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03.03.2015 Feintool: Steigert Konzernergebnis um 88%

Feintool blickt erneut auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück: Der Umsatz wuchs 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf CHF 503 Mio. Aufgrund hoher Kapazitätsauslastung und zunehmend effizienterer Prozesse nach erheblichen Investitionen im Berichtsjahr sowie in den Vorjahren nahm das Betriebsergebnis (EBIT) überproportional um 73 Prozent auf CHF 35 Mio. zu. Unter Hinzurechnung eines Verkaufsgewinns aus der Aufgabe des Segments Automation erhöhte sich das Konzernergebnis um 88% auf CHF 35 Mio. Auch ohne diesen ausserordentlichen Effekt stieg das Konzernergebnis um 66%.

Organisches Umsatzplus
Das Wachstum der globalen Automobilindustrie hielt 2014 weltweit an. Feintool hat von dieser positiven Branchenkonjunktur profitiert und wuchs darüber hinaus in allen relevanten Regionen durch den Gewinn von Marktanteilen schneller als der Markt.

Die Feintool-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 in diesem Umfeld einen Umsatz von CHF 503.4 Mio., was einem Zuwachs von 15.6% entspricht. Währungsbereinigt verzeichnet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 17.2%.

Von den Unternehmensbereichen steuerte den größten Umsatzanteil das Segment System Parts bei, in dem Feintool weltweit für die Serienherstellung präziser Feinschneid- und Umformkomponenten aktiv ist. Das Segment wuchs im Berichtsjahr um 17.1% auf CHF 420.0 Mio. und erwirtschaftete damit 83.4% des Gruppenumsatzes. Der Zuwachs lässt sich vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Absatzmengen neuer Produkte in Europa und in den USA zurückführen.

Das Segment Fineblanking Technology, in dem Feintool technologische Gesamtlösungen für das Feinschneiden anbietet, lag mit CH 98.3 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau und trug 16.6% zum Gruppenumsatz bei. Unter Ausklammerung der internen Verkäufe stieg der Umsatz mit externen Kunden um 8,2%.

Betriebsergebnis verzeichnet hohen Zuwachs
Alle Segmente und Regionen erwirtschafteten auch in diesem Berichtsjahr einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis. Die Feintool-Gruppe konnte dieses um 72.6% auf CHF 35.1 Mio. steigern. Damit erreichte das operative Geschäft erstmals eine EBIT-Marge von 7.0%.

Das Segment System Parts erreichte einen EBIT von CHF 35.0 Mio. und eine EBIT-Marge von 8.3%. Die Ergebnistreiber im Serienteilegeschäft waren eine gute Auslastung unserer Werke und zahlreiche Effizienzsteigerungsmassnahmen. Hinzu kommen die ersten Ergebnisbeiträge aus den in den Vorjahren gewonnenen Rahmenaufträgen.

Im Investitionsgütergeschäft des Segments Fineblanking Technology erzielte Feintool ein leicht über dem Vorjahreswert liegendes Betriebsergebnis von CHF 6.6 Mio. Dies erreichte der Geschäftsbereich trotz der weiterhin hohen Vorleistungen für Forschung und Entwicklung, um die Wirtschaftlichkeit des Feinschneidverfahrens zu steigern.

Konzernergebnis um nahezu 90% erhöht
Feintool erwirtschaftete insgesamt ein Konzernergebnis von CHF 35.4 Mio., was einer Zunahme von 88.0% entspricht. Hierin ist auch der Gewinn aus der Veräusserung der IMA Automation Amberg GmbH enthalten, der sich auf CHF 10.8 Mio. beläuft. Im weitergeführten Kerngeschäft erzielte Feintool ein Konzernergebnis von CHF 24.6 Mio. Dies entspricht einer Steigerung um 66.0%.

Zahlreiche Aufträge und erwartete Abrufe
Auch für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine grundsätzlich positive Entwicklung. Die erwarteten Abrufe unserer Kunden zu Beginn des Geschäftsjahres im Segment System Parts betragen CHF 213.9 Mio. Dies bedeutet wiederum eine Zunahme von 18.2% gegenüber dem Vorjahreswert, die sich gleichermassen über alle unsere regionalen Märkte verteilt.

Der Auftragseingang im Segment Fineblanking Technology stieg um 10.1% auf CHF 102.0 Mio. Der Auftragsbestand legte um 9.9% auf CHF 42.2 Mio. zu, was einen Arbeitsvorrat von rund acht Monaten für das langfristige Pressen- und Werkzeuggeschäft bedeutet.

Höhere Dividendenausschüttung geplant
Angesichts der positiven Entwicklung der Feintool-Gruppe sowie der stabilen Vermögens- und Finanzlage hat der Verwaltungsrat entschieden, der Generalversammlung am 14. April 2015 eine um 25% höhere Dividende von CHF 1.50 je Feintool-Aktie zur Genehmigung vorzuschlagen.

Feintool reagiert zukunftsorientiert auf die Aufwertung des Schweizerfrankens
Feintool hat in den vergangenen Jahren seine Strategie, in den jeweiligen Absatzmärkten und Währungsräumen zu produzieren, konsequent ausgebaut. 85% des Umsatzes wird außerhalb der Schweiz generiert.

Trotzdem wirkt sich der durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) aufgehobene Mindestkurs vom 15. Januar 2015 unmittelbar und vor allem auf die Kostenstruktur der Betriebe von Feintool in der Schweiz aus. Das Unternehmen hat reagiert und in seinen Schweizer Betrieben in Lyss und Jona die Erhöhung der Wochenarbeitszeit, den Abbau von Temporärpersonal sowie einen Einstellungs- und Überzeitstopp eingeleitet.

Als strategische Reaktion auf die Frankenstärke wird sich Feintool in der Schweiz noch mehr auf Spezialitäten ausrichten und investiert über CHF 10 Mio. in Entwicklung, neue Technologien, einen Ausbau der Wertschöpfungskette und in effizientere Produktionsmittel.

Ausbau der Produktionskapazitäten in Europa
Die Feinschneid-Produktionsbetriebe in Europa erreichen im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der prognostizierten Abrufe ihre Kapazitätsgrenzen. Um weiterem Wachstum und Kapazitätsbedarf Rechnung zu tragen, wurde am 27. Februar 2015 ein Vertrag zur Übernahme der Firma Gabler Feinschneidtechnik GmbH in Deutschland abgeschlossen. Der nach ISO/TS 16949 zertifizierte Feinschneidbetrieb wurde 2007 in Oelsnitz (Sachsen) gegründet, beschäftigt 38 Mitarbeitende und verfügt über eine moderne Infrastruktur, die rasch erheblich ausgebaut werden kann.

Grundsätzlich positiver Ausblick für 2015
Feintool erwartet für 2015 eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung. Zu den Währungsrelationen zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 wurde ein Umsatzwachstum von 6% und eine weitere Margenzunahme prognostiziert. Die deutliche Aufwertung des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro seit dem 15. Januar 2015 wirkt sich jedoch auf die genannten Kennzahlen aus. Auf Basis der sich seit Freigabe des Schweizerfranken-Wechselkurses zum Euro ergebenen Kurse wird sich der Umsatz bei CHF 460 - 480 Mio. und der operative Gewinn bei rund CHF 27 Mio. bewegen. An der mittelfristigen Zielsetzung eines Umsatzes von CHF 600 Mio. und einer operativen Marge von 8% halten wir fest.

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