Ausstellernews Swiss Plastics 2010

WISAG
Wärme genau dort, wo sie gebraucht wird

Der Einsatz von Wärme in der Kunststoff-Industrie

Wärme genau da, wo sie gebraucht wird und nur so lange wie nötig! WISAG präsentiert an der SwissPlastics in Luzern (19. – 21. Januar 2010) verschie- dene Wärmequellen für Anwendungen in der Kunststoff-Industrie
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Werkstücke aus Kunststoff benötigen in vielen Verarbeitungsschritten Wärme. Aber nicht immer ist es nötig, dazu das gesamte Teil aufzuheizen. Die gezielte Er- wärmung von Nieten, Rändern oder Ecken stellt eine echte Herausforderung dar, ebenso wie die gleichmässige Erwärmung der Oberflächen, von dünnen Fäden, Seilen oder Kabeln. Ein Beispiel für eine solche Prozesslösung sind kreisförmig innerhalb eines Rohrofens eingebaute Infrarot-Strahler, die die Wärme direkt auf durchlaufende Materialien richten. Durch diese Anordnung werden effiziente Wär- meprozesse bei Endlosmaterialien im Durchlaufverfahren möglich. In solchen Rohröfen werden Seile aus Kunststoff durch Wärme fixiert, Drähte mit Kunststoff ummantelt oder Schläuche auf elektrische Schraubverbindungen als Isolationshülle aufgeschrumpft. Rohre aus Polyurethan können so nach dem Extrudieren in kurzer Zeit erfolgreich durch Infrarot-Wärme getempert werden, im Gegensatz zu den vorher eingesetzten aufwändigen chemischen Verfahren oder einer langwierigen Warmluftbehandlung.

In einer anderen Anwendung helfen Infrarot-Strahler in einer Spezialanlage Tafeln aus HDPE (high density Polyethylen) zu einer Box zu verschweissen. Aus spritzgegossenen Kunststofftafeln entstehen so komplexe Transportbehälter - schnell und in einem automatisierten Prozess. Diese Tafeln sind bereits mit allen Befestigungslaschen, Löchern und Schlitzen versehen, die später benötigt werden, um das Endprodukt zu formen, eine neue, leichte Transportbox, die in Supermärk- ten und Krankenhäusern eingesetzt werden. Eine grosse Herausforderung bei diesem Prozess sind die Laschen und Löcher, die alle unterschiedlich sind in Dicke, Geometrie und Färbung. Der Einsatz konventioneller Schweissmethoden mit heissen Kontaktplatten war ausgeschlossen, denn diese würden die Oberfläche aus HDPE versengen. Versuche zeigten jedoch, dass durch kurzwellige Infrarot- Strahler eine gute Verschweissung erreicht werden konnte. Die Verbindung war sogar stärker als das Ausgangsmaterial und vor allem gab es keine Verbren- nungsschäden am Material. Dies erreichte man mit IR-Wärme, passend zur Geometrie, Dicke und Farbe des jeweiligen Kunststoffteiles. Die Zykluszeiten betragen wenige Sekunden. Bei kontaktfreier Infrarotwärme bleibt kein heisser Kunststoff an der Wärmequelle hängen. Dadurch können Kunststoffteile mit Infrarot- Wärmesystemen ohne Geruchsbelästigung im Sekundentakt und jederzeit repro- duzierbar verschweisst werden. Zeitraubende Reinigungsprozeduren entfallen.

Im Vergleich zu konventionellen Methoden werden viele Produktionsschritte durch die Infrarot-Strahlung wesentlich vereinfacht, es wird Platz gespart oder aber die Produktionsgeschwindigkeit kann wesentlich erhöht werden. Infrarot-Strahlung erwärmt kontaktfrei, zielgerichtet und mit hohem Wirkungsgrad und durch die kon- zentrierte Energieübertragung kann die Wärmeeinheit kompakt und platzsparend in den Fertigungsablauf eingepasst werden. Infrarot-Strahler sind Wärmequellen, die exakt und ohne Direktkontakt an das Produkt und den Verarbeitungsschritt ange- passt werden können. Lange, gerade Strahler erwärmen grosse Oberflächen ge- nauso wie gebogene, kreisförmige oder kleine Strahler z.B. schmale Ränder oder sehr kleine Flächen. Geschickt angeordnete Strahler und flexible Bauformen er- möglichen Wärmeprozesse auch an komplex geformten Werkstücken. Durch die Möglichkeit, Infrarot-Strahler sekundenschnell an- oder auszuschalten, werden Energie und Kosten gespart. Infrarot-Wärmetechnologie ist damit in vielen Berei- chen konventionellen Methoden wie Heissluft- oder Kontakterwärmung überlegen. Wärme- und Trocknungsprozesse lassen sich so nahtlos, auch noch nachträglich, in die Fertigung integrieren.

WISAG zeigt aber auch alternative Wärmequellen aus dem Bereichen Kontakt- wärme oder Warmluft. Hierbei sind beheizte Platten, Schläuche oder Formlinge, Umluft- oder Temperöfen nur einige der unzähligen Möglichkeiten.

Wärme nach Mass für IHRE Anwendung – vom 19. bis 21. Januar 2010 an der Swiss Plastics in Luzern.

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Ort
Messe Luzern

Messedatum
21. - 23. Januar 2014

Messelink
www.swissplastics.ch

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