt. Für 2015 wird nunmehr nur noch ein Anstieg von 0.6% (vorher: 1.4%) erwartet. Hauptgrund ist die erwartete Schwäche des chinesischen Marktes, der 2014 rund 70% der Nachfrage in Asien ausmachte und für den aktuell ein Rückgang um 0.5% angenommen wird. Darüber hinaus dürften die weiterhin schwierigen geopolitischen Entwicklungen ebenfalls dämpfend auf die allgemeine Stahlnachfrage wirken.

Entwicklung der SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe
Wie zuvor dargestellt, sind die Schätzungen für den Stahlverbrauch mit negativen Vorzeichen versehen. SCHMOLZ + BICKENBACH sieht in diesen Schätzungen erhebliche Unsicherheiten für die weitere Ergebnisentwicklung. Die Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 bleiben daher verhalten.

Aufgrund der Umgliederung der spezifischen Distributionseinheiten als aufgegebener Geschäftsbereich adjustiert das Unternehmen seine Schätzungen für die Absatzmengen um die Mengen, die diese Einheiten mit Fremdprodukten erzielt haben. SCHMOLZ + BICKENBACH geht für 2015 nunmehr von Absatzmengen aus, die rund 300 Kilotonnen unter dem Niveau des Jahres 2014 liegen dürften.

Das Ergebnis wird im Gesamtjahr 2015 durch Währungseinflüsse, insbesondere die im Januar 2015 erfolgte Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro, belastet. Neben den bereits im ersten Halbjahr verbuchten einmaligen Währungsverlusten in Höhe von netto EUR 7.6 Mio. dürfte auf Basis von Sensitivitätsanalysen jede Aufwertung des Schweizer Franken um einen Rappen zu einer laufenden Verringerung des EBITDA von rund CHF 1.5 Mio. pro Jahr führen. Die gegenläufigen translatorischen Effekte dürften dies nur teilweise abfedern.

Für 2015 erwartet SCHMOLZ + BICKENBACH weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen EUR 190 Mio. und EUR 230 Mio., wobei das Unternehmen aufgrund der zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen aktuell eher ein EBITDA im unteren Bereich dieser Bandbreite erwartet. Diese Schätzung basiert darüber hinaus auf der Annahme, dass die Prognosen über die konjunkturelle Entwicklung und zur Entwicklung von Rohmaterialpreisen eintreten und keine sonstigen unerwarteten Ereignisse auftreten, die die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen.

Aufgrund der währungsbedingten Herausforderungen und der Unsicherheiten im Öl-und Gasgeschäft wird SCHMOLZ + BICKENBACH seine Bemühungen 2015 verstärken und das 2013 eingeleitete umfangreiche Ergebnisverbesserungsprogramm um zusätzliche Massnahmen ausweiten.

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